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Philosophie : Knausererforum
der Genügsamkeit / des Knauserns, Gedanken zum Nachdenken über das Knausern, den einfacher Lebensstil, Ziele, Lebensgestaltung, Träume, Utopien
Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Wohlgemuth (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25.08.2017 08:50

Guten Morgen,

Mir geht da Einiges im Kopf rum; gestattet, dass ich das mal ausschreibe - ich habe Schwierigkeiten, das zu formulieren und möchte klarstellen, dass nichts hiervon als Beleidigung gemeint ist ! :

Wenn ich so durch die aktiven Forista schaue, dann sehe ich eine gewisse ich-nenne-das Privilegiertheit: .

Gute Ideen und Intelligenz und Raum dafür und fast optimale Umsetzung und Sendungsbewusstsein thumbs up

Habts ihr auch Ideen für die Menschen, die im Wohnblock leben und vielleicht grade so die Mittel haben, über die Runde zu kommen, die keinen Schrebergarten pachten und sich kein eigenens Grundstück leisten können - die über keinen kühlen Lagerkeller verfügen, auf den Kühlschrank angewiesen sind und fast keine Grünfläche belegen können - vielleicht nicht mal einen Balkon haben ?
Und wenn sie einen Balkon haben, auf dem sie Gemüse anbauen möchten - wieviel Erde und Pflanzen kann ich dort hinstellen, ohne dass die Statik ausgehebelt wird und mein Gemüse mitsamt Balkon in die Tiefe bricht ?

Oder andersherum:

Ich habe viele Jahre ehrenamtlich mit Menschen in Brennpunkten zu tun gehabt; oft hatten sie kaum Bildung oder Weiterbildungsmöglichkeiten , oft auch garkein Interesse daran, sie schuften von früh bis spät für das bisschen Lebenkönnen und sind mit dem Leben ansich so gefordert , dass sie froh sind, wenn um viertel nach acht die XY-Show im TV kommt...
Meistens sind es Familien mit relativ vielen Kindern auf engem Raum sad smiley

Diese Menschen sind die Mehrheit der Bevölkerung - um sie geht es .

Haben sie überhaupt eine reelle Knausermöglichkeit ?
...so ein Projekt wie das Hundertwasserhaus mit seinen Extras als Mietskaserne gibt es ja leider nicht überall sad smiley

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.08.2017 00:02

Die Möglichkeiten sind in Wohnungen begrenzt u. es kommt wohl darauf an, wie groß der Balkon ist. Töpfe u. Erde u.s.w. müssen ins jeweilige Stockwerk, sehr umständlich. Regenwasser zum gießen gibt`s auch nicht.

Für mich kommt das eben in der Gartenwohnung in Frage, bei mir da kann ich ein Hochbeet u. einige Töpfe mit Tomaten u. Paprika aufstellen, zum bevorraten reicht es auch kaum. Zum vorziehen u. pikieren fehlt der Platz u. werden dann eben Pflänzchen beim Gärtner gekauft, der nimmt auch einiges-also mehr als Hobby zu betrachten-frisch ist es u. biologisch, billiger nicht unbedingt wenn man alles rechnet.

Ja, was haben die Menschen für eine Knauserermöglichkeit? Gut wäre es schon selbst zu kochen, nach Saison Gemüse, Obst, Angebote nützen beim einkaufen, Haushaltsbuch führen.....damit man sieht wo das Geld ausgegeben wird u. wo man Einsparmöglichkeit hätte.

Biggy

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.08.2017 07:56

Interessantes Thema :-)

Guerilla-Gardening? Einige Knollen Topinambur auf ner Brachfläche verbuddeln ist unkompliziert. Geht sicher anderes auch. Je nach Bodenbeschaffenheit Kartoffeln. Zichorien, robuste Wildsalate. Tomaten als Busch irgendwo, nicht an Stäben. Und viele wissen eh nicht was da wächst und ob das geniessbar ist. In lockerem Sandboden kannste ganz viele Erdmandeln setzen, sehen wie Gras aus, kennt keiner....

In grossen Städten und deren Randgebieten gibts mittlerweile auch Garten-Gemeinschaftsprojekte, wo eine Gruppe aktiv ist und die Mitglieder ein oder mehrere Beete bekommen für den Anbau. Muss nicht jeder sich einen eigenen Acker suchen.

Hab mal ein paar Monate in Berlin gelebt... ich hab einiges zum Ernten dort gefunden, das andere nicht im Geringsten interessiert hat. Im Süden der Stadt wachsen riesige Baumhaselalleen und nen Kilometer weiter draussen gibts haufenweise Schlehen und Brombeeren....
Im Wald am Mauerradweg hab ich einige halbwilde Birnbäume gefunden....
es geht einiges, auch in ner Millionenstadt.

...halt vielleicht nicht grad in der City Wildkräuter sammeln, wo überall Hunde unterwegs sind, aber in den Randbezirken lässt sich viel machen.

