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Avatar [Tipp] Heizen mit Scheitholz
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24.01.2017 17:30

Ein paar Komfort-Tipps für alle die mit Scheitholz heizen:
Heizen mit Scheitholz gilt ja als unkomfortabel. Ofen an, Ofen aus, Ofen an Ofen aus. Immer wieder neu anzünden, Holz ranschleppen usw. usw. und wenn man es schleifen lässt ist ruckzuck die Bude kalt.
Wir haben hier einen Holzvergaserkessel und Zentralheizung und bis vor kurzem hatte ich all diese Probleme. Dann habe ich mal bei youtube nach verbesserten Anzündemethoden gesucht und bin fündig geworden: wenn man einen Ofen "richtig" anzündet, dann arbeitet er sofort im optimalen Vergasermodus, auch ein normaler Ofen. Der Witz ist, dass man das Feuer umgekehrt anzünden muss, als man es noch aus Opas Zeiten kennt. Also beim normalen Ofen statt von unten nach oben von oben nach unten anzünden und abbrennen lassen. Beim Vergaserofen: Anzündhilfe unten rein, Holz aufstapeln und von unten anzünden und sofort die Luft umstellen. Entscheidend hierbei ist die Verwendung von Anzündhilfen, die sofort und so lange andauernd brennen bis die Holzvergasung das Feuer selbst am brennen hält. Wachsgetränkte Holzwollbällchen sind sehr gut und wenn man noch etwas Holzkohle dazu legt geht es noch schneller. Knausriger ist natürlich wenn man die Anzündhilfe selbst macht und die Holzkohle aus den Feuerresten zusammenkratzt. Bewährt hat sich bei mir etwas Papier auf dem Papierschredder mit ein paar Wachsstückchen (Reste von Weihnachten) dazu. Im Holzvergaser von unten mit einem Kerzenstummel auf einem Stock anzünden.

Der Komfortclou allerdings - zumindest beim Holzvergaser - ist der Folgende: nie den ganzen Kesselraum mit Holz vollstopfen, sondern nur 2 bis 4 Scheite und dann nach 3-7 Stunden die Glut über der Düse zusammenraufen und wieder 2-3 Scheite nachlegen. So kann der Ofen quasi im Dauerbetrieb laufen. Allerdings wird dadurch in den allermeisten Fällen zwar weniger aber immer noch zu viel Wärme produziert. Deshalb die Zeit zum Nachlegen je nach Wärmebedarf bis zu 7 Stunden ausdehnen, dass der Ofen eine Weile ruht, aber noch Glut vorhanden , der Ofen warm ist und schnell weitergeheizt werden kann. Damit lässt sich auch die Nachtlücke überbrücken. Soll der Ofen noch länger ruhen entweder eben neu anzünden (geht ja jetzt schnell) oder nach 7 Stunden, ohne mit dem Gebläse das Feuer aktiv anzufachen ein paar Holzscheite auf die Glut nachlegen, dass diese in den nächsten Stunden ganz langsam abbrennen.
Mit dieser Methode ist mir eine quasi kontinuierliche Feuerung gelungen, die an den Wärmebedarf leichter anzupassen ist, als durch ständigen Wechsel zwischen Volllastbetrieb und Ofen ganz aus und kalt.
Ich meine dadurch auch Brennstoff gespart zu haben, da es bei nur wenigen Scheiten im Brennraum keinen Hohlbrand o.ä. gibt, das den Wirkungsgrad und die Verbrennung verschlechtert. Auch scheint weniger Asche anzufallen, was für eine bessere Verbrennung spricht.



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