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Finanzen : Knausererforum
Geldfragen oder wie man mit möglichst wenig davon auskommt, Geldalternativen
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Re: Frugalismus ohne essbare Früchte ist möglich!?
geschrieben von: Hilde2 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28.04.2019 22:31

Gott sei Dank, jetzt habe ich endlich einen passenden, interessant klingenden Namen für das, womit ich mir schon mit 4 Jahren, begleitet von meinem Hund, tagelang im Wald und am Bach die Freizeit vertrieb (Moosburgen bauen, Pilze suchen, Forellen fischen ..und sie nie erwischen... und...smiling smileyzum Schlafen..außer einem Erschöpfungsnickerchen...bevorzugte ich aber das eigene Bett.

Re: Frugalismus ohne essbare Früchte ist möglich!?
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29.04.2019 07:17

Hilde2 schrieb:
> Gott sei Dank, jetzt habe ich endlich einen passenden, interessant
> klingenden Namen für das, womit ich mir schon mit 4 Jahren....


Siehste, da wurde dir geholfen.smiling bouncing smiley

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Gruß, ohnesalzstreuer [miteigenenhaenden.wordpress.com]

Nein, ich verdiene damit kein Geld. Ich will meinen Lesern zeigen, dass man auch ohne viel Geld auszugeben, z.B. durch Selbermachen, Reparieren, Ersetzen von Einweg- und Wegwerfartikeln, Verwenden von vorhandenen Dingen anstatt neue Sachen zu kaufen u.s.w., gut klarkommen kann.

Re: Durch sparen Millionär werden?
geschrieben von: Cephalotus (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.07.2020 22:39

Machbar ist es schon, es hängt vor allem davon ab, wieviel man monatlich zu Seite legen kann, wie zeitig man anfangen kann (am besten in den 20ern) und wie glücklich das Hndchen beim Investieren ist.

Die deutschsprachigen Finanzblogger sind meist gut verdienende in den 20er und 30ern, die mal eben 2/3 des nettoeinkommens zur Seite legen durch sparsames Leben und das Geld dann eben in aktien anlagen.

Die Erwartzungshaltung ist dabei, dass nach Steuern und Inflation wenigstens 4% Zins raus kommt, manche rechnen auch mit 6% oder 7%.

Das sieht dann so aus:
[frugalisten.de]

Die Beispiele aus den USA sind meist noch extremer.

Die letzten 10 Jahre hätte das mit einem Indexfonds auch grob so funktioniert, aber das ist Vergangenheit. Wie dienächsten 10 Jahre sein werden ist schwer zu sagen.

Ich selbst bekomme das nicht hin.

Ich bin heute zu alt, mein Einkommen passt, aber meine Sparrate eher nicht und vor allem schaffe ich keine vernünftige Rendite mit dem was ich mit meinem Geld mache.

Die Million werde ich also sehr wahrscheinlich nicht mehr bekommen.

Andererseits kann man von den Fruglasiten lernen, dass man die Million auch nicht unbedingt braucht, evtl reicht auch schon eine halbe.

Und wenn man es nur als Zubrot zur Rente sieht sind selbst 100.000 Euro besser als garnix. So gesehen ist sparen immer sinnvoll, wenn man plant es später auch mal zu verwenden.

MfG

Re: Durch sparen Millionär werden?
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20.07.2020 10:23

Ja, bei den Frugalisten ist das Anlegen Von Ersparten in Fonds zur Zeit ein ganz aktiv diskutiertes Thema.

Natürlich ist das eine Art sich auf den Ruhestand (wann auch immer) vorzubereiten.

Für mich sind aber andere Sachen mindestens genau so wichtig: Welche Fähigkeiten kann ich erlernen (Kochen, Backen, Handwerken, Handarbeiten, Gärtnern, Pflanzenkunde, um aus der umliegenden der Natur zu profitieren usw.) ?
Wichtig ist mir auch, wie kann ich vernünftig/geschickt so haushalten, dass ich wenig Geld ausgeben muss, denn das Geld was ich nicht ausgebe, brauche ich nicht erarbeiten. Eine gewisse Bescheidenheit und Verlagerung der Wertschätzung sind dabei nicht unwichtig.