Ok, braucht halt dann wieder die Zeit dazu, ne Runde spazierenzugehen hin und wieder. Wer jeden Tag 14 Stunden malocht hat die vielleicht dann nicht. Und die Familie mit vielen Kindern, die nur Billigfraß ausm Discounter essen WOLLEN, denen ist nicht zu helfen, solang sie nich umdenken....



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.08.17 13:31.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.08.2017 11:35

Wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht, lässt sich einiges finden. Hollunder sammeln für Saft u. Gelee, Walnüsse aufsammeln, Lindenblüten für Tee, Wildkräuter oder manchmal findet sich ein abgeerntetes Feld wo Kartoffeln noch liegen. Mit der Zeit kennt man verschiedene Plätze, muss aber auf`s Land.
Der Städter kennt viel essbares gar nicht-woher auch.

Viele Bedürftige schämen sich auch Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wichtig wäre, wenn die Partner am selben Strang ziehen. Was nutzt es, wenn sich der eine Gedanken macht u. der andere z.B. auf seine vielen Kippen nicht verzichten will u. das ist gerechnet ein großer Kostenfaktor.

Ich will jetzt nicht gescheit daherreden, als Rentner muss ich mir auch schwer Gedanken machen u. habe auch kein Auto mehr.
Leasing u. Kredite nicht für Konsumgüter, wird einem auch nichts geschenkt, Wohnraum ist was anderes-da geht`s nicht ohne.

Biggy

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.08.2017 13:23

und ansonsten bin ich begeistert von den Second hand - Möglichkeiten in den Städten: da gibts viele Second-Hand-CENTREN, nicht nur MINI-Lädchen, die fast nix haben, in den Centren kannst dich echt amüsieren, bekommst Hausrat, Klamotten, Spiele, Bücher. Und ich mag alte manuelle Kaffeemaschinen, kosten fast nix und kannst stromlos mahlen, Kaffee, aber auch Gertreide, Ölfrüchte und so weiter.

Wer da noch neues Zeugs kauft ist selber schuld ;-)

Flohmärkte gibts auch oft, die Leute aufm Land haben so was nicht...

Auf dem Wochenmarkt in Ulm hatte ich einen guten Bekannten, der Bio-Gemüse verkauft hat. Der hatte manchmal eine oder mehrere Kisten Ware, die nicht mehr so bilderbuchhübsch war, die gabs zu Schnäppchenpreisen. Ich tanzte da um 8 in der Früh an und hatte volle Auswahl aus der Kiste. Top-Qualität, nur halt etwas krumm gewachsen oder mal nen Fleck auf nem Apfel. Aber das ist doch völlig egal..... finde ich.

In der Stadt hatte ich nie ein Auto, wozu auch, haste Fahrradwege ohne Ende meistens da. Oder bei ganz grusligem Wetter fährste halt mal Bus oder Bahn. Und dann wieder sieben Monate Fahrrad. Sparste das Fitness-Studio gleich mit ein und bist guter Laune, wenn du an der Arbeit eintriffst, im Gegensatz zu denen, die ne Stunde im Stau standen und granteln. Bewegung ist Lebensglück pur :-)))))

Oder von Auto auf Fünfziger Roller umsteigen? Kostet wesentlich weniger auf kurze Distanzen, wer sich Fahrrad nicht zutraut. Und findeste immer einen Parkplatz gratis.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.08.17 13:40.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.08.2017 15:09

Das E-Bike würde sich auch noch anbieten für nicht so sportliche. winking smiley

Das Wort Reichtum-habe ich für mich umgepolt: reicht...um u. da kommt doch was zusammen. Essen, ein Dach über dem Kopf, geheizt im Winter, Kleidung......alles andere ist nicht lebensnotwendig, wir sind einfach konsumverwöhnt.
Wenn jemand staunt bei mir nur Filterkaffee zu kriegen-ich bin Minimalist, meine Antwort.

Spätzlehobel, Bügeltisch, Töpfe u. anderes was bei mir noch verwendet wird, gehörte vieles meiner Mutter u. gutes Haushaltswerkzeug wegwerfen-das schaffe ich nicht. Der alte Mixer war nicht umzubringen. Diese Qualität wird gar nicht mehr hergestellt oder kostet viel.

Sprich-bei Haushaltsauflösungen, oft so ein privater Flohmarkt sind viele froh, wenn das Zeug nur weg ist u. sie es nicht entsorgen brauchen. Das kann am Land oder Stadt sein.
Gerade wenn kleine Kinder da sind-ich hatte auch schon ein geschenktes Sofa, da mussten sie wenigstens nicht so aufpassen u. hat noch sehr gut ausgesehen.

Biggy



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.08.17 15:20.

