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Erwerbsleben, davor, danach und mittendrin im Job
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Avatar Grundeinkommen für alle
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.03.2007 12:53

gefunden von Angelika in der TAZ:

Wie sich Wissenschaftler STraubhaar ein Grundeinkommen vorstellt!
taz vom 27.3.2007, S. 3, 111 Z. (TAZ-Bericht), KATHARINA KOUFEN

Originalzitat
Der Wissenschaftler schlägt nicht mehr und nicht weniger vor, als jedem Menschen in Deutschland monatlich Geld zu überweisen. Egal, ob Baby oder Greis, ob arm oder reich. In seinen Berechnungen geht er von 600 Euro als Untergrenze aus, in einer anderen Variante sind es 800 Euro. Darin ist eine Gutschrift von 200 Euro für die Krankenkasse enthalten. Im Gegenzug würden alle anderen Sozialleistungen gestrichen: Rente, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld, Wohngeld. So jedenfalls lautet die radikalste Version seiner Berechnungen. In einer abgemilderten Form wären Wohngeld und Hilfe in besonderen Lebenslagen weiterhin möglich.

Finanziert werden soll das Ganze über Einkommensteuern. Alle würden gleich behandelt: 50 Prozent soll der einheitliche Steuersatz betragen. Jeder selbstverdiente Euro würde versteuert. Das Grundeinkommen gliche einer Steuergutschrift: Wer gar nichts zusätzlich verdient, behält das Geld in voller Höhe. Wer arbeitet, verrechnet seine Steuerschuld mit dem Grundeinkommen. Bei bis zu 1.200 Euro im Monat erhält man vom Staat einen Zuschuss. Ab 1.200 Euro zahlt man de facto Steuern. Wer 10.000 Euro pro Monat verdient, käme auf 5.600 oder 5.400 Euro netto. Heute sind es für einen kinderlosen Alleinstehenden knapp 5.200 Euro.

Straubhaar geht es dabei weniger um den linken Traum der Befreiung des Menschen von Erwerbsarbeit. Auch will er nicht das Gute im Menschen freisetzen - ein Argument, das etwa der Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) benutzt. Straubhaar ist aus ökonomischen Gründen überzeugt: Ein "Systemwechsel" ist nötig. "Die Fundamente des heutigen Sozialstaats wurden in den Fünfzigerjahren gelegt, einer Zeit der Vollbeschäftigung und des Wachstums." Heute dagegen seien "Arbeitslosigkeit, gebrochene Lebensläufe, schwaches Wachstum" die Regel.

Michi

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: marina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.03.2007 14:42

Das ist unter anderem eine Forderung der Violetten.
Der Mensch hat ein Recht auf Grundversogung und das mit seiner Geburt.
Mit diesem Grundeinkommen hat jeder Mensch die Möglichkeit sich nach bestem Wissen und Gewissen zu entfalten, ohne das er von diesem Einkommen abhängig ist.
Das heisst für mich das jeder der arbeitet , es aus Liebe zur Arbeit tut und nicht des Geldes wegen und ergo diese Arbeit auch gerne tut.
damit auch gewissenhafter.
Es ist sicher naiv von mir zu glauben das es der einzige Grund dafür ist, natürlich hat es auch ökonomische Vorteile, denn es wird viel Geld dabei gespart welches man EIGENTLICH nun in die Bildung investieren könnte..
Allerdings malen die Mühlen vor allem in Deutschland recht langsam und von daher wird es noch viele Disskusionen geben und es wird sehr oft Wahlthema werden. Aber vielleicht lohnt sich es dafür zu kämpfen, damit unsere Kinder das erleben.

www.diegedankenweltdermarinasa.de

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.03.2007 21:36

marina schrieb:
> Das ist unter anderem eine Forderung der Violetten.

Gefordert wird viel in der Politik ...