Ich werde von meiner gesetzlichen Rente wahrscheinlich nicht leben können, aber ich habe schon sehr früh meine eignen kreativen Fähigkeiten schätzen gelernt, die mir im Alter sicherlich auch einiges weiterhelfen können.

Naja, und Millionär ist für mich kein wirkliches Ziel. Geld ist nicht alles.

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Gruß, ohnesalzstreuer [miteigenenhaenden.wordpress.com]

Nein, ich verdiene damit kein Geld. Ich will meinen Lesern zeigen, dass man auch ohne viel Geld auszugeben, z.B. durch Selbermachen, Reparieren, Ersetzen von Einweg- und Wegwerfartikeln, Verwenden von vorhandenen Dingen anstatt neue Sachen zu kaufen u.s.w., gut klarkommen kann.

Re: Durch sparen Millionär werden?
geschrieben von: Cephalotus (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20.07.2020 14:56

ohnesalzstreuer schrieb:


> Für mich sind aber andere Sachen mindestens genau so wichtig: Welche
> Fähigkeiten kann ich erlernen (Kochen, Backen, Handwerken,
> Handarbeiten, Gärtnern, Pflanzenkunde, um aus der umliegenden der
> Natur zu profitieren usw.) ?
> Wichtig ist mir auch, wie kann ich vernünftig/geschickt so haushalten,
> dass ich wenig Geld ausgeben muss, denn das Geld was ich nicht
> ausgebe, brauche ich nicht erarbeiten.

Das macht natürlich insbesondere dann Sinn, wenn einem diese Tätigkeiten mehr Spaß bereiten als die Erwerbsarbeit.

Finanziell ist es für mich aber oft nicht Gewinnbringend. Es gibt nur recht wenige Tätigkeiten, mit denen ich in 1 Stunde mehr netto einsparen kann als ich in 1 Stunde netto erarbeiten kann (und Teile der Sozialabgaben wie Rentenversicherung oder Arbeitslosenversicherung kommen wir ja direkt in Form von künftigen Anwartschaften zu gute, Steuern und Krankenversicherung nur indirekt über die Gemeinschaft aller)

So gesehen wäre es finanziell lukrativer, lieber mehr als weniger zu arbeiten.
Tatsächlich ist mir 40h/Woche zu arbeiten mehr als ich freiwillig tun würde und deshalb versuche ich das zu kürzen, aber eben unter Einbuße von Geld.

Avatar Re: Durch sparen Millionär werden?
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.07.2020 10:32

Cephalotus schrieb:
> ohnesalzstreuer schrieb:
> > Wichtig ist mir auch, wie kann ich vernünftig/geschickt so
> haushalten,
> > dass ich wenig Geld ausgeben muss, denn das Geld was ich nicht
> > ausgebe, brauche ich nicht erarbeiten.
> Das macht natürlich insbesondere dann Sinn, wenn einem diese
> Tätigkeiten mehr Spaß bereiten als die Erwerbsarbeit.

Vor allem wenn es nur besch...eidene, schlecht bezahlte Jobs gibt, wie es immer öfter der Fall ist.

> Finanziell ist es für mich aber oft nicht Gewinnbringend. Es gibt nur
> recht wenige Tätigkeiten, mit denen ich in 1 Stunde mehr netto
> einsparen kann als ich in 1 Stunde netto erarbeiten kann (und Teile
> der Sozialabgaben wie Rentenversicherung oder Arbeitslosenversicherung
> kommen wir ja direkt in Form von künftigen Anwartschaften zu gute,
> Steuern und Krankenversicherung nur indirekt über die Gemeinschaft
> aller)
> So gesehen wäre es finanziell lukrativer, lieber mehr als weniger zu
> arbeiten.
> Tatsächlich ist mir 40h/Woche zu arbeiten mehr als ich freiwillig tun
> würde und deshalb versuche ich das zu kürzen, aber eben unter Einbuße
> von Geld.