Avatar Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.08.2017 17:57

Bei uns in K-Town gibt es ein Second-Hand-Kaufhaus mit einem Fair-Teiler.
Das ist schon was exklusives für die Städter. Ich muss da fast 15km erst fahren um da hin zu kommen. Aber mit Pedelec und Hänger einmal die Woche lohnt es sich. Hab da neulich auch mal ne Ladung Mirabellen abgegeben. Die sind weggegangen wie warme Semmeln. Besonders gut finde ich eben Sachen wo Städter und Landeier zusammenkommen können. Beim Fair-Teiler kann ich Sachen, die bei mir im Garten im Überschuß vorkommen (und selbst die Lagerhaltung sprengt) abgeben und die Städter profitieren davon. Umgekehrt könnten Städter auch mit Pedelec und Anhänger autofrei aufs Land fahren und entweder das bereits erwähnte Guerillagardening auf Niemandslandparzellen betreiben oder eben auch im direkten Kontakt mit den Landeiern sich Gartenarbeit und Ernte teilen. Hab da mal das interessante Beispiel erlebt, wie ein Städter im Garten einer alten Dame feststellte, dass Walnüsse vom Baum fallen und man sie nur auflesen muss. Ich könnte bei Interesse eine Menge know-how direkt transferieren.
Fürs Guerillagardeneing eignen sich übrigens besonders Growtainer, da man die nicht so oft gießen muss.
Generell sehe ich die Einsparmöglichkeiten in der Stadt als nicht so schlecht. Das Angebot an Geschäften ist viel größer, entsprechend auch mehr reduzierte Ware und Sonderangebote. Hier bei uns gibt es auch ein Repaircafé wo man Sachen repariert bekommt. Wo ich früher studiert habe gab es eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt, wo man sein Fahrrad selbst reparieren konnte (die ich hier sehr vermisse). Man muss nur eben mit dem Jäger-und-Sammler-Gen auf Entdeckungsreise gehen.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Wohlgemuth (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02.09.2017 11:11

- Flohmärkte gibt es auch auf dem Land.

Repaircafes sind wunderbar - da man aber zuerst einmal 50€ als "Startgebühr" hinlegen muss, damit man die Grundlagenpapiere bekommt und das repaircafe repaircafe heissen darf , hinkt das in D gefuhlt ein bisschen.

Secondhandbranche ist mittlerweile ein umkämpfter Markt.

Den Knausererpluspunkt haben Familien mit vielen möglichen helfenden Händen.
Sobald chronische Krankheit dazukommt, wird einiges gewaltig erschwert. In den unteren Gesellschaftsschichten - die die Knausererfähigkeiten am Nötigsten hätten - hat es mE eine tragische Häufung chronischer Erkrankungen .

Plus. wer knausern möchte, braucht im Vorfeld Wissen , ein bisschen Werkzeug und Material.
z.B.
Pilze sammeln will gelernt sein,
sonst steht in der Zeitung
"vater und zwei Kinder
mit Knollenblätterpilzvergiftung auf intensivstation"

Zitat:
Sterga
Und die Familie mit vielen Kindern, die nur Billigfraß ausm Discounter essen WOLLEN, denen ist nicht zu helfen, solang sie nich umdenken....
Sie sind bestimmt noch recht jung und haben noch nicht viel Ahnung mit den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten sammeln können.

Der Mensch kann es nicht wählen, wo er hineingeboren wird und dann sitzt er erstmal da .

In breiten Bereichen der Gesellschaft sind Themen wie z.B. Bildung oder Begabtenförderung , nicht im Denken verankert. Wie so vieles andere nicht. "Sapere aude" / Unterscheidendes Denken pflegen - das wird dort als " Dummgepappel" abgelehnt.
Das Lebensgefühl 'ganz unten' ist täglich ein Kampf.

Förderinitiativen sehen immer gut aus in der Presse, sie kommen aber oft nicht dort an, wo die kommunalen Denker gerne hätten, dass sie ankommen - in den sogenannten "sozialschwachen Schichten" sind Menschen aus gemachten Erfahrungen misstrauisch gegenüber "allen, die irgendwie fein tun" und kommt einer, der ihnen was erklären will, dann wird er in meisten Fällen rundraus abgelehnt, weil solche Sachen oft von oben herabdoziert kommen und nicht auf Augenhöhe passieren. Um Zugang zu bekommen muss man 'dem Volk aufs Maul schauen' wie Luther das genannt hat, das ist immens wichtig. Jemand, der von zuhause aus "Bildung" mitbekommen hat und ihnen helfen möchte, der braucht sehr viel Feingefühl und darf nichts "heraushängen lassen", nicht gönnerhaft tun. ( ^^ Hochsprache ist auch ein Hindernis; akzeptiert wurde ich erst richtig, als ich meine Dialektfähigkeiten ausbaute und auf alle Sperenzchen bei der Optik verzichtet habe winking smiley
Lange Haare bei Männern z. B. geht garnicht . )

Lange Rede: Sie "wollen" das nicht essen, es ist halt da und "alle essen das".
Convenience/Fertig/food wird gerne angenommen.
Beeren pflücken "ist was für arme leute" und "nach armen leuten ausschauen" wollen sie nun wirklich nicht. "Reflektieren" ist ein Kunstgriff, der in den Volksschulen kaum vermittelt wird.


