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Haus und Hof : Knausererforum
Kleidung, Waschen, Putzen, Reparaturen, ...
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Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.11.2018 06:15

Besonders in der kühleren Jahreszeit peppt jeder Schal auf. Was ich auch sehr praktisch finde, ärmellose Steppwesten in verschiedenen Farben, man ist immer warm angezogen.
Mir ist aufgefallen, dass ich mit weniger Kleidung im Schrank viel schneller entscheiden kann, was ich anziehe und den ganzen Modebrimborium eigentlich nicht mehr beachte.
Spart einiges an Geld und nicht vorhandenem Einkaufsstress.
So ein paar Klassiker hängen bei mir auch im Schrank- manchmal wird so was einfach gebraucht.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.11.2018 09:19

Genau: ohne Modebrimborium grinning smiley
Jeans, weißes oder schwarzes T-Shirt, schwarze Socken. Das sind meine Basics. Bei Bedarf ziehe ich einen Pullover, eine Strickjacke oder eine Bluse drüber. Fertig. Ich hab nie das Problem, keine Klamotten im Schrank zu haben.
Für "Gut" habe ich noch eine schwarze Hose, eine weiße Bluse und einen Blazer. Mir reicht das.

..............................................

Gruß, ohnesalzstreuer
[miteigenenhaenden.wordpress.com].



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.18 09:19.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09.11.2018 09:15

Es gibt einfach Leute die kaufen hier was, da was-haben eine ganze Palette von Modefarben, nichts passt zusammen im Endeffekt.Dann fehlen die passenden Schuhe, Tasche....mal braucht man türkis, dann pink, morgen orange....., wie die Modewelt diktiert, lässt man sich lenken. So ist es auch gewünscht u. so oft wie heute das Sortiment wechselt, müsste man nur dauernd kaufen u. wieder entsorgen.

Wichtig ist mir dass die Sachen möglichst waschbar sind u. nicht in die Reinigung brauchen. Habe da einen anthrazitfarbenen Kurzmantel für Winter, einen gleichfarbigen Trenchcoat für den Übergang, die etwas teurer waren, bei solchen Farben kann man nichts falsch machen u. mit allem aufpeppen u. tragen für jeden Anlass. Dafür hat man sie lange u. sind kaum der Mode unterworfen. Farben die mir nicht gefallen u. stehen lasse ich mir ohnehin schon mal nicht einreden, damit würde ich mich auch gar nicht wohl fühlen.
Was sonst im Schrank ist ziehe ich im Alltag an, wird alles aufgetragen. Wenn ich was sehe, frage ich mich ob ich es wirklich brauche...ist dann meist schnell erledigt, oder mal drüber schlafen. Hat wohl jeder schon irgendwann erlebt, sich im nachhinein über einen Spontankauf geärgert zu haben.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.18 09:15.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.11.2018 06:54

Inzwischen bin ich über Spontankäufe ziemlich drüber, auch die Verlockung von Sonderangeboten zieht mich nicht mehr.
Aber so bestimmte edlere Stücke, die lange nutzbar sind, die haben trotzdem ihren Sinn.
Hab mir vor 30 Jahren einen besonderen Pulli gekauft, der ist immer noch sehr schön und passt zu allem.
Er war damals ein sehr edles und zeitloses Stück.
Ich frag mich immer, was passiert mit diesen Massen an Bekleidung, die in den Geschäften angeboten werden? Was dafür alles an Garnen, Chemikalien und Arbeit reingesteckt werden muss.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.11.2018 12:00

naja, ich vermut jetzt mal

die Chemikalien landen tendentiell eher in Bangladesh und co. in den Flüssen

die Garne werden bei Merino über NICHT-mulesing-freie Schafhaltung produziert,
ansonsten halt in Chemie-Fabriken produziert, wenns nicht Naturfasern sind,

die Baumwolle muss in Massenproduktion sehr gespritzt und bewässert werden, sonst geht das nicht,
ich probiere nächstes Jahr mal nen kompletten Bioanbau von ein paar Pflänzchen, schaun mer mal, im Topf hatt ich schon mal eine, die kam gut
Arbeitskraft? Für die fünf-Euro-Klamotten Kinderarbeit in Bangladesh und co.... wenns Öko-Klamotten sind werden die vielleicht in Portugal produziert, das wär immerhin nen Tick besser, die Leut dort bekommen zwar garantiert keinen deutschen Mindestlohn, aber freuen sich sicherlich, überhaupt Arbeit zu haben.... naja, die in Bangladesh vielleicht auch, auch wenn die vielleicht besser in die Schule gingen, aber wer kann sich das schon leisten....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.11.18 12:02.

