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Philosophie : Knausererforum
der Genügsamkeit / des Knauserns, Gedanken zum Nachdenken über das Knausern, den einfacher Lebensstil, Ziele, Lebensgestaltung, Träume, Utopien
Minimalismus
geschrieben von: jpd (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.02.2014 10:29

Hallo!

Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Minimalismus, und da das auch im aktuellen Knauserer ein Thema ist, würde ich gerne noch ein paar Gedanken dazu loswerden.

Minimalist ist jemand, der weniger als 100 Dinge besitzt und Musik, Bilder und Bücher auf dem iPad mit sich rumschleppt. Diesen Eindruck mag man gewinnen, wenn man das erst mal auf das Thema trifft. Denn die Anzahl der Besitztümer ist eine schön plakative Kennzahl, die gerne von den Medien aufgegriffen wird. Extrembeispiele wie Kelly Sutton tun ihr übriges dazu.

Wenn man sich etwas intensiver mit Minimalismus beschäftigt, zeigt sich ein etwas differenzierteres Bild. Ein wirklich klar abgegrenzte Definition von Minimalismus gibt es nicht, und schon gar nicht eine bestimmt Höchstanzahl an Gegenständen, die einen zum Minimalisten machen. Ein Grundgedanke ist jedoch immer da:

Unnötiges loswerden, und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Das gilt sowohl für Gegenstände, als auch für Freizeiten und sogar Beziehungen. Warum das Ganze? Gegenstände z.B. kosten Geld, sie benötigen Zeit (Anschaffung, Pflege) und Platz, doch oft stehen weder genug Geld noch Zeit oder Platz zur Verfügung. Um diese eigenen Ressourcen zu schonen ist es eigentlich nur logisch sie nicht für eigentlich Unnötiges zu verschwenden. Das loslassen von Unnötigen hat dabei einige Vorteile:

- Ich brauche weniger Geld. Dadurch kann ich mir für wichtige Dinge auch etwas teureres, hochwertiges kaufen. Vielleicht kann ich es mir sogar leisten weniger arbeiten zu müssen.

- Ich habe mehr Zeit. Ich muss weder Geld für unnötige Gegenstände noch die Gegenstände selbst heranschaffen, ich muss mich nicht mit Beziehungen und Aktivitäten rumschlagen, die mir nicht viel bedeuten

- Ich habe mehr Platz/ich benötige weniger Platz. Das wiederum spart Geld, oder ich kann mir vielleicht eine kleinere, aber teurere Wohnung in einer schönen Lage leisten.

So weit zur Theorie. Aber wie sieht das praktisch aus? Tech Nomads wie Kelly Sutton setzen stark auf Digitalisierung. Der offensichtliche Vorteil ist klar: Die CDs, Bücher und Bilder nehmen keinen Platz mehr in der Wohnung ein, sondern sind auf Rechner, externer Festplatte oder der Cloud gespeichert. Aber ist das allein schon minimalistisch (abgesehen von Risiken bei Datenschutz und Datensicherheit)?

500 Stunden Musik in iTunes wollen auch gehört werden, eBooks gibt es nicht umsonst (oder man hat hunderte, eben weil es sie gerade umsonst gab) und auch die tausenden von Bildern auf der Festplatte wollen organisiert und durchforstet werden.

Ja, auch ich habe meine CDs komplett in iTunes übertragen und sie dann verkauft. Allerdings wurden aus ca. 500h Musik auf CD gerade mal 200h Musik auf dem Rechner. Der große Vorteil für mich war: Ich konnte einzelne Songs, die mir nicht gefallen haben einfach löschen und ordentlich entrümpeln. Die ohnehin kaputte Stereoanlage flog gleich mit raus, von dem Geld für die CDs habe ich mir u.a. ein schickes, schlankes Soundsystem für den PC gekauft. Neue Musik kaufe ich mir jetzt deutlich weniger als früher, dafür aber viel gezielter und mit mehr Freude.

Natürlich gibt es noch viel mehr Aspekte, an die man minimalistisch herangehen kann. Mir macht es viel Spaß, das auszuprobieren...

Grüße
Jens-Peter

P.S.: Um nochmal eine Lanze für die Amis zu brechen, für mich sehr interessant und inspirierend sind z.B. The Minimalists: [www.theminimalists.com]

Re: Minimalismus
geschrieben von: Scrooge (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.02.2014 12:53

CDs? – Nie gehabt, dafür hab ich noch nie mein Geld ausgegeben. Was meiner Ansicht nach nur sinnig ist, denn die ewig gleichen Lieder kann man irgendwann ohnehin nicht mehr hören, zumal von 20 Stücken dann auch mindestens die Hälfte gar nicht gefällt. Und spätestens nach dem dritten Anhören liegen die Silberscheiben nur im Regal herum und verstauben.

iTunes? – Issn das?