> Der Mensch hat ein Recht auf Grundversogung und das mit seiner
> Geburt.
> Mit diesem Grundeinkommen hat jeder Mensch die Möglichkeit sich nach
> bestem Wissen und Gewissen zu entfalten, ohne das er von diesem
> Einkommen abhängig ist.

Naja, von dem Einkommen ist er dann schon abhängig, wenn er kein anders aus eigener Erwerbsarbeit hat. Ganz ohne Geld zu leben ist gesamtgesellschaftlich wohl kein praktikables Modell.
Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, wäre aber jeder unabhängig davon eine eigene Erwerbsarbeit zu haben.

> Das heisst für mich das jeder der arbeitet , es aus Liebe zur Arbeit
> tut und nicht des Geldes wegen und ergo diese Arbeit auch gerne tut.
> damit auch gewissenhafter.

Vor allem würde jeder das tun was er gerne tut und damit hochmotiviert und sozial produktiv. Innere Kündigung ist heutzutage eine Volkskrankheit. Bedingungsloses Grundeinkommen ist die Therapie dagegen.

> Es ist sicher naiv von mir zu glauben das es der einzige Grund dafür
> ist, natürlich hat es auch ökonomische Vorteile, denn es wird viel
> Geld dabei gespart welches man EIGENTLICH nun in die Bildung
> investieren könnte.

Vor allem könnte man den halben Sozialverwaltungs- und -bespitzelungsapparat abschaffen. Nicht nur die Arbeitslosen könnte man mit 600 EUR nach Hause schicken, sondern auch die Angestellten den Arbeitslosenverwaltungsamtes.

> Allerdings malen die Mühlen vor allem in Deutschland recht langsam und
> von daher wird es noch viele Disskusionen geben und es wird sehr oft

und vor allem sinnlos-populistische Diskussionen, denn wir haben in dem Staat ja sowieso nix zu melden.

> Wahlthema werden. Aber vielleicht lohnt sich es dafür zu kämpfen,
> damit unsere Kinder das erleben.

Ich kämpfe erst mal für ordentliches, politisches Werkzeug um so etwas umsetzen zu können. Wenn ich eine Autobahn fegen will, mach ich das ja auch nicht mit der Zahnbürste.

Gruss

Orinoco

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: marina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.03.2007 23:21

>>>Naja, von dem Einkommen ist er dann schon abhängig, wenn er kein anders aus eigener Erwerbsarbeit hat. Ganz ohne Geld zu leben ist gesamtgesellschaftlich wohl kein praktikables Modell.
Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, wäre aber jeder unabhängig davon eine eigene Erwerbsarbeit zu haben. <<<<



Dieses Grundeinkommen ist dann auch unabhängig davon ob jemand arbeitet oder nicht.
Wobei sich hier die Frage stellt, was ist ARBEIT und was nicht?


>>>>>>Vor allem könnte man den halben Sozialverwaltungs- und -bespitzelungsapparat abschaffen. Nicht nur die Arbeitslosen könnte man mit 600 EUR nach Hause schicken, sondern auch die Angestellten den Arbeitslosenverwaltungsamtes. <<<<<<<<


Na davon geh ich jetzt mal aussmiling smileyUnd da kann man ne Menge Geld einsparen,


>>>und vor allem sinnlos-populistische Diskussionen, denn wir haben in dem Staat ja sowieso nix zu melden<<<<<<<

Boah, wie negativsad smiley


>>>>>Ich kämpfe erst mal für ordentliches, politisches Werkzeug um so etwas umsetzen zu können. Wenn ich eine Autobahn fegen will, mach ich das ja auch nicht mit der Zahnbürste.<<<<<<

Wie genau sieht das aus???????

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Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: descantes (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28.03.2007 09:25

Interessant, daß die taz für ein Modell wirbt, das die gesamte Sozialversicherung privatisiert, eine Kopfpauschale in der Krankenversicherung einführt und zusätzlich die Bezüge von Sozialhilfeempfängern radikal reduziert.

