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Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Santino (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 15:10

Ich glaube, unser Wasserprediger ist garnicht so atheistisch oder
a-religiös, wie er zu sein vorgibt oder gar glaubt smiling smiley. Mir scheint: Der will hier wahrhaftig religiöse Diskussionen entfachen! Sollen wir uns das bieten lassen?! - in diesem Forum?!!!
Ich glaube: Ja.
Ich weiß, das ist immer gefährlich, wenn man da nicht sehr sensibel und repektvoll ... gegenüber Überzeugten Menschen auftritt. Fast wie in der Liebe ... smiling smiley
Ja, wenn, wenn es nicht schlimm ausufert, denn wie schnell hat man sich am Kragen, müssen die Fäuste, Messer und Kanonen sprechen, wenns um Gott geht, ... Wenns sich im Forum begrenzen läßt und sich nicht überall einschleicht und dort dann zerstörerisch zu sägen beginnt, bin ich da gern dafür. Wenns doch ausufert, müßten ggf. unsere "Aufsichtspersonen" hart durchgreifen und Beiträge löschen, rauswerfen - zack - die da jeweils einfach nicht reingehören, denjenigen ermahnen, ihm sanft drohen, oder letzten Endes ... - zack!
Wir bräuchten also verschärfte Selbstdisziplin. Haben wir die denn?
Können wir uns selber, und vielleicht auch gegenseitig ein bißchen disziplinieren?
L.G. Santino

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Diana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 15:44

Keine Angst, sobald ich merke, daß es keinen Sinn hat, höre ich sofort auf zu schreiben.

Alles, was du besitzt, besitzt auch dich.

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Kap Horn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 15:59

Selbsdisziplin...die Schwerste von allen Disziplinen...und wie so Vieles im Leben durchaus erlernbar!

Hauptsache man bringt ein paar Gramm sebst davon mit, so wird das schon!

Wenn Schiffe schaukeln,
werden manche seekrank.

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Buddhismus keine Religion?
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 17:02

Ledana:

"Der Dalai Lama hat sich nie geäußert, dass Buddhismus, oder Taoismus eine Religion sind."

"Und wenn Sie mich fragen würden, welche Religion für mich persönlich die beste ist, würde ich ohne zu zögern antworten: "Der Buddhismus!"
Aber das heißt nicht, daß es für jeden anderen auch die beste ist - ganz sicher nicht."

Dalai Lama in "Die Vier Edlen Wahrheiten - Die Grundlage buddhistischer Praxis"; Fischer TB, 2001, Reihe Spirit, Seiten 13/14

Im Zusammenhang von Christentum und Islam spricht er auch von "anderen Religionen", so ist doch auszugehen, das Dalai Lama den Buddhismus als Religion betrachtet. So sehe ich das.

Wasserprediger

Avatar Re: Buddhismus keine Religion?
geschrieben von: sierrrra (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 17:07

Hallo Wasserprediger,


im Buddhismus gibt es soviele Stilrichtungen, dass ma schier verzweifeln könnte... Der tibetanische Buddhismus ist eindeutig eine Religion...

Ich betreibe Zen, da gibt es keine Götter, Geistwesen oder "höhere Wesen", Buddha war ein ganz normaler Mensch...

Im Zen spielt auch der Reinkarnationsgedanke keine Rolle

Bis denne

Frank

--
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. – Benjamin Franklin, 1759

Fighting for peace is like fucking for virginity

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: gina-hi (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 19:14

Hallo Ledana,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. Jeder definiert hier das Thema "einfaches Leben" anders - so vielseitig ist es.

Ich lese aus Deinen Beiträgen einen langen spirituellen Weg heraus. Du hast Dich damit mehr befasst als die meisten Menschen.

Die Folge davon ist, wenn ich es recht verstehe, dass Du Dich mehr Deinem inneren Menschen zuwendest und dadurch Äußerlichkeiten für Dich nicht mehr so wichtig sind, was dann ja oftmals auch zum einfacheren Lebensstil führt.

Vielleicht täusch ich mich ja auch?





@ Wasserprediger


bisher hab ich es absichtlich vermeiden wollen, auf Deine Beiträge sonderlich zu reagieren. Das haben andere z. T. ganz gut gemacht.