Ich höre seit Jahren nur Radio. Und in diesen Jahren hab ich gelernt, dass es neben dem örtlichen Stammsender noch viele andere Radiostationen gibt, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Und so ganz nebenbei – die wenigsten werden es noch wissen – es gibt auch Mittelwelle, Kurzwelle, Langwelle …

smoking smiley

Re: Minimalismus
geschrieben von: jpd (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.02.2014 14:15

Hallo!

Interessant, so unterschiedlich kann man das "Wesentliche" interpretieren. Radio läuft bei mir genau so lange, wie ich brauche um auf SD-Karte umzuschalten...

Der Einheitsbrei und das Moderatoren/Zuhörergesabbel der "normalen" Radiosender kann ich nicht lange ertragen - nur um dann vielleicht ein bis zwei wirklich gute Songs pro Stunde zu hören. Selbst wenn es "umsonst" ist, der Preis ist mir immer noch zu hoch.

Ein Großteil meiner CDs stammt aus der Zeit, als Internet noch nicht so verbreitet war. Da gab es nicht viel Möglichkeiten z.B. US Country zu hören (Anm. Truck Stop und Johnny Hill sind Kanthrie, nicht Country), bis zu problemos empfangbaren Internetradio-Spartensendern waren es noch ein paar Jahre. Da höre ich duraus mal rein, auf der Suche nach neuen guten Songs. Aber auch bei diesen Sendern ist viel "Ballast" dabei, der mich nicht anspricht. Außerdem bringt mich das im Auto nicht weiter. Auf die Liveversion von "Fürstenfeld" zum mitgrölen dürfte man bei den "üblichen" Radiosendern hier in Norddeutschland ziemlich lange warten. Diverse Rock-CDs argentinischer Bands aus meiner Zeit in Buenos Aires gibt es nicht mal bei Amazon, da brauche ich im Radio gar nicht drauf hoffen. Auf der SD-Karte ist alles nur ein paar Clicks entfernt...

Mittel- oder gar Langwelle? Das ist wohl eher etwas für die Hardcore-Christian Radio Stations im Bible Belt oder die Kap Hoorn Umrundung. Wobei, auf der alten Route 66 und dann schön schrabbelige MW mit Country aus den 50ern im Radio - hat auch was ;-)

Aber Radio statt CDs ist ja durchaus ein knausiger/minimalistischer Ansatz. Ähnlich wie Bibliotheken oder Mediatheken. Fernsehen schaue ich fast nur noch ausgesuchte Sendungen in den Mediatheken, das reicht mir völlig. Aber bei meiner Musik ist mein Geld sehr gut angelegt ;-)

Grüße
Jens

Avatar Knausrig Entrümpeln (Re: Minimalismus
geschrieben von: orinoco (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.02.2014 14:58

Mir ist da drumherum was sich im Laufe eines Lebens eben so ansammelt eigentlich auch viel zu viel. Allerdings einfach wegwerfen, was noch gut ist und noch funktioniert und was bei der Herstellung u.U. viel Energie verschlungen hat, das widerstrebt meinem Knauserer-Ego. Aber es ist gar nicht so einfach alles "in gute Hände", die es noch gebrauchen können, abzugeben. Und das kostet auch wiederum Zeit. Ein gewisses Dilemma ...
Dass ich schon so wenig Dinge wie möglich kaufe versteht sich schon fast von selbst, aber allein durch das was man geschenkt bzw. geschenkt angeboten bekommt, droht der Haushaltsbestand ständig zu wachsen.

Avatar Re: Minimalismus
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.02.2014 15:22

Zur Musik habe ich eine schöne Lösung - das Hintergrundgedudel mag ich sowieso nicht. Radio nervt. Für mp3 hab ich keine Zeit. Jetzt die Lösung: ich singe selber. Gitarre steht im Wohnzimmer - wenn mir nach Musik ist, dann gibt es ein Stück Musik von Hand gemacht.