Blöd ist in dem Modell derjenige, der mehr als 1200 € verdient. Von jedem zusätzlichen Euro gehen erstmal 50 cent an den Staat, von den restlichen 50 cent muß Arbeitslosen- und Rentenversicherung bezahlt werden. Viel bleibt dann nicht mehr übrig. Gewinner wären Großfamilien. Ein paar mit sieben Kindern hat aus dem Stand Anspruch auf 7200 € netto, auch ohne Arbeit. Verkürzt: Kann so niemals funktionieren.

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Barney (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29.03.2007 01:54

Ich halte ein Grundeinkommen (oder wie immer man es nennen mag) aus den unterschiedlichsten Gründen für begrüßenswert. Allerdings glaube ich nicht, dass dann jeder nur noch die Arbeit machen braucht, die ihm Spaß macht. Wer bügelt dann?

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29.03.2007 10:40

"Ich halte ein Grundeinkommen (oder wie immer man es nennen mag) aus den unterschiedlichsten Gründen für begrüßenswert. Allerdings glaube ich nicht, dass dann jeder nur noch die Arbeit machen braucht, die ihm Spaß macht. Wer bügelt dann?"

natürlich weiterhin die Hausfrau, die hat es doch bisher auch gemacht, weil es fertig werden mußte und nicht, weil sie dafür Geld bekommt winking smiley

und es gibt Menschen, die bügeln gerne!

liebe Grüße
Lehrling

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: martin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23.09.2007 12:12

Ich halte das sog. "Grundeinkommen" für eine ausgemachte Schnapsidee.

Es wird nämlich genauso gut funktionieren wie das Schlaraffenland ;-)

Martin

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: marina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23.09.2007 19:42

ja gut, so wie Du denken die meisten, auch ich hab am Anfang gedacht das es totaler Schwachsinn ist, aber erstens wird das noch gaaaaaanz lange dauern bis es soweit ist, allerdings und das ist zweitens setzt es auch ein gewisses bewusstsein vorraus und auch DAS wird wohl noch eine weile dauern :-)
Aber drittens, wenn man sich dann mal ernsthaft damit beschäftig, ist es SO verkehrt gar nicht. es gibt darüber ganz viele Sachen im Internet.
Ich kann nicht behaupten das ich bedingungslos damit einverstanden bin, aber ich sehe es als EINE Möglichkeit. :-)

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Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: marina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24.09.2007 08:14

Das GE bringt eigentlich allen Beteiligten Vorteile, durch die Einführung des GE ist die Grundsicherung des Menschen gewährleistet, es wird an JEDEN Bürger mit festem Wohnsitz bezahlt.Es entfällt ausserdem die Rentenversicherung (Menschen welche sich bis dahin noch zusätzlich versichert haben, erhalten diese Gelder natürlich auch ) Es bringt der Wirtschaft insofern Vorteile das der enorm hohe Lohnnebenkostenanteil entfällt, damit wird "Arbeit billiger" Da niemand in ein existenzielles Loch fallen kann wird natürlich auch der Arbeitsmarkt flexibler gestaltet, allerdings wird es leichter sein den Mittelstand wieder zu fördern da niemand mehr Angst um seine Existenz mehr haben muss.
finanziert werden könnte es über die Quellensteuer, oder Mehrwertsteuer oder aber auch durch die Umstellung von Quellensteuer auf Konsumsteuer.
Die Befürchtung oder auch die Einwände das niemand mehr arbeiten geht, teile ich nicht, weil man wenn man den arbeiten geht auch mehr Geld zur Verfügung hat, aber auch weil der normale Mensch arbeiten möchte und bestimmte Berufe die nicht so beliebt sind, werden dann natürlich auch besser bezahlt. Das Ziel ist das die Wirtschaft der Gesellschaft dient und nicht umgekehrt wie es zur Zeit ist.Wirtschaft hat sich den sozialen Bedingungen anzupassen und nicht die sozialen Bedingungen der Wirtschaft.

