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Haus und Hof : Knausererforum
Kleidung, Waschen, Putzen, Reparaturen, ...
Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10.12.2017 11:19

Ein aktuelles Bespiel:
Mein Fleischklopfer ist gerostet. War wohl mal ein Fehllauf eye rolling smiley
Nun hatte ich nach einem passenden Ersatz Ausschau gehalten, habe aber (hier bei uns) nichts passendes gefunden. Was muss so ein Teil 20 Euro kosten?? Nichts gekauft. Punkt.
Heute wollte ich aber unsere Fleischscheiben etwas klopfen...
Nun kommt "benutze das, was du hast.": meine 1/2-Liter Bügelverschluss-Trinkflasche mit Wasser gefüllt und damit das Fleisch geklopft. Ging prima. Ich werde keinen Fleischklopfer wieder anschaffen. winking smiley

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.12.2017 22:31

Schöner Faden!

Da gehts um alltagstaugliche Kreativität, das mag ich ja sehr... love

Zwei Frauen, die aus fast nix irgendwelche tollen Sachen machen kenn ich, die haben einen Second-Hand-Klamottenladen und nähen stricken basteln schreinern noch nebenbei so manche attraktiven Objekte. Super!

Ich hab Holzstücke verschiedenster Art, ohne diese gross zu beschnitzen werden daraus Klopapierrollenhalter, Borde für Gewürzdöschen in der Küche, Kleiderhakenbestandteile, Schuhabstell-Regälchen.

Macht hundertmal mehr Spass solche Sachen selbst zu machen als irgendwas Vorgekautes kaufen zu gehen.

Oder Lampenschirme hab ich vor kurzem bei Freunden gesehen, aus ein paar zusammengeklebten simplen DIN A4- Blättern, simpel und schön....

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 12.12.2017 19:35

Ob das draufschlagen mit Steaker oder Klopfer überhaupt sinnvoll ist? Werden die Fleischfasern zerrissen-lieber dünner schneiden u. mit einem schweren Kochtopf lässt es sich auch plätten.
Bei mir wird auch benutzt was da ist u. wenn mal was zu Bruch geht, auch nicht ersetzt, kein Drama. Es ist einfach genug da im Haushalt, weil ich mich von jeher schwer getan habe-funktionierendes zu entsorgen. Bei mir sind noch Töpfe meiner Mutter wie neu-weil sie die immer gespart hat u. in den alten gekocht hat.

Biggy

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15.12.2017 18:55

Geschenkanhänger:

Wie ja schon irgendwo erwähnt, bekommen bei uns nur die Kinder (und mein Schwager eye rolling smiley ) Geschenke. Trotzdem "brauche" ich Geschenkanhänger, die ich eben mit dem, was ich hatte gebastelt habe:

Aus den noch glatten Flächen eines schon einmal gebrauchten Geschenkpapiers ca. 4x8cm große Rechtecke schneiden, diese einmal falten, so dass ein Quadrat entsteht. Die gemusterte Seite natürlich außen. Mit dem Locher ein Loch für einen Wollfaden reinstanzen. Faden einziehen. Namen auf´s Papier schreiben. Fertig.

http://fs1.directupload.net/images/171216/temp/2ncatpvy.jpg


http://fs1.directupload.net/images/171216/temp/bvuqrcpv.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.12.17 14:00.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15.12.2017 19:03

Glückwunschkartenrecycling:

von Klappkarten die schon beschriebene Seite abschneiden und entweder als Grußkarte verwenden oder als einfache Karte, nicht als Karte im Umschlag mit der (deutschen) Post für 45 ct statt für 70 ct verschicken.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.12.2017 09:15