Avatar Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.11.2018 17:51

Hobbygaertnerin schrieb:
> Ich frag mich immer, was passiert mit diesen Massen an Bekleidung, die
> in den Geschäften angeboten werden? Was dafür alles an Garnen,
> Chemikalien und Arbeit reingesteckt werden muss.

Generell was so an Konsumgüteroverkill produziert wird. Ich denke da immer: so neu und schon Schrott.

Ich bin immer auch ganz stolz wenn mir aus vorhandenem was Neues einfällt. Immer Geld+Fahrt+Zeit im Einkauf und Müll gespart. Es dauert immer seine Zeit bis mir die richtige Idee kommt, aber gut Ding will eben Weile haben. Manchmal probiere ich auch erst mal provisorische Lösungen für ein Problem aus, probiere verschiedenes aus und arbeite mich dann zu haltbareren Lösungen vor.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.11.2018 18:06

Überproduktionen werden an Kleidung offenbar auch vernichtet. Das gleiche spielt sich bei Ernten ab.
Unter welchen Bedingungen in Ländern wie Bangladesch produziert wird, erfährt man manchmal, wenn wieder eine Fabrik brennt oder sonst ein Unglück passiert. Markenkleidung nicht ausgenommen, oft in den gleichen Fabriken hergestellt. 12-16 Std Arbeit an 6 Tagen pro Woche zu einem Hungerlohn wo man nur vegetieren kann. Dafür kann man dann ein Shirt um 5 Euro kaufen, das man problemlos bald wieder wegwirft. Wenn ein Land zu teuer wird, zieht die Karawane weiter-es gibt immer Länder wo man noch billiger produzieren kann. Aber wen interessiert das wirklich-es würde keinem weh tun wenn das Produkt nur 1 Euro teurer wäre, der Arbeitern u. Umweltbedingungen zugute käme.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.11.18 18:07.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 12.11.2018 06:05

Jetzt könnte man fragen, schafft man es, mit dem vermehrten Konsum auch andere am Kuchen teilhaben zu lassen?
Ist man als Verweigerer schuldig, dass andere ihre Lebensbedinungen schlechter haben?
Ist man für so vieles verantwortlich, was alles schief läuft auf dieser Erde- ist man dafür verantwortlich, wenn man weniger verbraucht, nutzt?
Mir ist da eben neulich der 3ojährige Pulli eingefallen, er sieht immer noch sehr gut aus, zeitlos und nicht labberig oder unansehbar.
Die noch etwas älteren Schuhe mit neuer Sohle wieder für Jahre nutzbar, damals war es ein Traum für mich an ein Paar echte Camel-Schuhe zu kommen.
Einen Lodenmantel - auch schon über 30 Jahre, sieht immer noch sehr gut aus, nicht unmodern, weil sehr klassischer zeitloser Schnitt.
Die 3 Stücke sind für mich immer noch Begleiter durchs Leben, hab noch ein paar andere, ebenso wertvoll.
Könnte mir auch gar nicht vorstellen, die zu entsorgen, sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Und so sehe ich es auch bei anderen Konsumartikeln, unsere Einbauküche ist über 40 Jahre alt, überall rund um uns herum werden die schon viel jüngeren Küchen rausgeworfen, unsere ist vom Schreiner, hat damals schon ein Sümmchen gekostet, aber sie ist unkaputtbar und ausser den Beschlägen und ein paar kleineren Reparaturen ist sie noch sehr gut nutzbar, wir haben vor mehreren Jahren alles auf Schubladen umgebauen lassen.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 12.11.2018 10:24