Unabhängig von religiösen Ansichten hab ich den Eindruck, dass in Deinen persönlichen Erfahrungen diesbezüglich, gelinde gesagt, so einiges im Argen liegt.

Dazu erwarte ich keine Äußerung und ich werde mich auch nicht zu einer weiteren Reaktion, die für mich vom Feeling her einen unangenehmen Touch hat, provozieren lassen.

Friedlich, wohlwollend, tolerant und freundlich kommuniziere ich via Internet dagegen ausgesprochen gern.

In diesem Sinne grüßt

Gina

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: manekineko (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 19:16

mal zum Thema (christliche) Religion was aus meinem Senffäßchen:

aus "Zeitgeist - The Movie" (frei übersetzt):

"Stellt euch vor: (Unsere) Religion hat doch tatsächlich Leute davon überzeugen können, daß es da oben einen unsichtbaren Mann gibt, der im Himmel lebt und euch bei allem zusieht, was ihr macht, jede Minute, rund um die Uhr,
und dieser Unsichtbare hat eine Liste von 10 Sachen, von denen er nicht will, daß ihr sie macht,
und wenn ihr auch nur eins von diesen 10 Dingen tut, hat er für euch einen besonderen Platz, der voll mit Feuer und Qualm und Qualen und Folter ist, wo er euch für alle Ewigkeit zum Leiden und Schreien und Weinen hinschicken wird, aber...


...er LIEBT euch! Im Ernst!

Er liebt euch und er braucht Euer Geld! Immer braucht er Geld!
Er ist allmächtig, allwissend, alles beherrschend, aber er kriegts irgendwie nicht auf die Reihe, mit Geld umgehen zu lernen!

Die Religion nimmt Milliarden ein, zahlt keine Steuern und sie braucht immer etwas meeeehhhr...

Also wenn einer die Leute so überzeugend besch**en kann, sag ich dazu nur: HEILIGE SCH**E!"



Glauben und auch Religion sind sehr eng mit allen möglichen Arten von Ritualen verknüpft, die meist ihren Ursprung gar nicht in der Religion haben, die einen Anspruch auf sie erhebt. Rituale sind für die Ordnung des alltäglichen Lebens von großer Bedeutung, doch der Mensch muß sich irgendwie einen Grund, eine "Ausrede" zurechtlegen, daß er sie durchführt. Da kommt doch ein Gott, ein Gottessohn, ein Götterheer, ein erleuchteter Lehrer (der schon lange tot ist), Geister, Elfen, Feen, wasauchimmer sehr gelegen.


Außerdem gibt es einem doch ein Supergefühl, zu sagen: ich stehe nicht alleine, ich habe ein (all)mächtiges Wesen hinter mir, das mich unterstützt. Da hat man doch gleich viel mehr Mumm in der Hose, wenn man das "weiß".

@Wasserprediger

Der Spruch ist gut, vor allem weil er mit "vielleicht" anfängt.

Ich meinte mit meiner Aussage ja genau das: Leg dich nicht in den Lehnstuhl und verlass dich auf Gottes Hilfe.

Wenn es Gott gibt, wird er nix für dich tun, außer du tust selbst was.

Und wenn es ihn nicht gibt, mußt du trotzdem selbst was machen, wenn du was erreichen willst.

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: schattengruen (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 19:33

Is mir doch egal, wer dein Vadder is- solang ich hier angel, läuft niemand übers Wasser!



soviel dazu, ansonsten:
Willkommenspinning smiley sticking its tongue out

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 19:46

ein französischer Schriftsteller - ich weiß nicht, welcher - hat sinngemäß gesagt:
Ich bin Atheist. ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Die Chancen stehen 50:50. und wenn ich mich vorsichtshalber so verhalte als ob, dann schadet es hier niemandem.

liebe Grüße
Lehrling

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Diana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 20:03

Hallo Lehrling,

bei mir stand am Anfang der gleiche Grundgedanke - niemand kann es beweisen und das Gegenteil auch nicht. Aber meine Schlußfolgerung war eine andere: wenn ich an Gott glaube,lebe ich ruhiger und geborgener (Religiöse leben sogar länger lt. Statistik). Sterbe ich dann und es gibt keinen Gott, dann erfahre ich es ja nicht.