Mit der ganzen Post an Spendenaufrufen liegen meist Karten u. Geschenkeanhänger in den Briefen-wird alles gesammelt u. auch verwendet von mir. Das wird ohnehin gleich wieder weggeworfen.
Letztes Jahr habe ich für die Kinder keine Nikolosäcke gekauft. Statt dessen warme Socken gestrickt u. kleine Aufmerksamkeiten hineingepackt. Die Strumpfwolle hatte ich ohnehin daheim, weil ich laufend stricke.
Heuer habe ich es nicht mehr gemacht, der damals 6-Jährige hat ausgepackt u. die Socken in den Abfalleimer geworfen. Hatte so eine Nase u. habe reingesehen u. die wieder herausgeholt.
Die Oma verwendete dazumal genähte Beutel, die sie füllte u. die mussten wieder bei ihr abgegeben werden für`s nächste Jahr. Da sie in der Nähe wohnte, klappte das auch.
Ich hatte mal die Idee, den Kindern eigene Turnbeutel zu machen u. da Geschenke hineinzupacken. Hab`s wieder verworfen, da spezielle in dem Kindergarten verwendet werden u. nichts persönliches.

Biggy



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.12.17 09:57.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.12.2017 10:28

Biggy schrieb:

> Die Oma verwendete dazumal genähte Beutel, die sie füllte u. die
> mussten wieder bei ihr abgegeben werden für`s nächste Jahr. Da sie in
> der Nähe wohnte, klappte das auch.

Im letzten Jahr habe ich Beutel genäht *). Da die nur hier im Haushalt verwendet wurden/werden, ist das mit der Rückgabe kein Problem.
In diesem Jahr habe ich die Schleifenbänder aufgebügelt und war ruckzuck fertig mit dem Verpacken.
Unsere Mülltonnen wird wohl leer bleiben.smiling smiley

*)Als Material habe ich eine weiße Vliesdecke benutzt, welche hier irgendwie mal eingewandert ist und nutzlos rumlag. Das weiße Vliesmaterial ist unverwüstlich (weil Plastik undecided ), ist etwas elastisch und lässt sich mit den unterschiedlichsten Schleifen und Accessoires kombinieren.
So habe ich 2 fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Decke liegt nicht mehr nutzlos rum und ich habe Mehrweg-Verpackungsmaterial.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.07.2018 21:02

Zum Sauerteig ansetzen hatte ich immer ein großes Glas benutzt, welche mir vor einiger Zeit kaputt gegangen war.
Jetzt fühlt sich der Sauerteig in Omas Suppenterrine wohl.

..............................................

Gruß, ohnesalzstreuer

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[miteigenenhaenden.wordpress.com].



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.18 16:02.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.10.2018 19:55

hab zwei Paar Sandalen geschenkt bekommen, Birk.nstocks in Echtleder, nix Birkoflor, das nach zwei Monaten hin ist bei mir,
bei denen ist nur ein Teil im Kork etwas angebrochen, da wo die Lederteile in die Korksohle reingehen, und die Sohle etwas weg an einer Stelle

ich kleb das Ganze wieder und die halten noch zehn Jahre...

dann einen ganzen Karton voller ungetragener Klamotten einer Freundin, die das im Schrank hängen hatte aber nicht angezogen hat
durchaus nen Stil der mir gefällt

Winterschuhe von ner guten Marke, die nur so ne komische Wollsocke angenäht hatten für die Optik, hab das Teil abgeschnitten und prima isses

wie gut dass manche Leut sowas nicht mehr brauchen the finger smiley

die nächsten zehn Jahre kauf ich nix smileys with beer



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.18 19:55.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.10.2018 11:08

Wau, Glück gehabt!
Oft sind es eben nur kleine Reperaturen, dann ist´s wieder (fast) wie neu.

..............................................

Gruß, ohnesalzstreuer

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Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15.10.2018 07:36

Ich hab mir schon lange angewöhnt, immer wieder eim eigenen Haus einkaufen zu gehen- was sich da alles findet ;-))
Jetzt beginnt wieder der Dekoverkaufsirrsinn für herbst-, hollween- und adventlichem Hausschmuck.
Mir rollen sich da manchmal die Zehennägel auf, welcher Schund auf die Menschheit losgeschickt wird.
Ich verwende nur Naturmaterialien, die ich vor Ort finde- lässt sich dann wieder einheizen, kompostieren.
Es braucht auch nicht diese Wahnsinnsmenge an Kerzen, die man angeblich zu brauchen hat.
Wenn ich mir vor Augen halte, welche Mühe unsere Bienen haben, bis soviel Wachs für eine Kerze beisammen ist- seither bin ich ein echter Kerzenknauserer.
Der Duft und das Licht einer echten Bienenwachskerze ist ein Genuss, der in geringer Dosierung sehr gut tut.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15.10.2018 13:15