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Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: schattengruen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25.09.2007 04:08

Ich empfehle als Lektüre den Schockwellenreiter von J. Brunner. spinning smiley sticking its tongue out

Bin für das Grundeinkommen, würde aber definitiv nicht aufhören zu arbeiten.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: martin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25.09.2007 07:59

Ich denke, es ist unfinanzierbar.
Zudem dürfte eine erhöhte Mehrwertsteuer zum Konsumtourismus in Nachbarländer führen, d.h einem Wegbrechen des Inlandkonsum.

Man müsste die Grenzen wieder dicht machen -> ein Unding.

Ausserdem: Was ist mit der Finanzierung der Neuverschuldung (Banksicherheit) und den laufenden Zinszahlungen auf die Bundeschulden?
Woraus sollte dieses Geld entnommen werden, wenn "alles" an "alle" verteilt wird?

Was ist mit Zuwanderung von Auslandsverwandten, wo sie hier "kostenlos" leben können?

Massenhafte Scheinehen, Motto: Hol dir eine Frau aus dem Ausland, der Staat zahlt für sie.

Die Idee eines sog. Grundeinkommens ist völliger Murks meiner Meinung nach..


Martin

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: marina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25.09.2007 08:32

Korrekt, das sind alles Fragen die auch ich damals gestellt habe und einige davon stell ich noch heute.
Angenommen (und du kannst immernur annehmen weil es noch eine Überlegung ist)
das Ganze würde auf die Mehrwertsteuer verlegt, klar würden alle in die Nachbarländer rennen und einkaufen, aber da gäbe es dann die Möglichkeit der EINFUHRSTEUER und dann ist es ja so, das ja der Regionalkauf gefördert werden soll und das nicht nur begrenzt auf Lebensmittel. Das heisst wenn ich hier einen Kühlschrank kaufe der wahrscheinlich genauso teuer sein wird wie jetzt, da zwar 50 %Mwst drauf sind aber der Produktpreis ja weitaus niedrieger, ist der definitiv preiswerter als wenn ich den z.B. in Polen kaufe wo ich zum Preis (in welchem auch eine MWST drauf ist) und Benzinkosten noch mal eine Einfuhrsteuer zahlen muss.
Es ist sogar die Rede davon noch eine Art Regionalgeld einzuführen, aber das ist nur EIN Gedanke,die Zinsen sind auch so ein Thema, es gibt viele Parteien und organisationen die den Zinseszins abschaffen wollen und da gibt es ganz gute Modelle, kann man sich alles ergooglen :-) und das BGE wird nur an die gezahlt, die einen deutschen Wohnsitz haben und natürlich sind auch noch viele viele Feinabstimmungen nötig, gerade was die Zuwanderung betrifft.
Ich persönlich finde die GRUNDIDEE nicht verkehrt, wie sie umgesetzt wird und vor allem WANN sie umgesetzt wird, ist eine andere Geschichte, denn dazu müsste auch das System geändert werden, das Bewusstsein der Menschen müsste sich soweit ändern das zum Beispiel auch der Ruf nach QUALITÄT statt QUANTITÄT lauter wird und die Wirtschaft sich darauf einstellt.Ausserdem ist das BGE nicht so hoch das man davon wie Gott in Frankreich leben kann, sondern nur so hoch das die Grundexistenz der Menschen abgesichert ist.
Und dann würden auch riesige Verwaltungsapparate, wie z.B. das Arbeitsamt,Bundesrentenanstalt, Sozialamt nicht mehr existieren...das allein könnte schon zur finanzierung ausreichen :-)
Ausserdem setzt es auch eine grundlegende Steuerreform vorraus,und zwar in Form einer Vereinfachung,....so ich muss los, ich kann später noch mehr schreiben :-)

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Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Diana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.09.2007 01:25

Ich halte das Grundeinkommen für einen perfiden Beschiß. Dieser Herr Götz Werner hat einen Betrag genannt, der noch deutlich niedriger ist als Hartz IV, weil nämlich die Mehrwertsteuer auf 50% heraufgesetzt werden soll.