Wie Du siehst, bin ich äußerst pragmatisch zur Religion gekommen smiling smiley

LG Diana
----------------------------------------------------------------------

Das bezieht sich nicht auf Lehrlings Beitrag, sondern ist eine Vorschlag an das Forum.

Mein ursprünglicher Beitrag bezog sich eigentlich darauf, weshalb ich meine, daß sowohl der Buddhismus als auch Jesus sich für das einfache Leben aussprechen. Eigentlich sollte es einen Faden geben für religiöse Forumsteilnehmer, wo man die Stellung der Religion zum einfachen Leben, zur Ausbeutung von Mensch und Natur usw. diskutiert. Im Prinzip sollten sich Atheisten da heraushalten denke ich.

Für grundlegende Diskussionen über Religion, Gott usw. ist das Forum nicht der richtige Platz.

Alles, was du besitzt, besitzt auch dich.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.07 21:39.

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 20:26

Gina

"Friedlich, wohlwollend, tolerant und freundlich kommuniziere ich via Internet dagegen ausgesprochen gern."

Das ist nur die halbe Wahrheit, denn Du trittst offenbar gerne nach.
Dein Beitrag ist der Beweis. Deine Anfeindung ist kaum besser als die von Softeisknicker, auch für Dich hoffe ich, daß Du Dich beim "wohlwollenden" Treten wohl fühlst in Deiner Haut.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.07 20:34.

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Kap Horn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 20:40

Wasserprediger...mässige Dich doch ganz einfach mal.
Fuehlt man sich in seiner Ehre gekränkt, muss man ja nicht gleich zu den Duelierwaffen greifen und nach seinem Asjutanten rufen.smiling smiley

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Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Kap Horn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 20:41

schattengruen schrieb:
> Is mir doch egal, wer dein Vadder is- solang ich hier angel, läuft
> niemand übers Wasser!

> soviel dazu, ansonsten:
> Willkommenspinning smiley sticking its tongue out


grinning smileygrinning smiley

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Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Santino (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 20:42

Also, Ihr wollt hier tatsächlich Gespräche über Religion führen ...
Wie schon bemerkt, garnicht ungefährlich - in einer gewissen Öffentlichkeit, und unter Leuten, die sich, größtenteils jedenfalls nur via Internet "kennen", wo man mal schnell und vielleicht auch arglos "irgendwas hinschreiben" kann. Jeder Mensch hat letztendlich seine eigenen religiösen Überzeugungen, und sei es, daß Leute meinen, Religion sei einfach Quatsch und sonst nur zum Geldverdienen da, was ich z.B. durchaus nicht so sehe. Sehr, sehr schnell, besonders bei unvorsichtig oder harsch vorgetragenen Argumenten und Dogmen, oder auch bei scheinbar harmlosem Wortgeplänkel, kommt es hierbei zu gegenseitigen Verletzungen und zur bösen Entzweiung. Von regelrechter Achtlosigkeit und mangelndem Respekt, wie er ja heute geradezu in Mode ist, ganz zu schweigen. (Jeder darf heute ja öffentlich über den religiösen Glauben - welcher Fasson auch immer - sagen, was er will, den Glauben anderer öffentlich in den Staub treten. Das Fernsehen macht es auch vor.) Von echten religiösen Fanatikern, die hier vielleicht noch hinzutreten könnten ganz zu schweigen. Es soll sogar Leute geben die bereit sind, für ihre Religion ohne weiteres sofort zu sterben.
Bei diesen heiklen Punkten liegt möglicherweise ein ganz erhebliches Potential dafür, dieses Forum locker "aus den Angeln zu heben", es mühelos zu sprengen.
Was allein ein bißchen "frischer Wind" und Humor - ohne direkte Erörterung wirklich brennend heißer Themen - in unserem Forum anrichten kann, haben wir in letzter Zeit schon gesehen.
Soweit ein liebgemeintes Wort zur Warnung und Mahnung ... smiling smiley Gerade auch zur Weihnachtszeit vielleicht passend, wo die Nerven oft etwas "blank" liegen ... smiling smiley
Santino



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.07 20:45.