Michi

Re: Minimalismus
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05.02.2014 23:26

Auf 100 Dinge werde ich mich sicher nicht beschränken u. ausmisten was das Zeug hält. Ich kaufe nichts unüberlegtes dazu u. brauche vorhandenes auf, hat ja auch mal was gekostet.
Von etlichen Büchern habe ich mich getrennt, nur mir wichtige durften bleiben.
Menschen u. Freundschaften ausmisten auch so ein Thema. Das ergibt sich fast von selbst, wenn man irgendwann seinen eigenen Weg geht. Irgendwann kann man mit den ewig konsumierenden nicht mehr u. wird uninteressant, wenn man nicht mehr mit der Herde blöckt u. vieles hinterfragt. Sind wenige übriggeblieben mit denen man wirklich harmoniert u. die es toll finden mit mir über selbstgemachtes sich auszutauschen.
Für Musik gebe ich schon lange nichts mehr aus, mir genügt das Radioprogramm, das ist nicht so wichtig für mein Befinden. Es gibt einen Radio-CD Player u. noch ganz gute CD-s halt ältere die ich immer mal wieder mag. Meine Daten speichere ich ganz sicher nicht in einer Cloud, wo das ausschnüffeln noch leichter ist.

Biggy



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.14 23:33.

Re: Minimalismus
geschrieben von: schweinchen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06.02.2014 02:39

Ich minimiere auch gerade das Zeug, dass sich in vielen Jahren bei mir angesammelt hat.
Ich war schon seit vielen Jahren unzufrieden mit den vielen Büchern die ich hatte, weil ich die meisten davon auch nie wieder lesen werde.
Jetzt im Dezember habe ich es endlich angepackt und habe Von den etwa 1000 Büchern die ich hatte, mal einen Großteil (online) verkauft, etliche auch verschenkt und einige auch, wenn sie so zerfleddert (weil ohnehin schon antiquarisch erworben) waren, dem Altpapiere überführt.
Jetzt habe ich nur noch so an die 150 Bücher. Genau die, die ich nach wie vor immer wieder zur Hand nehme, weil se mir noch viel bedeuten und ich sie als Bereicherung empfinde.
Als ich alle raus hatte - ich kann Euch sagen - es fühlte sich großartig an!
Ich werde das mit den Büchern in jedem Fall weiterführen. Wenn mir eins nichts mehr bedeutet - raus damit. :-)

Die CDs habe ich auch bereits digitalisiert und verscherbelt.

Als nächstes sind meine alten Schallplatten dran, die ich schon Jahre nicht gehört haben. (Ich höre meist ohnehin nur Musik auf youtube oder itunes). Meine Stereoanlage mit Plattenspieler fliegt dann gleich mit raus.

So möchte ich auch dieses Jahr alles sukzessive auf das Wesentliche und Geliebte reduziert haben, weil ich einfach merke, je älter ich werde, umso weniger 'brauche' ich eigentlich. :-)

Re: Minimalismus
geschrieben von: Ede (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06.02.2014 13:32

@schweinchen und jpd:

Da meine Stereoanlage ebenfalls in die Jahre gekommen ist: wie funktioniert das mit der Umstellung genau?

Was für Geräte muss ich anschaffen oder umbauen?
Kann ich die Musikdaten nach der Digitalisierung auch ohne die Cloud bereitstellen (vielleicht über HDD am DSL Router? Wie greife ich am Besten darauf zu?)
Mein Autoradio hat kein USB Anschluss oder Cinch Eingang: müsste das auch neu?

Grüße Ede

Re: Musik digitalisieren (Minimalismus)
geschrieben von: jpd (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06.02.2014 16:07

Hallo!

Das war bei mir ziemlich einfach. Ich hatte eh nur eine alte Kompaktanlage, die immer mehr Schwierigkeiten mit dem Lesen von CDs hatte. Reinigung half nichts.

Da mein PC nur die integrierten Lautsprecher hatte, habe die mir für den PC ein Soundsystem angeschafft. So höre ich Musik nur per PC. Wir schauen allerdings Fernsehen fast auch nur noch über PC (Mediatheken), da kommen uns die Lautsprecher auch zu gute. Das Autoradio hat einen SD-Kartenschlitz und kann die ID3-Tags darstellen, so kann ich auch vernünftig Navigieren.

Wenn ich mir mal neue Musik hole (was ja nicht mehr so häufig vorkommt) nehme ich einfach abends die Karte aus dem Auto mit und spiele die MP3s darauf. Nicht besonders elegant, aber für mich absolut ausreichend.