Dafür soll die progressive Einkommenssteuer, nach der Reiche auch prozentual mehr Steuer zahlen als Arme, abgeschafft werden, obwohl sie auf dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes beruht.

Wenn du zu krank oder zu alt zum arbeiten bist oder keine Arbeit findest, braucht man nicht mal mehr eine Behörde. Du kannst wie in Amerika im Pappkarton leben und Dir von Deinem Grundeinkommen bis zum 15. eine Schale Reis leisten. Für den Rest des Monats stehen kirchliche Einrichtungen oder die Mülleimer der Reichen zur Verfügung.

Natürlich gibt es ein paar Idealisten, die das Paradies auf Erden an die Wand malen, nur haben die nichts zu melden. Wenn die Reichen der Gesellschaft etwas Gutes tun wollen, dann sollen sie mal ihre legale und illegale Steuerhinterziehung beenden.

Alles, was du besitzt, besitzt auch dich.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: marina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.09.2007 08:03

Ja, aber wenn man schaut wieviel Steuer wir jetzt bezahlen, sowohl die offizielle als auch die extra Steuern, welche die wenigsten wissen, dann wird sich das preislich kaum verändern.
Ich meine wir zahlen Steuern auf die Steuern, das Produkt selber kostet nur die Hälfte (höchstens) von dem was der Hersteller verlangt, wenn als nur das Produkt und nicht die dazu gehörige Arbeitskraft besteuert wird, bleibt der preis der gleiche.
Wenn man mal überlegt wieviel auf das Endprodukt an Steuern liegt, angefangen von Hersteller, Transportunternehmen, Grosshändlern, noch mal Transport und dann noch mal der Handel und überall kommen neue Steuern rauf...das ist wahnsinn.
Die soziale Seite hat und tut es immer noch, auch mir Bauchschmerzen bereitet, gerade weil diese Vorschläge direkt aus der Wirtschaft kommen und Wirtschaft nicht wirklich sozial ist, aber da es sowieso überhaupt noch keine festen Überlegungen sind, sondern einfach mal nur die Gedankengänge Einzelner mit endlos vielen Variablen. Niemand kann tatsächlich sagen wie hoch dieses BGE sein wird, und dann das Ganze drum herum, ich denke das wird noch sehr lange dauern bis es TATSÄCHLICH ein Thema ist.

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Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Dana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.08.2008 16:49

600 Euro wären auch zu wenig für die heutigen Lebenskosten die wir haben.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Hilde (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.08.2008 20:55

Kommt drauf an,was ich davon alles finanzieren müsste.
hilde

Liebe Grüße
Hilde
Dieser Beitrag ist fehlerfrei; Ausnahmen bestätigen die Regel.

Du bist was Du denkst und was Du denkst strahlst Du aus. Und was Du ausstrahlst ziehst Du immer unweigerlich an.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Diana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.08.2008 23:53

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein großer Schwindel und deshalb wird nicht mehr darüber diskutiert. Die Finanzierung über die MWSt würde ca. eine Verdoppelung der Preise bedeuten und damit könntest Du selbst von einem nominal recht hohen Betrag nicht leben.

Ein Grundeinkommen, von dem man etwas besser leben kann als von Hartz IV einschließlich Miete, Krankenversicherung und Nahverkehr, ist nicht finanzierbar. Denn wenn man wirklich davon, wenn auch bescheiden, existieren könnte, würden sehr viele Menschen, darunter auch ich, nicht mehr fremdbestimmt arbeiten. UNd woher soll dann das Geld kommen.

Da dieses Grundeinkommen ja jeder bekäme, wäre für eine ganz breite Schicht von Arbeitnehmern kein finanzieller Anreiz zur Arbeit mehr da, einen anderen haben viele sowieso nicht. Schon heute liegen viele Arbeitnehmer unter den schändlichen Sätzen von Hartz IV. Die müssen diese Zwangsarbeit verrichten, weil sie sonst garnichts kriegen.