Viele Menschen aus den Bereichen können nicht mehr kochen. "Pudding geht auch ohne Päckchen ?" usw.
Aber das ist ein weiteres Thema und kein lustiges.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02.09.2017 13:04

@ Wohlgemuth
ich bin bestes Mittelalter und lebe glücklich mit weit weniger Geld als die meisten Leute in Deutschland und Österreich, aber halt mit möglichst viel Selbstversorgung und Wildsammlung. Ess halt saisonal das was draussen wächst und brauch keine Erdbeeren im Winter und so Schmarrn. Finden viele andere wahrscheinlich unmöglich oder nicht essbar. Hatte aber auch im Leben einige Arbeitsstellen verschiedenster Entlöhnung und hab ne Menge Leute kennengelernt bisher.

Ich glaub mir ist schon klar, dass viele Menschen aller Schichten meinen, sie könnten nicht aussteigen aus dem Hamsterrad von "viel ausgeben, viel arbeiten müssen".
Und dass viele es auch gar nicht sich anders vorstellen können oder wollen. Weil sie nicht mehr auf Fertigfutter verzichten können aus Mangel an Kochkenntnissen oder keine Lust auf ne halbe Stunde in der Küche stehen. Weil sie immer die neueste Mode meinen haben zu müssen und denken, sie seien sonst out. Weil das gekaufte Obst ja schöner aussieht als das irgendwo gefundene. Obs giftiger ist oder/und aus China kommt statt vom lokalen Obstbauern, das ist ja egal für viele.

Wer halt arbeitet den ganzen Tag und einen Haufen Stress hat und dann nach Hause kommt und nur noch irgendwas essen will und dann vor die Glotze, der/die hat in der Tat keine Kraft mehr über irgendwas nachzudenken. Leider ist das bei einem grossen Teil der arbeitenden Bevölkerung so.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.17 20:29.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02.09.2017 13:18

Wenn die Second hand Branche ein hart umkämpfter Markt ist, dann gibts auch gratis Tauschringe in vielen Städten. Oder Initiativen von Caritas und Co. Die sind ja nun nicht so wahnsinnig kommerziell.

Lässt sich vielleicht auch einfach gründen mit Bekannten und Verwandten. Ne Freundin von mir kauft nie Klamotten, sie bekommt alles geschenkt von Leuten, die von ihr wissen und ihr lieber direkt ihre übrigen Sachen zukommen lassen als sie anonym in die Kleidersammlung zu geben. Geht gut, sie ist prima angezogen. Zumindest reichts ihr und ich finde sie kommt gut daher :-) Klar, die neueste 200-Euro-Jeans hat sie auf diese Art nicht.

Oder Talent-Börsen, wo man/frau sich eintragen kann und geldlos für Punkte etwas anbietet an Dienstleistung, egal ob Sockenstricken oder PC-Kurs, und dafür wieder andere Leistungen von anderen in Anspruch nehmen kann. Gibts in einigen Städten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.17 13:19.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03.09.2017 19:19

Ich kann Leute die ums tägliche Brot kämpfen sehr gut verstehen u. man kann selbst unverschuldet in Not geraten.
Selbst habe ich einen chronisch kranken Mann mit einem Befund wo man nicht helfen kann. Arbeitsunfähig, kein Mensch stellt so jemanden ein wegen dauernder Krankenstände u. dem höheren Alter.
Also wo reduzieren?
Gut-Auto inzwischen ausgedient-ist weg, laufende Betriebskosten, nötige Versicherungen bleiben-mit dem Rest darf man leben. Dann hat mal der Hund was ( will man wohl nicht abschieben mit dem Alter, man hängt dran), der Zahnarzt schickt wieder eine Rechnung-oder die Brille.....
Was soll man da mit Second-Hand oder Repair-Kaffee?
Da wird sehr wohl beim Discounter gekauft u. zwar vorwiegend Grundnahrungsmittel, was der Garten nicht hergibt, der Bauer verlangt Liebhaberpreise für seine Kartoffeln, Eier u.s.w. das ist nicht drin....
Ja u. ich stricke sogar Socken u. anderes auf Bestellung-da lässt sich schwer was verdienen in Stunden umgerechnet-aber lieber der Spatz in der Hand.......wie es heißt.
Tauschbörse geht hier nicht wirklich u. irgendwann hast du auch nichts mehr zu tauschen.
Wie gesagt: Man erzählt jedem man ist Minimalist, klingt ja blöd zu sagen, ich kann mir das nicht leisten auf Feste zu gehen im Ort, wo Kommunikation stattfände. Dann wirfst du dich eben vor den Fernseher oder machst eine Wanderung.
Irgendwann sind die Knauserermöglichkeiten einfach ausgereizt.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.17 19:23.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04.09.2017 17:46

vielleicht könnt ihr wandern gehen hin und wieder mit jemand, der/die das auch gerne macht? Beim Gehen lässt sichs eh viel besser reden als irgendwo aufm Fest vielleicht?
Und beim wandern nach Pilzen, Wildsalaten, Kastanien, Nüssen, Wildobst schauen? Macht Spass und spart den nächsten Supermarktgemüse- und Obsteinkauf eventuell ein, und selbstgemachte Hagebuttenmarmelade schmeckt eh besser als die ausm Supermarkt.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04.09.2017 21:44

Ja, es ist eben nicht immer gleich gut mit sammeln.