Wenn du auf digital umsteigen willst, würde ich auf ein paar Dinge achten:

iTunes finde ich ganz nett und komfortabel. Apple-Jünger mit der entsprechenden Ausstattung können gleich synchronisieren, für alle anderen: iTunes konvertiert CDs voreingestellt in Apple-Formate (AAC, m4a), während viele "Fremgeräte" nur mp3 können. Das kann man bei iTunes umstellen, sollte man aber möglichst am Anfang tun. Sonst kann das Autoradio nichts lesen, und das nachträgliche konvertieren in iTunes ist langwierig. Nett ist die Funktion, die Musikordner durch iTunes automatisch verwalten zu lassen. Dann kann man einfach den ganzen Ordner auf die Karte/Stick kopieren, und mp3-fähige Geräte kommen damit zurecht.

Die Musik im Netzwerk verfügbar brauche ich nicht, davon habe ich keine Ahnung. Bei Speichermedien setzte ich auf SD-Karten, ich kann nämlich diese fürchterlichen USB-Stecker nicht ausstehen.

Wer sich mit der Rechtslage (eigene CDs in mp3 und dann CDs verkaufen) beschäftigen möchte, einfach mal nach "Privatkopie" googlen.

Grüße
Jens-Peter

P.S.: iTunes ist übrigens schön knauserig kostenlos...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.14 16:08.

Re: Minimalismus
geschrieben von: Hilde (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06.02.2014 19:31

Auch bei mir ist-oh Wunder - der Minimalismus eingezogen!..der Jüngste Sohn zieht gerade aus.So und was mach ich jetzt bloß mit dem leeren Zimmer..grübel..grinning smiley. Sein "Nachlaß aus der letzten Wohnung" füllt ja bereits das 2. das er auch bewohnte.

Liebe Grüße
Hilde
Dieser Beitrag ist fehlerfrei; Ausnahmen bestätigen die Regel.

Du bist was Du denkst und was Du denkst strahlst Du aus. Und was Du ausstrahlst ziehst Du immer unweigerlich an.

Re: Minimalismus
geschrieben von: Hobbygaertnerin (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.02.2014 08:05

Hallo Hildegard,
unsere Kinder haben auch bei jedem Umzug einiges bei uns abgestellt und sie würden es angeblich bald wieder holen.
Mein Minimalismus zieht sich inzwischen durch viele Lebensbereiche.
Es wird viel einfacher gekocht, beim Einkaufen bewusst so vieles nicht gekauft-
und dank Knausereragebuch freue ich mich über jeden Tag, an dem ich kein Geld ausgeben muss. Die eingetragenen roten Striche pro geldfreien Tag erlebe ich als persönlichen Erfolg.
Mein Kleiderschrank ist auch dank Knauserer minimalistisch geworden, die ewige Frage, was ziehe ich an, stellt sich zum Glück nicht mehr.

Re: Minimalismus
geschrieben von: Ede (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29.09.2014 16:26

Hallo,

Rückmeldung:
Ich habe testweise ein paar Kinder-Hörspiel-Kassetten digitalisiert mit einem geliehen Kassetten-Digitalisierer. Das Ergebnis ist..ehm..ernüchternd.

Rauschen und die Motorengeräusche des Kassetten-Digitalisierer sind leider deutlich in der MP3 Datei hörbar. Ja, natürlich kann man diese noch filtern und verbessern - aber das Projekt wird somit zu einem unglaublichem Zeiträuber...

Beim Thema Digitalisierung hat sich ein weiters, großes Problem aufgetan:

Durch einen Hardwaredefekt auf einer externen Datenfestplatte (Bilderarchiv) hätte ich fast 50 % des Bilderachivs verloren!

Ja, natürlich hatte ich (wie so viele andere auch) meine Backups nur unregelmäßig und planlos durchgeführt...und die Datenmenge ist in den Jahren doch ehrheblich angewachsen. Erst durch diesen Beinaheverlust, ist klar geworden, dass hier eine richtige und mitwachsende Lösung her muss.

Alle Lösungen dieses Problems die ich sehe, sind aber weder minimalistisch, noch einfach und schon gar nicht knauserig eye rolling smiley

- speichern der Daten in eine Cloud (100 GB kosten: 120.- € pro Jahr)

- speichern der Daten im Heimnetzwerk über ein (NAS) mit gespiegelten
Festplatten ( 4 TB kostet ab 400.- €, Stromkosten ca. 25 - 30 €/Jahr)

Die Lösung, einen alten PC mit zusätzlichen Festplatten auszustatten und hier eine "NAS Freeware Software" (auf UNIX/Linux Basis) drauf laufenzulassen ist zwar vom recyling-Gedanken gut, aber die Lösung hat alleine Stomkosten von ca. 220 € pro Jahr.