Hobbygaertnerin schrieb:

> Es braucht auch nicht diese Wahnsinnsmenge an Kerzen, die man
> angeblich zu brauchen hat.
> Wenn ich mir vor Augen halte, welche Mühe unsere Bienen haben, bis
> soviel Wachs für eine Kerze beisammen ist- seither bin ich ein echter
> Kerzenknauserer.
> Der Duft und das Licht einer echten Bienenwachskerze ist ein Genuss,
> der in geringer Dosierung sehr gut tut.

Seh ich auch so...
lieber wenig und mit nem guten Gefühl...
hab ne Freundin im Schwäbischen, die macht möglichst artgerechte Bienenhaltung (nimmt nur wenig Honig weg den Tieren und speist sie eben nicht mit grauslichem Zuckerwasser ab und so was....) und deren Kerzen kauf ich gern im Advent, verschenk ich auch... und wenn sie aufgebraucht sind gibts halt keine Kerzen mehr, egal, mach ich gern so.

Kerzen mit irgendwelchen Giftstoffen drin gibts zuhauf im Billigdiscounter, aber da mach ich lieber im Garten ein Feuer wenns mir nach Feuer ist als sowas zu kaufen....

die ganzen Weihnachtsmänner jetzt schon im Laden sind für mich ein Grund mehr, oder auch zehn Gründe, nicht mehr einkaufen zu gehen,
ist doch nur megaätzend..........................

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15.10.2018 19:01

Ich habe vor rund 3 Wochen mit kurzen Hosen in einem Laden gestanden, wo Weihnachtsdeko aufgebaut wurde.
Entsetzt sagte ich zu der Verkäuferin: "Ist es schon wieder so weit?" Sie schüttelte mit dem Kopf und meinte frustriert: "Ja, es wird immer mehr und immer früher."

Bis Weihnachten hab ich dann so den Kanal voll, dass ich froh bin, wenns rum ist.
Ich mag die ganze Deko nicht. Was soll das PlimPlim?

Ja, eine Kerze, weil´s gemütlich ist, aber nicht Stenkelfeld -> [www.familie-ahlers.de] (Ist keine Werbung, nur eine Adventsgeschichte zum Lesen)

..............................................

Gruß, ohnesalzstreuer

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.18 19:02.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.10.2018 06:42

Ist das nett zu lesen. Die vielen Lichterketten und das ganze Klimbim, einfach nur zum Grauen, aber ich muss das Zeug zum Glück weder kaufen noch in der Nachbarschaft anschauen.
Denn was ich an so manchem farbwechselnden Adventsblinki-blinki noch viele schlimmer finde, dass es oft auch die daneben wohnenden Nachbarn aushalten müssen. Schon alleine die sinnlose Verschwendung von Strom ist in meinen Augen eine Katastrophe.
Die Strategie von immer mehr und früher scheint allerdings aufzugehen, wenn die Leute um diese Zeit nichts kaufen würden, wäre damit schnell ein Ende.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hilde2 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.10.2018 21:14

Ich wohne zum Glück in einer Gegend wo am Nachthimmel noch die Sterne blinken.smiling smiley Und das soll soweit ich dazutun kann,noch lange so bleiben.Das ist mir Lichtdeko genug.
Hab gestern bei meiner Tochter (35) ein Wendeblouson entdeckt, welches ich mir vor 45 Jahren!!! zugelegt hatte. Landete dann mal größenbedingt im Dachbodenfundus, wo sie häufig "einkaufte".So ein "Hausflohmarkt" hat schon was.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hilde2 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.10.2018 21:18

Hobbygaertnerin schrieb:


> wenn die Leute um diese Zeit nichts kaufen würden, wäre damit schnell
> ein Ende.

andererseits WOVON würden die Menschen leben, die das produzieren/verkaufen....???