Heuer jammern bei uns sogar Mostereien, weil es witterungsbedingt fast kein Obst gibt von Bauern u. bitten private Gärten schon um Mostobst. Auch die Walnussbäume tragen kaum u. der Holler ist vertrocknet oder stark verlaust u. nicht zu brauchen.

Bei mir gibt`s selbst gemachte Brombeermarmelade u. Hollergelee. Wenn`s viel hat wird eingekocht-hält ja nicht nur ein Jahr.

Esskastanien gibt`s hier nicht u. komisch wo früher am Berg in meiner Jugend jede Menge Heidelbeeren waren, finden sich keine mehr.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.09.2017 15:41

Mir steh es keinesfalls zu, Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen zu verklickern,
bin ja ein Landei.
Da ich selbst sehr viel aus dem Garten und der Landschaft nutze, ist mein Einkauf im Geschäft ziemlich bescheiden.
Aber was mir beim Einkaufen auffällt,
jetzt die nächste Zeit sind Zwiebeln, Kartoffeln, Sellerie, Karotten usw. sehr preiswert im Angebot.
Die Frage ist, kann sich der Großstadtmensch solche Wintergemüse lagern? Sauerkraut in Gläser einmachen, Suppenwürze aus den Abfällen vom Gemüseputzen machen?
Wir haben leider auch keinen Keller, aber mir steht eine kleine Speisekammer zur Verfügung.Dort steh unter anderem auch ein Gefrierschrank, in dem ich die Sachen vom Gemüseputzen einfriere, bis ich eine ausreichende Menge beisammen habe, um Suppenwürze zu machen.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.09.2017 18:58

Abgesehen davon, das meine Wohnung auch am Land ist-die Häuser u. Keller beschränken sich auf reine Kellerabteile die meist winzig sind. 2 Kisten Kartoffeln halten sich eine gewisse Zeit-das geht.

Äpfel u. Kartoffeln soll man nie im gleichen Raum lagern, da sich das nicht miteinander verträgt.
Wer seinen Speiseplan immer nach dem jeweiligen Angebot der Saison ausrichtet, tut ohnehin schon was für die Börse.

Kreativ sein, Reste verwerten, eigene Rezepte nach dem was da ist erfinden, die alten Schulkochbücher durchstöbern- was da im fern gekocht wird ist unrealistisch.

Keine Zeit-komisch bei manchen-für FB aber Stunden. spinning smiley sticking its tongue out
So jedenfalls hab`s ich schon erlebt.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.17 19:11.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.09.2017 21:39

bin grad ein paar Tage in Süddeutschland...

in Sachen Wildobst seh ich ne Menge Weissdorn und Brombeeren.

Im Stadtgebiet von Ulm an mehreren Bushaltestellen fetteste Kornelkirschenbäume mit richtig viel Früchten in Augenhöhe. Pflückt niemand, kennt wohl niemand mehr oder will niemand mehr. Wenn ich hier wohnen würde ich wüsst was ich tu.... und ich denk, Ulm ist da nun wirklich keine Ausnahme. Die ersten Baumhasel fallen auch schon. Und in ein paar Monaten spätestens ist Kastaniensaison... Kastanien sind auch prima zum Wäsche waschen.

Superschöne Brennesseln mit Samen, toller Wegerich, Schafgarbe, Giersch, Löwenzahn...
Ich würd keinen halbtot gespritzen Zuchtsalat ausm Supermarkt kaufen bei diesem Angebot an quitschlebendigem Wildsalat.

und apropos Kartoffeln... könnte doch ne super Pflanze fürs Guerilla-Gardening sein, wer halbwegs lockere Erde in der Umgebung hat, Wasser hats in Mitteleuropa wohl immer genug für Kartoffeln. Gut, in Mitteleuropa gibts vielleicht auch Wühlmäuse, aber mal probieren tut ja nicht weh und im Zweifelsfall sind ein Kilo halbierte Kartoffeln verloren, nicht so der riesige Verlust grinning smiley



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.17 21:43.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06.09.2017 17:29

