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Avatar Re: Buddhismus
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.04.2011 08:56

Es macht einen Unterschied, ob man an eine Schöpfung aus dem Zufall oder durch eine höhere Macht glaubt. Der Unterschied liegt im eigenen Denken.

@Sparfux: darf ich den Thread bei Zeiten verwerten, das mit den Ängsten gefällt mir sehr sehr gut.

Liebe Grüße
Michi

Re: Buddhismus
geschrieben von: sparfux (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.04.2011 17:46

derknausererat schrieb:
> Es macht einen Unterschied, ob man an eine Schöpfung aus dem Zufall
> oder durch eine höhere Macht glaubt. Der Unterschied liegt im eigenen
> Denken.



> @Sparfux: darf ich den Thread bei Zeiten verwerten, das mit den
> Ängsten gefällt mir sehr sehr gut.



> Liebe Grüße
> Michi


Sehr gerne.
Ich freue mich über Dein Interesse.

RE: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 11.04.2011 20:41

"schon die Frage nach dem Sinn des Lebens unzulässig ist. Nicht nur, dass es diesen Sinn (im Sinne eines Zieles, eines Zweckes) nicht gibt, sondern auch, dass die Frage danach völlig unsinnig ist. Der "Sinn" unseres Lebens besteht schlicht darin, welchen Sinn wir uns selbst geben, und zwar in jedem Augenblick auf's Neue."

Das verstehe ich nicht ganz: erst ist die Frage nach dem Sinn unsinnig, dann versuche ich doch mir einen Sinn zu fantasieren. Wenn es per Definition keinen Sinn gibt, dann kann ich auch keinen erschaffen, weder einmal im Leben, noch jeden Augenblick aufs Neue. Alles ist Zufall. Die behauptete Evolution ist auch ziellos (muß sie ja, denn sonst stünde ja ein Plan, ein systematisches Vorgehen dahinter). Evolution ist 100% Zufall ohne Sinn, Zweck, Ziel. Manche sagen kurz: Evolution ist "blind". Viele Schwer-Depressive kommen ja zu der Erkenntnis, dass alles sinnlos ist - stellen sich tapfer der Todesangst, überwinden diese, und bringen sich um. Ach, sie hatten trotzdem Angst, Angst vorm Leben, verstehe...

"Menschenwürde und Moral sind meiner Meinung nach eine Form von Klugheit:"

Klugheit gibts nicht, weil Klugheit keine Materie ist. Menschenwürde und Moral, ich sage es nocheinmal, kann, wenn alles nur Zufall ist, mit nichts wirklich begründet werden. "Klugheit" ist eine Illusion - vom Gehirn erzeugt.

"Wenn ich es tatsächlich einmal schaffen werde, ein Buch zu schreiben, dann wird es den Titel tragen: "Mut zur Angst".
Ich GLAUBE, dass es die Hauptwurzel allen Übels in der Welt ist, dass die allermeisten Menschen sich nicht ihren völlig normalen, zu unserem Leben gehörenden Ängsten stellen. Der Angst vor Krankheit, vor Einsamkeit, vor Verachtung, vor Schmerz, vor Beschränktheit, vor Verlusten aller Art,
vorm Altern, vorm Tod, vor allen jederzeit möglichen ZUFÄLLEN."

Warum der gläubige Mensch der Angst entschlüpft, sich ihr nicht stellt, geht mir dabei nicht auf. Ja, im Gegenteil, dem gläubigen Menschen können ja noch mehr Ängste plagen, als einem Atheisten. Man könnte sogar sagen, der Atheist möchte sich der Angst, eines Tages Rechenschaft ablegen zu müssen, nicht stellen - und leugnet daher Gott.

"Die "westliche" Gesellschaft (und die anderen wohl auch) ist darauf ausgerichtet, alle Ängste zu verdrängen und schafft dadurch unendlich viel Leid. Der alles zerstörende Kapitalismus ist der dumme Versuch, so viel Geld zusammenzuraffen, dass man sich gegen alle menschlichen Ängste abschotten könnte. Dabei wird so nebenbei die ganze Erde zerstört.
Ohne es beweisen zu können, GLAUBE ich, dass Kapitalisten im Grunde ihres Wesens dem magischen Glauben anhängen, sie könnten sich mit Geld vom Tod freikaufen."