Das ganze Ding ist doch ein Ablenkungsmanöver, damit die Leute nicht anfangen, mal über die wirklichen Ursachen der Misere nachzudenken.

Alles, was du besitzt, besitzt auch dich.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.08.2008 10:14

Man sollte erstmal bedingungsloses Arbeitslosengeld bezahlen.
Ich meine, jeder bekommt das Arbeitslosengeld, wenn es ihm zusteht, wie bisher, ABER: er braucht nicht mehr nachweisen, das er sich tatsächlich um Arbeit bemüht. Also, er braucht keine Scheinbewerbungen mehr vorlegen und kann jedes Angebot vom Arbeitsamt ablehnen, was ja sowieso fast nur "Vermittlungsvorschläge" zu Leihfirmen sind. Es soll jeder eigenverantwortlich nach Arbeit suchen, wer ins Hartz abrutschen will, der sucht eben nicht. Und das ganze Herumgeeier, die Erklärungen, wenn das vom Arbeitsamt aufgedrängelte Stellenangebot nicht gefällt, aus welchen Gründen auch immer, entfällt. Das Arbeitsamt soll bei der Suche nur helfen, wenn es der Arbeitslose wünscht, oder bei Fortbildungsmaßnahmen/Umschulungen.
Das hätte auch den Effekt, daß die Arbeitgeber nur noch Bewerbungen im Briefkasten haben, wo der Absender tatsächlich interessiert ist und nicht nur so zum Schein!!! Und die noch eingehenden ernsthaften Bewerbungen kann er dann auch noch selber alle durchsehen und braucht diese Arbeit nicht an private Arbeitsvermittler oder Leihfirmen abgeben. Und die Kosten für die arbeitgeber für das Zurückschicken der Bewerbungsunterlagen würden auch sinken.

Ich denke, daß spart ne Menge Geld, wenn dadurch der Verwaltungsapparat im Arbeitsamt gewaltig abgebaut werden kann.

Die Arbeitslosen brauchen keine "Vermittler" die nur Listen von Leihfirmen ausdrucken!

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: martin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.08.2008 11:01

> der Betrag bei 800 - 1200 EUR x 14 im Jahr.

Warum so zaghaft?
Warum nicht gleich 2000 oder 5000 pro Monat?
Überleg mal, wie das die Konjunktur ankurbeln würde, wenn jeder mit der Knete um sich werfen könnte.

Denn wenn das BGE angeblich prinzipiell funktioniert, dann doch auch mit einem deutlich höheren Betrag.

Finanzierung?
Kein Problem, Steuern rauf, dann klappt das schon mit dem BGE.
Dadurch kommt das Geld ja wieder rein.


> Es geht einzig und alleine um den politischen Willen.

Genau.
Sachgründe, Realitäten, gesunder Menschenverstand stören blos.....



> wenn dadurch der Verwaltungsapparat im Arbeitsamt gewaltig abgebaut werden kann.

Dieser unsäglich ineffiziente Apparat wird doch nur deshalb am Leben gehalten, damit die Leute dort eine Beschäftigung haben.
Man stelle sich vor, die wären auch arbeitslos.
ABM-BA.


Das grundlegende Dilemma unserer Gesellschaft ist mMn der anstehende historische Richtungswechsel von Wachstum
hin zu Stagnation oder gar Schrumpfung.
Dafür gibt es noch kein Rezept.
In ein paar Jahren werden wir ein müdes, innovationsarmes Renterland sein, dass auf Besitzstandswahrung setzt.

Dann in weiteren Jahrzehnten wird uns die ganze Welt darin nachfolgen, weil sie auch überaltert.
Die Aufbauzeiten sind vorbei.
Wie sollte ein Übergang aussehen?