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.10.2018 06:11

Sicher Hilde, aber muss man im September, Oktober schon Adventsdeko, Adventsgebäck kaufen?
Würde es nicht auch im November reichen.
Auch bei den Weihnachtssternen und Amaryllies, diesen speziellen Adventspflanzen sehe ich den Trend, dass die immer früher bereits schon im Oktober zum Kaufen angeboten werden und einen Tag nach Weihnachten, spätestens um die Zeit nach Neujahr gibts die blühenden Frühlingspflanzen.
Die Blumen für die Balkone und Kübel im Garten werden schon so früh angeboten, da ist weder die Temperatur noch die Jahreszeit dafür geeignet, weil danach gleich die Urlaubslust samt den dafür nötigen Einkäufen gehypt werden muss.
Und zu den Dekoartikeln für die Herbst oder Adventszeit ganz besonders, ein paar Discounter machen den Modegeschmack für ein ganzes Land. Vor ein paar Jahren hingen überall an den Balkonen diese blöden Weihnachtsmänner wie die Einbrecher dran,
dann sinds Elche die glitzern und blinken, Erdmännchen in weihnachtlicher Bekleidung, einfach nur zum Grausen.
Fährt man durch grössere Siedlungen wird man von blinkenden und leuchtenden Beleuchtungen fast geblendet.
Inzwischen geht der Trend auch beim Christbaum zum 2.Baum, der erste im November und dann noch einen für Weihnachten.
Die Adventszeit wird als Genusszeit angepriesen, es wird gekauft, dass sich die Balken biegen und nach Neujahr wird die allgemeine Abnehmwelle wieder eingeläutet.
Was mich an der ganzen geplanten Kaufwelle so ägert, dass es so voerhersehbar ist und dass sie immer früher auf die Menschen losgelassen werden.
Sicher kann ich beim Einkaufen im Baumarkt wegesehen und ich versuche es auch- aber trotzdem, mir ist es neulich aufgefallen, draussen strahlender Sonnenschein und drinnen adentlicher Glanz, es passt einfach nicht zusammen.
Ob es Menschen gut tut, nie im Rythmus der Jahreszeit zu leben, sondern im Einkaufsrythmus der grossen Konzerne- da hab ich meine Zweifel.
Meine Herbstdeko sind derzeit ein paar Zierkürbisse, die auf dem Kompost hervorragend gewachsen sind, Kastanien, ein paar Quitten, die einen herrlichen Duft liefern.
Und für die Adventszeit frische Tannenäste und nicht die ausgetrockneten Zweige, die in den Geschäften angeboten werden.
Mach mir auch aus allem, was ich im Wald finde einen Kranz und möchte ein Stück meiner eigenen Kreativität erhalten und nicht diesem Massengeschmack nachlaufen.
Heute war in unerer Tagezeitung eine halbe Seite Werbung für Grabgestecke von einem Discounter- auch sehr billig und im Einheitsgeschmack.
Bei der Mode sehe ich es ähnlich, auch wenn man herumschaut, alle laufen mit dem gleichen Zeugs rum.
Diese Massen von Textilien, die dann wieder entsorgt werden müssen, ich finde diese Konsumwelt einfach blöd.
Und wenn ich mir die Arbeitsplätze der Menschen nur ein wenig vor Augen halte, die in China, in anderen Ländern Asiens dort arbeiten, ist das wirklich die Welt, die uns allen gut tut?
Ich merke, dass ich inzwischen ein wirklicher Knauserer geworden bin, das Geld, das dabei gespart wird, ist das eine- aber es ist eine mir immer wichtiger werdende Lebenseinstellung.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.18 06:16.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.10.2018 14:13

Tja, die Wirtschaft lebt vom Konsum u. wir Knauserer sind daher eher Schädlinge als Nützlinge. Wohin soll das ewige Wachstum aber führen, frage ich mich, die Rohstoffe sind nicht unendlich.
Heute war ja ein tolles Walnussjahr, etwas davon knacke ich u. friere zum backen ein u. da war ich sehr froh um die Plastikdosen die seit Jahren bei mir herumliegen. Wem nützt es, wenn ich die wegwerfe? Sie wurden mal produziert u. werde sie auch verwenden solange sie halten. Außer Beutel habe ich da keine Wahl die mir beim TK dient.
An Weihnachten wird es auch so sein, dass ich meinen vorhandenen Schmuck verwende, von dem vielen Kitsch halte ich nicht viel u. den Trends. Alles was blinkt ist die LED-Lichterkette am Baum.
Neue Sportschuhe war das einzige muss an Bekleidung heuer, bei allem anderen habe ich aus dem vorhandenen geschöpft.
Gemüse hatte ich seit dem Frühling eigenes u. jetzt noch Salat.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.18 14:15.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.10.2018 15:10