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 20:52

Liebe Freunde,

ich wünsche mir zur Weihnachtszeit - gute Diskussionen und steigert euch bitte nicht so rein.

Ich weiß, wie leicht man sich hinter einem Avatar oder einem künstlichen Namen verstecken kann. Und da gehen nicht so schöne Bemerkungen furchtbar leicht über die Tastatur.

Ich weiß auch, wie schwer es ist die Meinung anderer gelten zu lassen, auch wenn sie unbequem, blöd, unausgereift, unpraktisch etc. ist. Wie schön ist es aber auch, wenn man gekonnt mit Fakten, Wortwitz etc. dagegen antreten kann, ohne dass sich der andere verletzt fühlt.
Man kann es auch Toleranz nennen!

Ich habe mich nämlich wirklich gefreut, dass ich ein engagiertes Team um mich habe, das sich gut ums Forum kümmert. Und dann kommen eben wieder ein paar, die mir in meine Sandkiste SCHEISSEN.

Es ist Weihnachten, Zeit des Friedens, seid nett zu einander.
Bitte macht mir das Forum nicht kaputt, es war viel Arbeit.

Danke
Michi

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Kap Horn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 21:01

Also bitte!

Eine etwas gehobenere Wortwahl wäre nicht verkehrt am Platze, ich meine es könne ja auch Miderjährige hier lesen!smiling smiley
Oder bist Du das selbst noch? Und sauer dass Dir jemand Deine Sandkiste verdirbt?
Ich mein, ich frag ja nur?

Aber klar, eine Art Spielplatz kann es hier natuerlich auch sein.
Und manche toben sich ja wirklich richtig aus.

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Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: manekineko (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 21:05

Oha,

liebe Michi, "Und dann kommen eben wieder ein paar, die mir in meine Sandkiste SCHEISSEN" das wollte hier bestimmt niemand absichtlich. (Notiz an mich: Forum nicht gleich Katzenklo grin )

"Ich weiß, wie leicht man sich hinter einem Avatar oder einem künstlichen Namen verstecken kann." --> Ja, da scheinen manche Hemmungen doch eher wegzufallen. Das soll aber kein Grund sein, daß dieses Forum zusammenbricht, da es mindestens einen geben wird, der es sehr vermissen würde love

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 21:10

Bussi, Manekineko

Michi
PS: die mal dramatisieren wollte

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: manekineko (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21.12.2007 21:41

OH danke

aber ein warnendes Wort ist sicherlich auch angebracht, wenn im Forum die Fetzen schon in der Luft hängen

du hast recht: wir sollten nett zueinander sein, Toleranz ist das Mindeste, respektvoller Umgang miteinander die Grundlage für den Erhalt des Forums


Unter diesem Motto wünsche ich allen Forumsteilnehmern ein frohes Fest mit vielen Geschenken, die nicht (nur) materiellen Wert haben cool smiley

Avatar Re: Buddhismus keine Religion?
geschrieben von: Ledana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22.12.2007 21:35

Hallo Wasserprediger,


Wasserprediger schrieb:
> Ledana:



> "Der Dalai Lama hat sich nie geäußert, dass Buddhismus, oder Taoismus
> eine Religion sind."



> "Und wenn Sie mich fragen würden, welche Religion für mich persönlich
> die beste ist, würde ich ohne zu zögern antworten: "Der Buddhismus!"
> Aber das heißt nicht, daß es für jeden anderen auch die beste ist -
> ganz sicher nicht."

> Wasserprediger
Ein Beischpiel von mir, als Antwort auf Dein Zitat.
Die Liebe kann auch als eine "Religion" ( das Wort "Religion" wird in einem anderen Kontekst benutzt), gesehen werden......
Man kann in die Liebe glauben, und sie praktizieren, und trotsdem schafft man sie zu hinterfragen.
Die Religionen (die Religionen und nicht "die Religionen") dagegen basieren auf purem Glauben, ohne hinterfragen.
Buddhistische Texte basieren auf : einer Lehre, und dem Hinterfragen derer Inhalte, im Sinne derer Analyse ( These/ Synthese/ Antithese, usw..).