LG
Martin

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.08.2008 17:41

Die "Fallmanager" vom Arbeitsamt als Leiharbeiter ab in die Produktion zum AMP-Tarif - und zwar im 3-Schicht-System! angry smiley

Das ist jetzt entlehnt vom Spruch: Stasi in den Tagebau!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.08 12:00.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: martin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.09.2008 15:25

Hallo Markus,

war ja auch etwas zynisch gemeint smiling smiley


> Meiner Meinung nach ist es ein Nullsummenspiel, aus der rechten Hosentasche wird dir das Geld genommen und in die linke Hosentasche...

Leider nein.
Man bedenke, dass aus dem normalen Geldkreislauf ständig Geld entnommen wird.
Und zwar durch die Zinszahlungen an Kapitaleigner.
Etwa jeder 5. Steuereuro landet deshalb NICHT im Konsum sondern auf dem Konto eines "Reichen".
Daher können von 5 eingenommenen Steuer-Euros auch nur 4 wieder als BGE ausgeteilt werden.
Das ist der Tod eines Umverteilungssystems.

Wenn man jetzt auf die Idee käme, einfach mehr Geld in Umlauf zu bringen, dann führt das zu Inflation.
Daraus ergeben sich zwangsläufig steigende Preise, so dass das BGE ständig erhöht werden müsste.

So oder so, es geht nicht.

LG
Martin

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Sparschweinchen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.09.2008 17:00

Das Thema ist SEEEHR interessant.

Ein richtiges Streitthema - was die Höhe betrifft.

Wieviel soll ich als Grundeinkommen bekommen?
Soviel, dass ich mir gerade eine Wohnung und Lebensmittel leisten kann, ein bisschen Gardarobe um nicht nackt herumzulaufen?

Oder soviel, dass ich jedes Jahr 2x auf Urlaub fahren kann, mir jede Woche eine gesamte Kleiderschrankausstattung kaufen kann. Mich mit einem tollen Flitzer sehen lassen kann, obendrein noch sämtliche Spielkonsolen, Alkohol, Zigaretten, PC , .... haben kann (das wäre doch da drinnen oder etwa nicht - "zitter") Wäre doch schrecklich, wenn DAS Vater Staat plötzlich NICHT mehr zahlen würde.

Ich schätze einmal, dass das Grundeinkommen auch für Arbeitslose gilt - oder?

Toll, da braucht man doch gar nicht mehr arbeiten zu gehen, wenn einem eh HINT und VORN das ganze Geld REINGESCHOBEN wird!!! angry

Immer nur dieses SCHEIßGELD!
Schafft doch endlich diese MONETEN ab und die STREITEREIEN hören auf!!!

lg sparschweinchen

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Quirie (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.10.2008 16:08

Zitat:
Martin
Was ist mit Zuwanderung von Auslandsverwandten, wo sie hier "kostenlos" leben können?
Massenhafte Scheinehen, Motto: Hol dir eine Frau aus dem Ausland, der Staat zahlt für sie.

Das geistert noch immer in den Köpfen Vieler herum, ist aber schon lange keine Realität mehr.

Bundesverwaltungsgericht

_________

LG Quirie

Man sollte gar nicht glauben, wie gut man auch ohne die Erfindungen des Jahres 2500 auskommen kann.

Kurt Tucholsky




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.08 17:03.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.02.2009 14:32

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1422

Ich weiß ja nicht, wie hoch die Konsumsteuer ausfallen würde, daher kann man auch nicht sagen, ob die 1500 EUR in Ordnung wären.

Man müßte sich ja vor weiteren Zuzug (Einwanderung) Abschotten,bzw. dies weitgehend verhindern oder minimalsieren, in verträglichen Rahmen halten. Und da müßten sich die schon pervers antideutschen Linken so was von überwinden, das ginge gar nicht. Und dann hätten wir noch die EU, die Abschaffung der europäischen Nationalstaaten. Alles nicht so einfach, obwohl ich die Idee an sich prima finde, also das mit dem bedingungslosen Grundinkommen.

Das wäre das friedliche Ende des real existierenden Pervers-Kapitalismus.