@Biggy,
unser Fernseher ist schon eine Weile kaputt, aber das, was in den vielen Kochsendungen gezeigt wird, ist in der Regel nicht nachkochbar.
Was mir allerdings auch auffällt, bei neueren Rezepten sind ellenlange Zutatenlisten aufgeführt, meist auch sehr teure Zutaten.
Preiswerte, gut schmeckende Gerichte - Fehlanzeige.
Und in den Geschäften die immer länger werdenden Regalmeter für die Fix-Produkte, für Halb- und Fertiggerichte.
Sicher, wer am Abend von der Arbeit nach Hause kommt, ist geschafft und müde und hat keine Lust mehr, stundenlang am Herd zu stehen.
Fehlende Lagermöglichkeiten, fehlende Zeit, die ständige Verfügbarkeit von bereits vorgefertigten Gerichten, die Mikrowelle- alle wollen das eine- unser Geld.
Man kann sich heute auch gleich nach Rezept die dafür zusammengesuchten Zutaten ins Haus liefern lassen, ist sicher keine preiswerte Sache und entspricht wohl eher den modernen Livestil als preiswertem Lebensstil.
Einmal kochen, 2-3 mal essen, auch eher was aus Omas Mottenkiste.
Grundnahrungsmittel sind in meinen Augen doch eher preiswert, aber wer hat noch die Zeit oder Lust, damit zu kochen?

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.09.2017 13:48

wer unter der Woche ständig arbeitet und dann kaputt heimkommt könnte ja vielleicht am Wochenende ne Stunde investieren um was Leckeres zu kochen und dann einzufrieren? Dann ist es fertig und bei Bedarf verfügbar in den Stresszeiten unter der Woche. Und man/frau braucht sich nicht mehr abzufüllen mit Fertigfraß.

Klar, ist immer ne Frage von Lust, irgendwas vielleicht eher Günstiges und Nachhaltiges und Gesundes zu machen. Wer in der knappen freien Zeit lieber auf Frazzenbuck daddelt macht es halt nicht, eigene Entscheidung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.17 13:48.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.09.2017 14:46

So ist es. LOL

Meine Mutter hat damals ab den 60-ern Vollzeit in der Fabrik Akkord gearbeitet u. es geschafft,uns täglich essen hinzustellen u. da waren die Fertiggerichte noch nicht gang u. gäbe, TK gab´s nicht u. auch die erste Waschmaschine ist erst spät angeschafft worden, da unerschwinglich. Ihre Wege hat sie mit Fahrrad erledigt-mangels Führerschein u. Auto.
Es wurde auch noch mit Holz u. Kohle im Ofen geheizt. Nebenbei hat sie es auch geschafft Bekleidung zu nähen u. zu flicken was kaputt war-gab auch keine Discounter mit Billigware.

Je mehr Bequemlichkeit u. Errungenschaften um so bequemer werden die Leute, sorry aber das musste jetzt mal raus.
Der Tag hat nach wie vor 24 Stunden.

Man muss halt die Kinder auch einbinden, dass sie mal den Allerwertesten heben mal den Müll hinunterzutragen, beim Abwasch zu helfen oder das Zimmer zu räumen-ist heute ja furchtbar wie die verhätschelt werden.

Biggy



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.17 15:12.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09.09.2017 14:14

Hab eine grosse Hochachtung vor den Müttern, auch meine Mutter war so eine tüchtige Frau.
Jetzt hatte ich aber noch Glück, wir mussten mithelfen, als Kind fand ich es auch nich immer so toll, aber später hab ich den Wert davon erst wirklich begriffen.
Zum Glück beschränkte sich die Mithilfe nicht aufs Müll raustragen, sondern ich hab schon ganz früh Kuchen gebacken, Plätzchen, konnte bügeln, kochen, putzen.
Mit wie wenig Geld unsere Mütter haushälterisch umgegangen sind, wie sie trotzdem ein gutes Essen auf den Tisch brachten.
Da bin ich echt froh, dass ich da noch einiges lernen durfte.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09.09.2017 20:36

Ich habe auch schon früh gebacken u. gebügelt u.s.w.meine Mutter war sehr froh drum.
Ich habe auch nicht so viel zur Verfügung, aber durch`s selber machen kann man viel sparen u. trotzdem gut essen.
Mein Käsekuchen, den ich gerade fertig habe, braucht kein irgendwas mit fix u. die Zutaten sind erschwinglich für jeden. Da brauche ich keinen Süßkram, wo man gar nicht weiß was drin ist. Oft mache ich einfach Kakaokuchen bei Schokogelüsten, auch schnell gemacht u. die Schleckermäuler alle zufrieden-Fertigsachen wozu denn?