Na ja, aber ich habe mich hier nicht wegen en Religionen angemeldet....eye rolling smiley
Daher lase ich das Thema den darüber Interessierten.


Ich habe mein eigenes Lebensmotto, das ich in dem Gedicht hier verfasst habe:

Philosophie der Kunst.
_______________________

Langsam, langsam !!

Bleib stehen !

Die Sequenz ist zu schnell geschehen.

Dein Blick zu sparsam, um zu sehen.

Sehe!

Der Horizont menschlicher Schwingungen

In der Einsamkeit rauschende Atemzuge

Kommend und gehend

In dem Nebel der Bemühungen

Äußere Lüge

Ist sie bestehend?

Noch ein Strich

Das Verborgene bleibt in seiner Hülle.

Soll ich vorbeigehen??

Nein, da steckt auch mein ICH.

Egal, was ich fühle.

Ich bleibe stehen.

Langsam, langsam !!

Die Augen werden befreit

Im stehen kann man auch gehen !

Der Blick nicht mehr so sparsam.

Achtsamkeit ist nicht mehr so weit.

Ich brauche es nur zu verstehen....


Liebe Grüße.
Ledana

Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.12.2007 20:04

@ Ledana

"Da wir stets nach einer klaren Ordnung und nach präzisen Definitionen suchen, erscheint uns der Buddhismus oft zwiespältig; es ist, als bewegete er sich an der Grenze zum Widerspruch, wo alles verfließt. Ist der Buddhismus eine Religion? Ist er eine Philosophie oder ein ethisches System? Fragen die ohne Antwort bleiben und fast schon deplaziert wirken. Der Buddhismus entzieht sich hartnäckig jeder Einordnung und bleibt letztlich unangreifbar."

Carrière in "Die Kraft des Buddhismus und Der Zustand der Welt" S.64

Dann muß ich meine o.g. Meinung korrigieren. Und schließlich ist der Buddhismus in Deutschland nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt, hab' ich kürzlich irgendwo gelesen.

Nachdem ich gestern von Mahatma Gandhi "Was ist Hinduismus?" (insel tb, 150 S., Neupreis 7,50 Euro) gelesen habe, erscheint mir auch der Buddhismus in einem ganz anderen Licht.

Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: sierrrra (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27.12.2007 20:19

Hallo,

das Positive am Buddhismmus ist meiner Meinung nach, dass er verantwortliches Handeln hier und jetzt für die eigene Person fordert und nicht Anderenen (Gott, Jesus, Allah, Manitou oder wem auch immer) überträgt.

So Sachen wie "Er labt mich auf grüner Aue...." gibt es im Buddhismus nicht....


Sorry wenn ich mich dazwischen gedrängelt hab'.......

Bis denne

Frank

--
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Avatar Re: Hallo Allen hier.
geschrieben von: Ledana (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26.01.2008 10:03

Hallo Wasserprediger,
Buddismus ist für ich etwas ganz existenzielles, ohne der metaphysichen Glauben, und ohne Behauptungen, die auf irgendwelchen Konzepten beruhen.
Aus Indien ist der Buddhidsmus z.B. verschwunden, weil die Massen da nicht richtig vertanden, was der Buddha mit seiner Lehre meinte.
Dagegen wurde Buddhismus im China, Tibet, Ceylon, oder Burma, oder Teiland, oder Japan erfolgreich, weil die buddhistischen Misionare, die von Indien kamen, wo der wirkliche Fundament der Buddhismus nicht verstanden wurde, und dadurch Buddhismus da verlohren hat, diesamal mit den Menschen einen Packt/ Kompromisse angegangen sind.
Sie haben diesmal Buddhismus, sagen wir so, dem Menschen und deren Erwartungen angepasst. Menschen sind Indiwuduen, die keine Bedunungslosigkeit des Tuns, oder des Denkens, oder des Gefühls kennen.
Daher bessirte die Anpsassung der Buddhismus auf Versprechungen des Erreichens der Glücksseeligkeit oder des Himmels/der Evigkeit, usw..
Allso es passierte alles das, was der Buddha vorher eigentlich abgelehnt hatte.
Sobald in den Ländern Buddhismus zur Religion wurde, verlohr sie ihre unsprungliche Wahrheit.
Auch die Wahrheiten teilweise sterben, die in etwas organisiertes umgewandelt werden, weil sie dann nur auf Kompromissen bassieren, Kompromissen, die Versprechungen hinter sich ziehen, also die Wahrheiten damit nicht mehr neutral bleiben, und dadurch die Freiheit verlieren.
Ich weiß nicht, ob ich mich dmit verständlich ausdrucken könnte....
Aber da ich hier keinen darüber überzeugen will, ist es auch egal...
Es gibt keine Absolute Wahrheit....smiling smiley