Hilde2 schrieb:
> Hobbygaertnerin schrieb:

> andererseits WOVON würden die Menschen leben, die das
> produzieren/verkaufen....???

das geht jetzt ins Reich der Utopie...
aber wenn weniger Kohle zur Verfügung steht, weil halt viele Konsumenten irgendnen Müll nicht mehr kaufen gehen vielleicht ein paar Firmen pleite und die Leut von denen haben auch weniger Kohle zur Verfügung um Müll zu kaufen...
klingt doch gut!

Klar, vorausgesetzt unsere stinkreichen europäischen Verhältnisse, wo es auch Arbeitslosengeld für alle gibt, fast keiner wirklich hungert und fast alle ne warme Bude haben im Winter, auch wenn kein Bling-bling mehr gekauft werden würde...
klar, wenn deshalb ein 10-jähriges Mädchen in Bangladesh ihre Arbeit verlieren würde, dann würd vielleicht die ganze Familie mehr in Schwierigkeiten kommen in Sachen "haben wir heute was zu essen?"...

nur seh ich mich deswegen dennoch nicht berufen, einen Haufen Bling-bling zu kaufen.............................................



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.18 15:11.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.10.2018 17:45

Das ist doch alles schon erforscht. Da wo die einen Arbeitsplätze wegfallen entstehen neue. Wenn weniger Drucker gekauft würden, würden Arbeitsplätze in der Druckerherstellung wegfallen, dafür aber neue bei der Ersatzteilherstellung und in Reparaturwerkstätten enstehen. Der Übergang würde wahrscheinlich aber nicht reibungslos klappen. Das ist mir auch klar.
Ich kaufe nicht irgendwelches Zeug um die Konjunktur am laufen zu halten, dafür aber Menschen und Umwelt auszubeuten, auch wenn es gern so gesehen würde.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: deepwater (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.10.2018 21:13

Ich denke auch, dass mit dem ganzen kapitalistischen System an sich etwas im Argen ist. komplett aussteigen ist leider auch bei denjenigen, die das wollen würden, nicht wirklich möglich. Irgendwie ist man ja auch ein Rädchen im Getriebe ... auch wenn man nur wenig und bewusst kauft. Ich glaube aber fest daran, dass man auch im Kleinen etwas verändern kann. Indem man selbst achtsam, sparsam und ressourcenschonend lebt. Eine Änderung auf einen Ruck ginge sowieso nicht, weil niemand wirklich eine Idee hat, was den Kapitalismus ablösen kann. Aber ich denke, dass man sich, wenn viele mitmachen, zunehmend in eine bessere Richtung bewegen kann. Auch wenn das vermutlich noch sehr, sehr lange dauern wird. Aber mehr als sein bestes tun, kann ja keiner von uns.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hilde2 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.10.2018 22:09

ich reise gern ...gedanklich...nach Utopia.Es heißt auch nicht, wenn ich die Frage aus dieser Richtung mal betrachte, dass ich den Bling -Bling auch kaufe oder besitze oder er mir gefällt...tut er nicht!winking smiley
Dekomäßig benutze ich wirklich das was ich HAB grinning smiley und mit den Jahren kommt genug zusammen,dass man IMMER was hat. ich bin auch eher naturnah unterwegs, denn z.B.Tannenäste - und die hab ich zu Hauf als Abfall der Christbaumkultur des Sohnes- bereiten mir keine Entsorgungsprobleme.Und mein Christbaumschmuck ..brauchen wir für die Enkerl...wird schon als Antiquität gehandelt.
Grabschmuck z.B.jetzt auf Allerheiligen kommt immer aus meinem Garten.