Ich schüttle oft den Kopf, wenn ich sehe was die Nachbarn alles in die gemeinsame Biotonne werfen-ganze Brotwecken, makellose Äpfel oder Karotten us.w. Die haben ja nicht mal die Idee ein Brot oder einen Zopf einzufrieren oder eine Mehlspeise draus zu machen, wenn man zu viel da hat-nach Feiertagen ist es ganz krass.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.17 20:47.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10.09.2017 08:19

Da sind wir uns ziemlich ähnlich, gut essen mit wenig Ausgaben.
Suche auf Flohmärkten alte Kochbücher, es hat sich eigentlich nicht viel geändert, aus einfachen Zutaten ein gutes Essen fertig zu bringen. Das war früher normal, heute sind wir wohl eine aussterbende Art.
Es gibt ja fast alles fertig, vorgefertigt - viele hassen kochen, haben keine Zeit dafür.
Ich hab gestern Abend einiges vorgekocht, die kommende Woche hab ich sehr wenig Zeit zum Kochen.
In aller Ruhe in Töpfen zu rühren, zu schnippeln und zu schneiden ist mir lieber als vor dem Fernseher zu hocken und mir vorgespielte Welten anzuschauen.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10.09.2017 18:31

Bei uns wird auch alles aus einfachen Zutaten lecker gekocht. Da brauchts kein Tütenkrams. Zum Glück waren meine Kinder dafür offen und können jetzt auch kochen und nicht nur Tüten aufreißen oder Dosen öffenen.
Ich bin in den letzten Jahren dazu über gegangen, manche Fleischgerichte direkt einzukochen. (Anbraten, abschmecken und Gläser füllen, Gläser schließen und einkochen und garen in einem Rutsch) Da macht einmal "Schweinerei" in der Küche, ich habe immer einen Vorrat im Keller. Für den Gefrierschank brauch ich Strom, Einkochgläser stelle ich einfach ins Kellerregal.

Ene super Sparmöglichkeit ist meiner Meinung nach auch die Ausarbeitung eines Essenplanes. Da ists egal, ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt. Ich mache am Wochenende einen Speiseplan. Dazu gucke ich, was ich noch da habe, kaufe am Montag das Fehlende ein und bereite dann für die Woche vor.
Bei uns nimmt jeder sein Essen mit auf die Arbeit. To go ist daher nicht notwendig.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Cephalotus (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02.10.2017 20:42

Die großen Posten in der Stadt sind in meinem Umfeld meistens in der Reigenfolge:

1. Wohnen + Nebenkosten + Strom
2. Mobilität
3. allgemeiner Konsum
4. Reisen
5. Essen

Am billigsten kommt man beim Essen mit dem Discounter weg, der Ertrag eines Schrebergartens rechnet sich nicht/kaum und schon 100x nicht wenn man den Zeitaufwand betrachtet.

Der größte Batzen ist wohnen, aber das lässt sich halt nicht mal eben so ändern. Heizkosten sollte man mal anschauen, was da im Monat so weg geht. Viele leute verheizen im Winter 5 Euro pro Tag. 3°C kälter und nen Pullover anziehen und schon sind 1 Euro pro Tag gespart, im Wohnblock eher 2 Euro pro Tag.
Hygrometer kaufen um bei Bedarf gut zu lüften (Schimmel ist kein Problem von zu wenig heizen sondern von zu wenig lüften)

Wie hoch ist der Stromverbrauch im Jahr und welche Geräte brauchen das? So manches alte Elektronikprodukt verbraucht 30 Euro im Jahr fürs Rumstehen, manche alten Kühlschränke verbrennen über hundert Euro im Jahr an Stromkosten, wenn man so ein Ding hat sofort entsorgen und neuen kaufen. Glühbirnen durch LED ersetzen, etc...

Mobilität ist individuell. Ich kann nahezu alles mit dem Fahrrad erledigen (für den Winter gibt es ein extra Winterrad mit Spikereifen) und spare mir den Besitz eines PKW, das ist ein riesen Posten.

Was sind die Kosten für TC, Internet, Telefon, Handy? Da geben manche Leute unglaubliche Summen aus.

Versicherungen? Das meiste ist teurer Unfug. Haftpflicht sollte man haben.

Der Rest ist eh individuell. Es ist hilfreich sich das mal 3-4 Monate lang alles aufzuschreiben, was man so einkauft. Alleine das Aufschreiben spart oft schon erstaunlich viel weil man dann vieles plötzlich doch nicht braucht und kauft...

In diesem Forum schreiben überwiegend Frauen. Geschlechterklischee hin oder her, doch ich vermute mal, dass deswegen der Fokus so extrem auf dem Essen und kochen liegt und z.B. so wenig auf den Energiekosten.

Wenn man wissen will wie man sich ohne großen Aufwand billigst ernähren kann schaue man mal auf die Studenten. Das kann man dann ja noch optimieren, wenn man Lust hat auf etwas mehr Abwechslung, Geschmack und Gesundheit.

Ich habe einen Schrebergarten, aber die schlecht bezahlteste Tätigkeit dieses Landes würde mir vermutlich noch deutlich mehr Geld einbringen als der Arbeitsaufwand im Garten. Vor allem ist das Gemüse, das gerade in Massen reif wird genau zu diesem Zeitpunkt für lächerlichste Beträge im Supermarkt zu finden. Und rund 6 Monate im Jahr ist der Ertrag sehr gering, außer man betreibt den Aufwand mit Frühbeeten und Wintersorten, was ich zwar tue, aber nur experimentell und aus Spaß an der Freude.