Liebe Grüße.
Ledana

Re: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03.04.2011 09:43

Wer sich noch oder hin und wieder mit Buddhismus beschäftigt, kann sich ja mal zwei "Ehemalige" anhören. Nicht unbedingt, um sich zum Christentum oder Katholizismus hinführen zu lassen, sondern nur, um sich über den Buddhismus und Dalai Lama zu informieren (oder sich desinformieren zu lassen?), ohne sich durch Bücher wühlen zu müssen.

Jetzt kann wieder wer kommen und sagen: "den" Buddhismus gibt es nicht - oder: der eigentliche, ursprüngliche, wahre Buddhismus ist ganz anders...

Prof. Paul Williams, Mein Weg zu Buddha und zurück:

[www.gloria.tv]

Martin Kamphuis, Christentum und Buddhismus:

[www.gloria.tv]

smiling smiley

Re: Buddhismus
geschrieben von: sparfux (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.04.2011 09:52

Soweit ich das beurteilen kann, ist der ursprüngliche Buddhismus keine Religion. Wenn man Religion definiert als ein Gedankengebäude, eine Ansammlung von Glaubenssätzen, die man akzeptieren muss, um dazugehören zu dürfen.
Rudolf von Delius: "Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter!" Insbesondere Feigheit vor dem Tod. (sage ich)

Re: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.04.2011 19:50

"Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter!"

Dann hätte er besser geschrieben "Feigheit vor dem Zufall". Schicksal heißt doch irgendwie an eine "höhere Macht" zu glauben, auch wenn da eine unpersönliche Macht gemeint ist.

Mit einem Satz kann man Religion nicht verwerfen. Ich sehe da mehr eine Sinnsuche darin. Ich denke nicht, dass Atheisten nach 40 oder mehr an Lebensjahren, die zu einer Religion finden, plötzlich nur Schiß vor dem Tod haben.
Was für einen Sinn macht es, nach den üblichen irdischen Gütern zu jagen? Vor allem, wenn man sie aller Voraussicht nach gar nicht erreicht, oder erreicht hat, und alles wieder verliert (durch Unglück/Katastrophe/Trennung). Fällt dieser künstlich aufgebaute "Sinn", fallen diese materiellen Ziele weg, steht man buchstäblich vor einem Nichts. Auch die Sehnsucht nach Partnerschaft kann unerfüllt bleiben oder man kann den Partner wieder verlieren. Alle Mühe und Plage irgendwelche Zielen nachzujagen - das braucht sich doch niemand wirklich antun, wer die Schnauze voll hat vom Leben, der hängt sich eben auf. Wen interessiert das schon nach 500 Jahren, ob man arm war oder in Luxus lebte, ob man glücklich war? Keine Sau. Alles ist trostlos. Frauen sind doch auch nur ein ganz kümmerliches Glück und schnell vergängliches; insgesamt gesehen.

Konsequenzen:

In Europa stellt sich für die meisten nur die Frage: Glaube ich an einen personalen Schöpfergott oder glaube ich, dass alles Zufall ist, alles zufällig von selbst aus dem Nichts entstanden (Urknall + Evolutionstheorie), ziellos und ohne Sinn und Zweck. Nehme ich letzteres als wahr an, dann ist keine Moral und keine Menschenwürde wirklich begründbar. Menschenwürde ist ein illusionäres Produkt, den unser zufällig entstandene Gehirnphysiologie erzeugt. Es ist völlig gleichgültig was geschieht und folglich auch, wie man sich verhält. Einen Menschen zu töten, ist im Prinzip nur ein "Umarrangement" von Materie, eine Atomverbindung löst sich auf und neue bilden sich, so wie wenn ein Kind am Strand eine Sandburg zerstört. Für einen Urknall- und Evolutionstheorie-begeisterten Atheisten ist der Mensch (auch DU, Dein Ehepartner, Deine Eltern, Deine Kinder) nicht Ebenbild Gottes, sondern nichts weiter als ein sinnloser Zufallsscheißhaufen. Dein geliebter Hund ist nichts weiter als Zufallskacke auf vier Beinen. Stichwort Abtreibung und Kultur des Todes. Richard Dawkins zu erschlagen ist nichts anderes, als wenn man auf eine Knallerbse tritt, beides nur Produkte des blinden Zufalls. Jedenfalls sagte ein ehemaliger deutscher Gulaginsasse sinngemäß, für das Aufsichts- oder Bewachungspersonal seien die Gefangenen nichts weiter wie Ameisen gewesen.

Wir wissen ja alle, dass Dostojewskij schrieb: "Wenn es Gott nicht gibt, ist alles erlaubt." Man darf sich nur nicht erwischen oder als Täter ermitteln lassen, dann gibt es eine milde Strafe und Betreuer.

Nun scheint es ja doch ganz zweckmäßig zu sein, an einen auch strafenden Gott zu glauben, wenn die Wirkung ist, bei vielen Menschen die Hemmschwelle zu Straftaten zu erhöhen (man denke auch an Diebstahl, nicht nur an Mord oder schwere Körperverletzung oder Kriegsführung). Aber diese Zweckmäßigkeit beweist ja nicht die Existenz eines Gottes.

Glaube ist eben Glaube - ohne Beweise. Für mich sind, kurz gefasst, die Menschen, Tiere, Pflanzen genug Beweis. So lange, bis der Teufel wieder Zweifel sät. Dann ist aber alles wieder vollkommen sinnlos. Alles, nicht nur alles Leid. Ich kann diese Sinnlosigkeit nicht akzeptieren und es gelingt mir einfach nicht, diese Frage einfach liegen zu lassen oder abzuschütteln. Dann sehe ich doch wieder die ganzen Wunder der Schöpfung vor der Nase, da alles aufzuzählen würde jetzt zu viel werden, und begreife nicht, warum der Glaube an Gott so schwer fällt.

Um zum Buddhismus zurückzukommen. Da stellt sich doch bei dieser Reinkarnationstheorie die Frage, wer hat diesen Mechanismus oder diese Gesetzmäßigkeit geschaffen und in Gang gesetzt? Ich lande doch auch da bei der Frage GOTT oder ZUFALL. Der ganze Vorgang der Reinkarnation ist Zufall? Dem Leid der ständigen Inkarnationen versucht man zu entkommen durch "Erleuchtung" bzw. Entschlüpfen ins Nichts. Nirwana. Achja, gut, ich habe den Buddhismus in seinen vielen Ausformungen und Varianten nicht verstanden, muß da wohl noch bißchen ZEN reinrühren. Aber die Frage Gott oder Zufall bleibt doch bestehen! Oder etwa nicht?

So, jetzt weiß ich nicht, wie ich die Kurve kriege zu dem Buch von John Lennox "Hat die Wissenschaft Gott begraben? - Eine kritische Analyse moderner Denkvoraussetzungen". Welches ich hiermit empfehle.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

P.S. Geiz ist auch keine Lösung!! smiling smiley

Re: Buddhismus
geschrieben von: sparfux (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07.04.2011 22:29