Was tun? Wie seit ihr das Problem angegangen? Oder gibt evtl. noch ein ganz andere Lösung? HILFE !

Grüße
Ede

- Sei großzügig im Kleinen und kleinlich im Großen -

Re: Minimalismus
geschrieben von: Biggy (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29.09.2014 18:01

Mit Bändern digitalisieren habe ich keine Erfahrung, Schallplatten sehr wohl, sind aber wegen der Kratzer zum Teil auch nicht so sauber.
Diese Musik habe ich jetzt auf dem Rechner, wird ohnehin nicht viel angehört, die Platten ausgemistet.

Bilder die nicht verloren gehen sollen auf DVD`s gebrannt u. auf dem Rechner, jedes der Kinder hat eine, wie lange die haltbar sind? Back up`s in regelmässigen Abständen sowieso, in eine Cloud geben wir aus Prinzip keine Daten.

Es wird langsam ein bisschen weniger, da ich auch etwas ausmiste u. abgebe, was herumsteht. Einige Haushaltsgeräte die kaum verwendet wurden, zum Teil gar nicht genutzt an den Hausstand der Kinder abgegeben. Koche meist für 2 Tage, gerade eine Gutschrift vom Stromanbieter bekommen.

Kataloge kommen auch so gut wie keine mehr, habe bei den meisten meine KDnr. löschen lassen. Ist ja so, daß da erst Wünsche geweckt werden, die man gar nicht hat, wenn man`s nicht sieht.

Mein online-Zeitungsabo wird demnächst gekündigt, gibt genug Quellen sich zu informieren im Netz.

Biggy

Re: Minimalismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2014 00:48

Speichermedium Preis pro GByte Max. Kapazität Max. Lebensdauer Größte Bedrohung
Blu-ray-Disk 0,037 Euro 50 GByte 50 -100 Jahre Wärme, Licht, Feuchtigkeit und Kratzer
DVD 0,15 Euro 8,5 GByte 30 Jahre Wärme, Licht, Feuchtigkeit und Kratzer
CD 0,30 Euro 700 MByte 30 Jahre Wärme, Licht, Feuchtigkeit und Kratzer
Festplatte extern 0,05 Euro 4 TByte 10 Jahre Feuchtigkeit, Stöße, Magnetismus
Solid-State-Platte 0,66 Euro 960 GByte 10 Jahre Begrenzte Scheibzyklen
USB-Stick 0,80 Euro 512 GByte 30 Jahre Begrenzte Scheibzyklen
Cloudspeicher gratis (z.B. box.net) theoretisch unbegrenzt theoretisch unbegrenzt Zugriff durch Dritte, Pleite des Anbieters
Festplatte intern 0,04 Euro 4 TByte 5-10 Jahre Wärme im Betrieb

Das, was ich mir merken (speichern) will, schreibe ich mit der Hand auf Papier. Handgeschriebene Notizen. Lebensdauer: fast unbegrenzt.
So sieht "einfach Leben" aus!

grinning smiley

Avatar Re: Minimalismus
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2014 19:15

also druckst du dir aufhebenswerte Fotos aus - oder malst du die auch selbst?

liebe Grüße
Lehrling

Frei sein, heißt wählen können, wessen Sklave man sein will."
Jeanne Moreau (*1928), französische Schauspielerin und Regisseurin

Re: Minimalismus
geschrieben von: Ede (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24.12.2014 10:10

@Wasserprediger
Danke für die Antwort. Leider wird das Thema in 2 Threads behandelt.
Mittlerweile bin ich einen Schritt weiter ***klick***

Grüße und fröhliche Weihnachten!

- Sei großzügig im Kleinen und kleinlich im Großen -



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.12.14 10:10.

Re: Minimalismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.12.2014 13:59

@ Lehrling

Wenn man nicht beruflich fotografiert und sich Fotografie nicht gerade als Hobby ausgesucht hat, gilt auch hier: vorher sich zurückhalten. Meine wenigen Fotos haben in EINER Zigarrenschachtel Platz - und da ist noch viel Luft drin.
Ich hatte auch noch nie den Antrieb, Musik oder Filme zu sammeln; von daher stellt sich für mich auch hier nicht die Frage nach dem platz- und geldsparenden Konservieren.

Alles haben wollen UND minimalistisch leben wollen, das beißt sich eben an vielen Stellen.