MfG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.10.17 20:49.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02.10.2017 22:28

hui, ne Menge Anregungen thumbs up

ich sag nix zu Heizungsfragen, da ich null Heizkosten habe. Weil eigenes Holz und Holz frei sammelbar im Wald und Holzofen. Holz hacken tu ich selbst, auch als Frau mit dem grössten Vergnügen :-) Vielleicht ist das bei anderen Leuten, die auf dem Land leben und vielleicht schwerpunktmässig hier schreiben, auch so? In der Stadt haben natürlich die wenigsten Leute so individuelle Heizmöglichkeiten.

Zum Thema Mietkosten: fällt mir noch grad ein, wer vielleicht eh Single ist und Spass hat an etwas mehr Gesellschaft kann in eine WG ziehen. Sicherlich wesentlich günstiger als die eigene Bude mit zum Teil wahnsinns hohen Nebenkosten zu unterhalten. Und WG ist ja nun nicht unbedingt was für Studenten, kenn auch WGs für über Fünfzigjährige smileys with beer In Städten wie Stuttgart oder München, wo schon mal ein Tausender weggeht für ne eineinhalb Zimmerwohnung echt ne Möglichkeit....

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02.10.2017 22:33

und eigenes Internet in der Grosstadt würd ich wohl einsparen, gibt eh überall freies W-Lan....
wer nicht ständig online sein muss aus welchem Grund auch immer könnte sich das überlegen. Ich hab in Ulm immer in der Stadtbibliothek meine Mails abgefragt, wenn ich da grad war, inzwischen kommste noch an hundert anderen Stellen gratis ins Netz. Wird woanders ähnlich sein.
Festnetztelefon hab ich seit Jahren keins mehr. Und nur ein Prepaid Handy, ohne Vertrag, bin erreichbar somit aber muss nicht stundenlang labern am Telefon. Hab damit keinen fixen monatlichen Betrag, die maximal hundert Sms pro Monat, die ich verschick hin und wieder kosten fast nix.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.10.17 22:38.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03.10.2017 11:33

Ich habe nun 2 Monate autolos. Man überlegt genau was man wirklich braucht, weil manche Wege wirklich umständlich sind.

Heizen, bei uns kannst nicht einfach Holz sammeln gehen im Wald, würde auch nichts nützen in einer Wohnung mit zentraler Gasheizung u. keine Möglichkeit eines Kamins zum heizen.
Bei mir läuft momentan auch keine, so lange irgendwie möglich wird was übergezogen. Ich bekomme auch immer von den Betriebskosten zurück, weil wir auch im Winter nicht mehr als unnötig temperieren, alles Gewohnheitssache. Unsere Nachbarn heizen u. kippen die Fenster u. rennen kurzarm herum, das gibt es bei mir nicht-nenne ich Geld zum Fenster hinaus werfen.

Würde auch nie eine WG wollen, da geht die Streiterei schon los bei verschiedenen Gewohnheiten.

Das mit dem Garten stimmt, in der Erntezeit wird das Gemüse billig-die Qualität ist wohl besser frisch vom Beet u. ungespritzt, jetzt ist bei mir auch fertig bei den Temperaturen.

Biggy

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: ohnesalzstreuer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03.10.2017 12:55

Wir heizen so viel es geht mit der Sonne. Das Haus ist so geplant worden, dass man auch im Winter bei Sonnenschein die Heizung ausmachen kann.
Zu Garten: Ich denke, das ist auch eine Sache der Einstellung. Finanziell lohnen tun sich wirklich nur wenige Sachen, Beeren z.B. die sind auch zur Saison recht teuer. Auch so was wie Rhabarber. Der kostet zwar nicht so sehr viel, aber so eine Staude braucht nur eine Schaufel Kompost und dann ist sie versorgt und lohnt aus Nutzpflanze.
Ich bin der Meinung, dass jeder Euro, den ich nicht über Lohnarbeit reinholen muss, lohnt. Für meine eigene Arbeit als "freier Mensch" winking smiley muss ich keine Steuern und Abgaben zahlen, da nervt mich keiner und ich kann in meinem eigenem Takt arbeiten.
Das ist für mich Lebensqualität!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.17 15:32.

Re: Knausermöglichkeiten für Großstadtmenschen ?
geschrieben von: strega (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03.10.2017 13:39

wer pendeln muss zum Job kann ja mal gucken, wenn er/sie nicht die Öffis nimmt oder radfahren will oder Roller, obs über die Seite blablacar oder andere Mitfahrerseiten andere Leute zu finden gibt, die entweder regelmässig selbst fahren oder Mitfahrgelegenheit suchen.

Sicherlich sinnvoller als Millionen Autofahrer, die allein im Auto sitzen und zu den Stosszeiten in der Stadt rumgurken. Und kostet die Hälfte, ein Drittel, ein Viertel, je nach Besetzung.



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