Yup, Geld ist eben nicht alles. Freie Zeit hat auch ihren Wert.
Und das ist alles natürlich eine sehr subjektive Bewertung und von der individuellen Situation abhängig.
Für mich war es immer schwer einen Job zu finden, der mir wirklich Spaß und keinen Stress gemacht hätte und wo vom Lohn noch so viel übrig geblieben wäre, dass sich das Arbeiten für andere gelohnt hätte. Da war das Knausern für mich deutlich rentabler, kreativer, abwechslungsreicher und selbstwirksamer, da ich damit quasi für mich arbeite und meine persönliche Lebenssituation verbessere. Und wenn ich bedenke wieviel Probleme ich habe das Geld, das ich habe wirklich sinnvoll auszugeben und nicht konsumistisch-umweltzerstörend zu verschleudern, würde mir die Million nichts nützen. Irgendwann reift dann eben auch die Erkenntnis, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht käuflich sind.
Und letztlich ist Knausern der einzige Weg Geld zu "verdienen" ohne sich oder irgendetwas gewinnbringend verkaufen zu müssen. Daher für jemanden der kein Koofmich ist, die bessere Wahl, wenn man sie hat.

Re: Durch sparen Millionär werden?
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.07.2020 16:34

thumbs upthumbs up

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Gruß, ohnesalzstreuer [miteigenenhaenden.wordpress.com]

Nein, ich verdiene damit kein Geld. Ich will meinen Lesern zeigen, dass man auch ohne viel Geld auszugeben, z.B. durch Selbermachen, Reparieren, Ersetzen von Einweg- und Wegwerfartikeln, Verwenden von vorhandenen Dingen anstatt neue Sachen zu kaufen u.s.w., gut klarkommen kann.

Re: Durch sparen Millionär werden?
geschrieben von: Cephalotus (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04.09.2020 14:53

Die Frage ist halt worauf man spart.

Mein Minimalansatz ist, eine "Rentenlücke" zu schließen. Ich wünsche mir einen Mindestbetrag x, habe aber aus den Anwartschaften und Versicherungen wahrscheinlich nur den betrag Y.

Die Differenz beträgt in meinem Fall in 24 Jahren dann z.B. 600 Euro/Monat (Inflation mit 1,5%/Jahr angenommen, in heutiger Kaufkraft entspricht das nur etwas über 400 Euro)

Dafür brauche ich ca. 1/4 Million Euro zu Rentenbeginn und das zumindest mit einer kleinen Rendite angelegt sein, damit es auch bei einem hoffentlich langen und gesunden Leben ausreichend lange ausreicht.

Für diese Viertelmillion hätte(!) es ausgereicht, ab dem Alter von 23 jeden Monat 200€ in ein Depot einzuzahlen, das sich durchschnittlich mit 4%/Jahr verzinst.
Am Ende hätte man dann 108.000 Euro eingezahlt und 183.000 Euro Zinsen hätten sich angesammelt. Letztere muss man noch versteuern.

Ich habe das so nicht gemacht, bin heute deutlich älter und muss daher auch mehr zur Seite legen. Je später man anfängt umso geringer ist leider der Zinseffekt.

---

Der Idealfall wäre, ein Vermögen schnell anzusparen, aus dessen Erträgen man dauerhaft seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und ab da dann tun und lassen kann, wonach einem so der Sinn steht.
Das streben die jungen Frugalisten an, der Zug ist für mich aber schon abgefahren und es geht auch nur wenn man 1. eine sehr hohe Sparquote hat und 2. mit diesen Ausgaben dann auch den Rest seines Lebens so leben mag. (oder eben doch was dazu verdient)

---

Ein für mich attraktiver Mittelweg erscheint derzeit, zu versuchen noch etwas mehr anzusparen, als ich rein für die Rente nach 67 haben will und mir damit Optionen zu ermöglichen, auch vor der Rente schon Arbeitszeit abzubauen, sei es durch Teilzeit oder unbezahlte Auszeiten oder früheren Rentenbeginn oder einer Mischung aus mehreren.

Es wäre für mich auch attraktiv, ein mögliches Einkommen aus einem Depot z.B. in Höhe von "nur" 500€/Monat zu haben, weil das die Abhängigkeit schon reduziert, bestimmte Jobs annehmen zu müssen, weil sonst das Geld nicht reicht.

MfG

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