zu Wasserprediger:
"Feigheit vor dem Zufall"
Das ist ein berechtigter Einwand.
Im übrigen GLAUBE ich (alles Wesentliche im Leben eines Menschen beruht im Grunde auf GLAUBEN), dass schon die Frage nach dem Sinn des Lebens unzulässig ist. Nicht nur, dass es diesen Sinn (im Sinne eines Zieles, eines Zweckes) nicht gibt, sondern auch, dass die Frage danach völlig unsinnig ist. Der "Sinn" unseres Lebens besteht schlicht darin, welchen Sinn wir uns selbst geben, und zwar in jedem Augenblick auf's Neue.
Tatsächlich GLAUBE ich auch, dass Menschenwürde und Moral keine festen, unverrückbaren Größen sind, so traurig das ist.
Menschenwürde und Moral sind meiner Meinung nach eine Form von Klugheit: Ich behandle andere Menschen gut und hoffe, dass ich dann auch gut behandelt werde. Deswegen bezeichne ich unmoralische, asoziale Menschen als dumm. Wenn beispielsweise ein junger Mensch sich lustig macht über Alte, dann trägt er dazu bei, dass er später im Alter verachtet werden wird. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.
Wenn ich es tatsächlich einmal schaffen werde, ein Buch zu schreiben, dann wird es den Titel tragen: "Mut zur Angst".
Ich GLAUBE, dass es die Hauptwurzel allen Übels in der Welt ist, dass die allermeisten Menschen sich nicht ihren völlig normalen, zu unserem Leben gehörenden Ängsten stellen. Der Angst vor Krankheit, vor Einsamkeit, vor Verachtung, vor Schmerz, vor Beschränktheit, vor Verlusten aller Art, vorm Altern, vorm Tod, vor allen jederzeit möglichen ZUFÄLLEN.
Die "westliche" Gesellschaft (und die anderen wohl auch) ist darauf ausgerichtet, alle Ängste zu verdrängen und schafft dadurch unendlich viel Leid. Der alles zerstörende Kapitalismus ist der dumme Versuch, so viel Geld zusammenzuraffen, dass man sich gegen alle menschlichen Ängste abschotten könnte. Dabei wird so nebenbei die ganze Erde zerstört.
Ohne es beweisen zu können, GLAUBE ich, dass Kapitalisten im Grunde ihres Wesens dem magischen Glauben anhängen, sie könnten sich mit Geld vom Tod freikaufen. Genauso wie weiland die elend dämlichen, armseligen Pharaonen.
Der Konsumismus, die Unterhaltungs-"Industrie", die allgegenwärtigen Süchte ...
Ebenso sind Religionen - eventuell mit Ausnahme des Buddhismus (s.o.) - vor allem der völlig nutzlose Versuch, sich gegen alle ZUFÄLLE des Lebens zu schützen, sich nicht abzufinden mit der eigenen Unwichtigkeit, mit der eigenen Endlichkeit. Der Preis für diese nutzlose Anstrengung ist katastrophal: Denksperren, neurotische Dummheit, Vernichtung von Lebensenergie, Intoleranz, Grausamkeit, Vernichtung usw. usf.
Die einzige "Religion" - die dann aber diese Bezeichnung nicht verdienen würde -, die ich akzeptieren könnte, wäre eine, die den Menschen sagen würde: "Stellt euch euren Ängsten. Ertragt sie. Lauft nicht vor ihnen weg. Betäubt sie nicht. Belügt euch nicht. Nur dann werdet ihr zu Menschen."

Re: Buddhismus
geschrieben von: S.Raiker (IP-Adresse bekannt)
Datum: 08.04.2011 08:04

Hallöle Sparfuchs

wie, glaubst du, ist diese Welt entstanden?

LG _S.

Re: Buddhismus
geschrieben von: sparfux (IP-Adresse bekannt)
Datum: 08.04.2011 12:35

S.Raiker schrieb:
> Hallöle Sparfuchs



> wie, glaubst du, ist diese Welt entstanden?



> LG _S.


Ich halte diese Frage für völlig unwichtig und sinnlos.
Und wenn Du ehrlich bist, was hat die Frage - bzw. eine immer hypothetisch bleibende Antwort darauf - für eine ganz KONKRETE Auswirkung auf DEIN Leben? Stehst Du morgens anders auf, frühstückst du anders, gehst Du anders zur Arbeit ...
Ganz konkret, nicht eingebildet.

Re: Buddhismus
geschrieben von: S.Raiker (IP-Adresse bekannt)
Datum: 08.04.2011 19:10

ich wollte durch diese frage erfahren, ob du ein wissenschaftlich denkender Mensch bist oder nicht bist

und die antwort die ich gefunden habe hat mein eigenes Leben sehr verändert
für mich war diese Frage und die antwort also sehr wichtig und ausgesprochen sinnvoll

LG S.

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