Mir hat mal ein Schreiner erklärt, diese eingebauten Küchen wie man sie vor 30-40 Jahren machen ließ, wären heute für normale Leute gar nicht mehr bezahlbar. Sie kaufen heute drum die Elemente auch von großen Herstellern u. bauen dann ein.
Ich denke auch mit Wehmut an die Fabriken die vor 30 Jahren noch hier produzierten im Land, das war noch Qualität u. habe auch noch einige Stücke die einfach halten.
Wieso soll ich Schuldgefühle haben, wenn ich nicht auf Teufel komm raus konsumiere? Die Immobilienpreise sind die letzten 4 Jahre bei uns um 30 % gestiegen, alles wird teurer-manches mehr manches weniger, Gebühren, Energie...da soll ich noch Lust haben bei jedem Kauf je nachdem 10 oder 20 Prozent Mehrwertsteuer auf Kram zu bezahlen. Früher hieß es- spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Leasing u. Kredite sind für mich keine Option, lieber verzichte ich auf Dinge.
Andere kaufen sich die neuesten Handys-da mein altes hinüber war habe ich mir ein gebrauchtes gekauft, das einem anderen nicht mehr gut genug war...mir tut es den Dienst u. hat sehr wenig gekostet.

Biggy



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.11.18 10:38.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.11.2018 05:35

Nein Schuldgefühle plagen mich nicht wegen meines sparsamen Lebensstiles. Was ich nicht ausgebe, muss ich nicht verdienen. Sparsam leben heisst ja nicht zu darben und nichts zu haben, sondern mit weniger gut auskommen.
Da gibts doch diese schräge Etkenntnis:
"Mit dem Geld, das man nicht hat, was kaufen, was man nicht braucht, um Leute, zu beeindrucken, die man nicht mag."
Inzwischen kann ich lächeld zusehen, wie man den Leuten egal wo und überall das Geld aus der Tasche ziehen möchte. Ich brauche vieles einfach nicht, basta.
Und dieses Ex und Hopp find ich manchmal einfach nur noch krank.
Was mir in meinem Umfeld manchmal auffällt- jeder hat sehr viel von allem, aber eines ganz wenig, Zeit, die nicht verplant ist.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.11.2018 07:00

Hobbygaertnerin schrieb:
> Was ich nicht ausgebe, muss ich nicht verdienen.

Den Satz kenne ich doch irgendwie?grinning smiley

..............................................

Gruß, ohnesalzstreuer
[miteigenenhaenden.wordpress.com].



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.11.18 07:00.

Avatar Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.11.2018 13:34

Hobbygaertnerin schrieb:
> Was mir in meinem Umfeld manchmal auffällt- jeder hat sehr viel von
> allem, aber eines ganz wenig, Zeit, die nicht verplant ist.

Die Erkenntnis, dass man die wirklich wichtigen Dinge im Leben eben nicht kaufen kann, setzt sich eben nur langsam und meist eher im fortgeschrittenen Alter durch.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.11.2018 13:12

och,
gibt auch junge Leute die das draufham
die daddeln halt vielleicht nicht ständig im www rum

hab eine junge Frau kennengelernt beim wwoofen hier in der Gegend,
die macht alle Kleidungsstücke selbst für sich und ihre Patenkinder,
lebt locker von 200 Euro pro Monat und ist zufrieden

hat mit Konsum nix im Sinn und will nur ganz naturverbunden leben
und ist dabei fit genug das auch zu schaffen

freu mich darüber!

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.11.2018 15:13

So ganz verteufeln würde ich das Internet jetzt auch nicht. Klar kann man spielen auch und Zeit verdaddeln. Für mich muss ich sagen, dass ich für meine Hobbies schon viel daraus gelernt habe an Techniken wo ich mich sonst erst in Buchläden oder der Bibliothek, soweit ich dazu was finde schlau machen hätte müssen, oder es gibt viele Anleitungen zum nacharbeiten die nix kosten, worüber sich das Knausererherz freut.

Natürlich gibt es noch Junge die was machen. Aber wenn ich bei unseren Parteien nur was in der Biotonne entsorge, kann ich echt nur mit dem Kopf schütteln dass ihnen mit den Dingen nichts mehr eingefallen ist-die sind alle jünger. Brote, Käsebrocken, Äpfel, Karotten, Kartoffeln, ganze Gurken, Kekse, Würste....drum schenke ich es mir auch mal was aus meiner Ernte anzubieten wenn ich zu viel habe u. es reicht mir schon, wenn ich bei der Verschwendung mitzahle, weil es einfach durch alle Parteien geteilt wird. Auch werden Müllsäcke hinausgestellt, die oft nicht mal halb gefüllt sind-teuer genug wären sie ja...
Ich verstehe solche Leute nicht u. ich bin wahrscheinlich für sie nur die schrullige Alte die auch kein Auto hat, aber dafür nicht im Hamsterrad rennt.

Biggy

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