Naturverbunden leben wollen und diese wilde Foto-Raserei passt meiner Meinung nach auch nicht zusammen. Wenn man es genau nimmt.

"Cloud" - das ich nicht lache!

Re: Minimalismus
geschrieben von: Ede (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16.04.2015 10:45

Ich möchte gerne noch einmal zum Thema des Threads zurückkommen.

Da wir ja in der philosophischen Ecke des Forums sind: die Gebiete Minimalismus, knausern und einfach-leben haben bekanntlich viele Schnittmengen.

Worüber ich allerdings grübele: gibt es Themen und Ansichten des Minimalismus die außerhalb dieser liegen? Oder ist vielleicht einfach-leben = Minimalismus?

- Sei großzügig im Kleinen und kleinlich im Großen -

Re: Minimalismus
geschrieben von: Darina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.05.2015 15:25

Für mich sieht es so aus das einfach leben meist mit Minimalismus verbunden ist.

Eine Frage zu der Musik hätte ich, wenn ich sagen wir mal 500 Lieder besitze ist es doch egal ob auf CD, MC oder auf dem Rechner ich habe sie doch, also je mehr ich von ihnen habe vergrößern sie meinen Besitz. Denke ich da irgendwie falsch?
Sieht Minimalismus so aus das ich gar keine Lieder, Filme oder was auch immer in dieser Richtung besitze?

Avatar Re: Minimalismus
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28.05.2015 23:15

ich denke, das ist eine Entscheidung die nur jeder für sich treffen kann. Ich hab viele Bücher und kein Auto - oder - ich hab kein TV und nur einen PC - oder - ich hab keine Küche und gehe deswegen zum Essen immer aus.....

da gibt es so viele Möglichkeiten....

liebe Grüße
Lehrling

Frei sein, heißt wählen können, wessen Sklave man sein will."
Jeanne Moreau (*1928), französische Schauspielerin und Regisseurin

Re: Minimalismus
geschrieben von: Darina (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31.05.2015 12:37

Ich habe mich wohl etwas schlecht ausgedrückt. In einem Beitrag im Fernsehen habe ich über Minimalisten einen Beitrag gesehen. Da war auch ein Mann dabei der " nur " etwa 100 Dinge besitzt. Aber unter anderem einen Computer auf dem er hunderte von Liedern und Filmen hat. Das ist für mich auch eine Form von Besitz, klar stehen bei ihm keine CD´s oder DVD´s rum aber er hat die Sachen doch. Das ist in meinen Augen kein Minimalist.
Ich selbst bin alles andere als ein Minimalist, ich liebe gut gefüllte Vorratsschränke, habe mehr als genug Bücher, meine Bastelkisten sind auch reichlich gefüllt und da ich gerne Briefe und Karten schreibe habe ich jede Menge schöner Stifte.

Avatar Re: Minimalismus
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31.05.2015 15:37

ich denke, da ist meine Antwort schon zutreffend, denn wenn er die Mengen im PC hat dann will er sie haben, äußerlich - im Raum - will er sie nicht haben. Jeder teilt das so ein wie es ihm wichtig ist.
Ob er sich nun über seine gespeicherten Filme freut oder wir zufrieden auf unsre gefüllten Bücherregale blicken, jeder hat das was ihm wichtig ist thumbs up

liebe Grüße
Lehrling

Frei sein, heißt wählen können, wessen Sklave man sein will."
Jeanne Moreau (*1928), französische Schauspielerin und Regisseurin

Re: Minimalismus
geschrieben von: Wohlgemuth (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22.08.2017 11:43

Eine Kolumne von Maike Winnemuth zum "Weniger ist mehr "


 stern.de/gesundheit/psychologie/mach-dein-leben-leichter--meike-winnemuth-ueber-den-weg-zum-einfachen-glueck-7579500.html


Zitat:
Maike Winnemuth im Sternartikel:
Man trennt sich nämlich nicht von Sachen, sondern von Selbstbildern, Sehnsüchten und wärmenden Illusionen. Eines Tages passe ich wieder in Größe 38/fange ich wieder mit dem Tennisspielen an/lese ich all die ausgerissenen Zeitungsartikel/ könnte ich diesen Karton mal brauchen. Dieser magische Tag lässt zwar schon seit Jahrzehnten auf sich warten, aber … irgendwann, bestimmt. Das Aufheben dient als emotionaler Schutzschild gegen die Unwägbarkeiten des Lebens.



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