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.02.2009 19:22

natürlich alle,ist nämlich ein Grundeinkommen, und der Arbeitslohn ist zusätzlich - also durchaus ein Ansporn.

liebe Grüße
Lehrling

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.02.2009 10:40

Dann würde es nur zu einer Teuerungswelle führen.
Es kann zu einer Teuerungswelle führen, es kann sich aber auch in die andere Richtung entwickeln.



liebe Grüße
Lehrling



Auf das Schlimmste gefaßt sein, aber das Beste hoffen und die Energie auf die Hoffnung richten!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.09 10:41.

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17.02.2009 16:12

Man weiß ja nicht, wie die Masse an Arbeitnehmern reagiert.
Mal angenommen, die Preise bleiben stabil, liegen etwas höher als jetzt, wegen der Konsumsteuer (oder auch nicht?).
Der Arbeitgeber würde auf einen Schlag in eine verdammt schlechte Verhandlungsposition rücken, zumindest bei allen, bei denen die Arbeit gezwungenermaßen ein Broterwerb ist und nicht als gerne nachgekommene Berufung ansehen. All jene, die schon lange die Schnauze voll von ihrem Job haben, und das dürften sehr viele sein, würden die Arbeit hinschmeißen oder andere Konditionen aushandeln (Arbeitszeit! Arbeitsbedingungen) können. Und wie würde sich der Lohn entwickeln? Sinken? Weil man ja schon Geld vom Staat erhält? Gleich bleiben oder sogar steigen, damit überhaupt jemand auf Arbeit erscheint?
Würden die vielen beschissenen Knochenjobs, die in Wahrheit niemand gerne tut, endlich besser bezahlt? Wer würde sich schon die gesundheitlich ruinöse Arbeit im Drei-Schicht-System antun? Ohne Not drinking smiley .
Der Arbeitnehmer würde sich doch einfach nicht mehr unter Druck setzen lassen. Drum glaube ich nicht, daß sich diese Idee durchsetzen wird, das macht der allmächtige Kapitalist nicht mit.
Also, ich würde sagen, wie sich das Ding entwickeln würde, das kann wohl keiner verläßlich voraussagen. Und wenn Ängste und Befürchtungen überwiegen, dann ist sowas auch nicht mehrheitsfähig. Auch wenn alle übelst Ausgekloppten sich das sehnlichst wünschen.

Für mich wäre ein wichtiger Schritt erstmal ein bedingungsloses Arbeitslosengeld einzuführen. Ich meine, der Arbeitslose muß nicht mehr nachweisen, daß er sich um Arbeit bemüht. Dies wird grundsätzlich angenommen, dies wird unterstellt, da fast kein Mensch später vom HIV-Betrag langfristig oder für immer sein Dasein fristen möchte. Dann wäre es vorbei mit der Willkür der "Arbeitsvermittler".

Avatar Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 18.02.2009 19:53

interessant zu lesen

liebe Grüße
Lehrling

Re: Grundeinkommen für alle
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.04.2009 19:07

Zitat:
Ich gehe davon aus, daß sich die Preise erhöhen würden, da das Grundeinkommen angenommen wird. Auch die Mieten würden ansteigen. Für den ach so bösen Kapitalisten würde sich das Grundeinkommen kaum auswirken, dann werden auch noch die letzten Arbeitsplätze verlagert.

Vollkommen schleierhaft, wie Du zu solch Aussagen, Annahmen kommst.
Die Preise richten sich nach Angebot und Nachfrage. Das gleiche gilt für die Mieten, Du würdest als Immobilienbesitzer auch bei einem bedingungslosem Grundeinkommen Deine Mieten nicht einfach so erhöhen können, wenn genügend andere leere Wohnungen zur Verfügung stehen. Klar, kannst du erhöhen, aber dann hast du alsbald weniger als zuvor, nämlich nichts, da deine Mietwohnungen leerstehen.

Vielleicht würden die Lohnkosten sinken? Dann hätte ja dein Kapitalist weniger Grund die Arbeistplätze ins Ausland zu verlagern.

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