Ich hab mir abgewöhnt mich über die Vorgaben der Konsumindustrie wann mir was zu gefallen hat und ich zu brauchen/kaufen habe zu ärgern. Das schadet nur meiner Leber!grinning smiley
Außerdem will ich den ganzen Zirkus nicht mit meiner Energie auch noch füttern.Energie folgt der Aufmerksamkeit!!Wenn ich einem "Objekt" diese zuführe,nicht nur geldmäßig, sondern auch gedanklich, dann stärke ich es und wenn ich sie abziehe, dann wird es geschwächt.So einfach ist das.Ist halt meine Strategie.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 18.10.2018 05:12

@Danke Hilde,
du hast Recht. Es ist ausserdem Energieverschwendung, ich hab mir nur angewöhnt, dass ich in der Zeit von September bis Ende November möglichst wenig zum Einkaufen komme.
Ich hab neulich Schuhe zum Schuster gebracht, die weit über 30 sind, wurden wieder neu besohlt und werden mich weiterhin durchs Leben tragen. Der Schuster meinte, dass so eine hochwertige Qualität heute gar nicht mehr zu kaufen sei. Die Treter sind keinem Modediktat unterworfen, aber das interessiert mich eigentlich auch nicht.
Bin neulich an einem Schuhgeschäft vorbeigekommen, ein grosses Schild: Kaufe 3 Paar und zahle 2.
Ich musste lächeln, ich brauch das nicht.
Eigentlich zieht es sich wie ein roter Faden durchs Leben, was ich nicht brauche, muss ich nicht kaufen und dafür auch kein Geld verdienen, um mir das überhaupt leisten zu können.
hab vor längerer Zeit im Knausererbrief einen Artikel von ich glaub Christine gelesen,
sie dekoriert im Frühjahr und Herbst die Wohnung um- mit ein paar kleinen Dingen, ein ganz anderes Wohngefühl. hab schon öfters an diesen guten Tip gedacht- oder ich glaub der Tip war auch von ihr- mit Blusen und drüber und drunter, Pullis in verschiedenen Farben nach Monaten dazu anzuziehen.
Seither hab ich immer was passendes zum Anziehen.
Es wird ja so getan, als sei Shoppen ein tolles Freizeitvergnügen-
ich bin da eher nicht so der Typ dafür.
hab gestern mein Belohnungssystem mit Einkaufen im eigenen Haus befeuert, den Nussknacker wieder gefunden und draussen riesengrosse Eicheln - die kommen als Deko auf einen Kranz.
Muss der Knauserersache ein ganz dickes Danke sagen, es geht nicht nur um- benutze was du hast- sondern ganz weit darüber hinaus.
Beim Umräumen hab ich gestern wieder den kornblumenblauen Winteranorack in den Händen gehalten, der ist sicher schon an die 20 Jahre alt, ich liebe diese wunderschöne Farbe und muss mich nicht mit den dunklen, gleichförmigen Winterteilen herumschlagen, die normalerweise zum Kaufen angeboten werden.
hab einen immer noch superchicken Wintermantel, der wird heuer 30, mit einem anderen Schal sieht er immer wieder anders aus-
ich hab noch keinen Mantel gefunden, der ihm das Wasser reichen könnte.
Auf alle Fälle, ein ganz dickes Danke für all die guten Tips.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 18.10.2018 21:15

freu mich wenn ich das lese...
find ich einfach schön!

Ich hab Freude an Sachen von guter Qualität, die aber so natürlich wie möglich sind, da spielen dreissig Jahre junge Gegenstände oft in ner ziemlich hohen Liga mit...

bevor ich irgendein Massenwarenglump made in Bangladesh von hier und heute aus einem grossen Haus einer der bekannten Ketten kaufen würde, die in jeder grösseren Stadt vorhanden sind, überall der selbe Einheitsbrei, zum Kotzen eigentlich...

freu ich mich sehr über ne Trachtenjacke vom Flohmarkt für sieben Euro, die ich vor nem Jahr gefunden hab als Sonderangebot, aus echter Tiroler Steinschafwolle gemacht und kost fast nix, ist aber ne traumhafte Qualität... und zeitlos gut.
Will heut keine Sau mehr, da nicht maschinenwaschbar und im Trockner eingehend....
ist mir absolut egal, solche Schätzchen wasch ich gern von Hand...

und ausserdem liebe ich mein Spinnrad, im Winter ist das sooo schön eigene tolle Wolle zu machen...
bis daraus ein Kleidungsstück wird dauerts manchmal Jahre, aber da ist pures Glück und himmelhohe Lebensqualität drin reingestrickt oder gefilzt love



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.18 21:18.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.10.2018 07:36

Mir fiel dazu ein Satz ein, den ich vor vielen Jahren mal hörte-
wir sind arm, wir können uns keinen Schund leisten.
Heute werden die Textilien ja direkt verschleudert, ebenso Schuhe-
die Wertschätzung sinkt.
Meine über 30 Jahre alten Schuhe sind mmer noch unkaputtbar (ausser den Sohlen), hab sie neulich einen hohen Berg an den Füssen hinauf- und wieder hinabgetragen- hab mich so gefreut, dass sie mich immer so brav im Leben über Stock und Stein begleitet haben.
Merke immer mehr, ich mag nur noch Lieblingsstücke und die haben dann bei mir Familienanschluss.
@strega, ich hab mir einen Trachtenjanker aus Walkstoff vor mehr als 20 Jahren selbst geschneidert, der sieht immer noch sehr gut aus, kann ihn zu fast allen Anlässen tragen- Spinnrad stehe schon eine Weile rum, würd mich auch wieder mal reizen, vor allem Alpakawolle zu verspinnen und mir einen Poncho stricken.
So ein unkaputtbares Teil fehlt mir noch in der Sammlung.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.10.2018 08:46

Mir ist es leider schon passiert, dass bei Schuhen die Sohle gebrochen ist wenn sie Jahre ohne tragen auf dem Buckel hatten.
Jacken habe ich auch sehr lange u. wenn ich sie mir mit einem neuen selbst gemachten dazu passenden Schal auffrische, fällt das gar nicht auf u. ist ein Hingucker. Die Geschäfte wo ich die gekauft habe, gibt es längst nicht mehr-überall schießen die gleichen Ketten aus dem Boden mit billigem Einheitsbrei schlechter Qualität. Wenn man sich auf bestimmte Farben beschränkt u. zeitlosere Schnitte, lässt sich auch alles gut kombinieren. Die Altkleidersammler haben sich schon offen beschwert, dass die Qualität der Spenden massiv leidet u. mengenmäßig ist es viel aber nicht wirklich zu brauchen.
Ich habe meine sogenannte gute Kleidung für unterwegs u. das schlampigere für daheim u. so rotiert das bis es nicht mehr tragbar ist.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.10.18 08:47.

Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.10.2018 09:23

Biggy schrieb:

> -überall schießen die gleichen Ketten aus dem
> Boden mit billigem Einheitsbrei schlechter Qualität.

...und wenn man dann noch eine Konfektionsgröße unter 38 hat, wird´s z.T ganz düster.
Man hat mir schon angeboten, dass ich doch mal in der Kinderabteilung suchen soll.
Ja, früher ging das wirklich. Heute gibt es aber kaum noch Kinderklamotten, die nicht pink oder mit Rüschchen oder riesigen Aufdrucken versehen sind. Mal ganz abgesehen von der Qualität.
Jeans einfach nur dunkelblau mit gerade geschnittenen Beinen (nicht Röhren) zu bekommen, ist ein Abenteuer.

Biggy schrieb:
> Ich habe meine sogenannte gute Kleidung für unterwegs u. das schlampigere für daheim u. so rotiert das bis es nicht mehr tragbar ist.

So mache ich das auch, nur dass meine "schlampige" Kleidung vornehm "Räuberklamotten" heißen. smiling smiley

..............................................

Gruß, ohnesalzstreuer

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Re: Benutze das, was du hast.
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.10.2018 10:30

Ja, es ist gar nicht so einfach, an langlebige, haltbare und zeitlose Bekleidung zu kommen.
Für den Alltag hab ich Herrenhemden für mich endteckt. Im Sommer mit kurzarm und entsprechendem T-Shirt drunter, im Winter in Flanell und langärmigen T-Shirt- die sind superpraktisch, unverwüstlich.



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