Ich kann auch behaupten: der Kapitalismus resultiert aus dem "Wissen" oder Glauben, daß es eben keinen Gott gibt und kein anderes, besseres Leben nach dem Tod. Gehe ich davon aus, dann gibt es nur eine Devise: Damit ich "etwas vom Leben habe", damit ich meine Triebe, Begierden, Gelüste, Sehnsüchte maximal befriedigen kann - raffe ich so viel Geld wie möglich, Rücksichten sind nur insofern zu nehmen, wenn sie mich schneller oder besser ans Ziel bringen. Angst vor irgendwelchen Zufällen oder Tod sind doch da eher nicht vorhanden, eher Angst, die Wünsche bleiben unerfüllt. Das Wissen, dass das Leben durch Zufall schon morgen zu Ende sein kann, ist doch vorhanden, ebenso, dass es da kein Entkommen gibt, mach mal Kapitalistenschweine nicht dümmer als sie sind. Feier die Feste, wie sie fallen, morgen kannst du tot sein. Bist du tot, gibts keine Gang-Bang Party mehr. Ohne "Ängste zu verdrängen" - kann man da überhaupt leben.
Wie, bitteschön, soll ein Leben möglich sein, ohne "Ängste zu verdrängen", zu ignorieren??? Das sollte ein Kapitel in Deinem Buch sein. Kann man sich da denn überhaupt noch irgendwie beruhigen, wenn man Ängste nicht verdrängt?

Aber, wenn ich will, kann ich alle Knauserei, Sparerei, die Existenz dieses Forums, nur auf eines zurückführen: ANGST.
Dieses Spiel kann man so weit treiben, dass alle Aktivität seine Ursache in der Angst hat. Insofern ist Dein Argument unschlagbar. Wer wirklich mutig ist, der bleibt im Bett liegen. confused smiley



Oder hat er Angst aufzustehen?


Wer kein Katholik werden will, der hat ja nur Angst, verarscht zu werden. Verarscht, so wie in Kindertagen, wo er von seinen Eltern ganz übel mit dem Märchen vom Weihnachtsmann hereingelegt wurde. Als dieser schlimme Betrug auffiel, die Lüge platzte - das war ein Schock fürs Leben: Man kann den eigenen Eltern nicht trauen. Und für diesen Glauben an den Weihnachtsmann wird man von älteren - aufgeklärten - Kindern ordentlich ausgelacht.

Re: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 12.04.2011 11:23

Der Preis für diese nutzlose Anstrengung ist katastrophal: Denksperren, neurotische Dummheit, Vernichtung von Lebensenergie, Intoleranz, Grausamkeit, Vernichtung usw. usf.

Denksperren: Besteht nicht auch eine Denksperre bei Leuten, die unverrückbar meinen, es gibt garantiert nichts, was sich nicht nachweisen läßt und was die eigene Vorstellungskraft oder das Vorstellungsvermögen übersteigt?

Dummheit: und Klugheit konnte bisher kein Wissenschaftler im Reagenzglas oder unter dem Eletronenmikroskop nachweisen.

Vernichtung von Lebensenergie: Glaube soll doch schon vielen "Kraft zum Leben" gegeben haben (auch weil Sinn und Hoffnung), Heilung ermöglicht, oder Heilungsprozesse beschleunigt. Glaube setzt Energien frei. Der Glaube versetzt Berge. Hier wird das Gegenteil behauptet.

Intoleranz: Üben denn Atheisten immer Toleranz? So mancher Atheist kommt doch als fanatischer Kämpfer und aufwiegelnder Agitator daher. Für viele Atheisten ist es doch zur Lebensaufgabe geworden, vornehmlich gegen die kath. Kirche zu kämpfen.

Grausamkeit, Vernichtung: Hätte man das Buch "Schwarzbuch des Kommunismus" nicht auch "Schwarzbuch des Atheismus" nennen können? Unterdrückung, Verbrechen, Massenmord, Zwangsarbeit, Terror - und Lüge.
Kleriker haben während der Franz. Revolution und unter Stalin "Toleranz" auf ganz besondere Weise kennenlernen dürfen...
Fakt ist, die extrem brutalen Gewaltverbrechen gegen Priester und Bischöfe, auch in Spanien und anderswo, ist in den Köpfen einfach nicht präsent, nicht bekannt, das wird wunderbar ausgeblendet. Nur so ist es ja möglich, dass Menschen Toleranz in Verbindung bringen mit Atheismus und Glauben mit Greueltaten.

Kirchenfeinde organisieren ja bereits einen Auflauf gegen den Papst, der einen Deutschlandbesuch und eine Rede im Bundestag angekündigt hat. Die Intoleranz liegt freilich auf seiten des Papstes, nicht auf seiten der Protestler und Krakeler.

Atheismus führt eben nicht zwangsläufig, wie suggeriert, zu Friede, Freude, Eierkuchen - sondern mitunter zu totaler Enthemmung und Rücksichtslosigkeit, Gewalt, hier sei auf die großen Diktatoren Stalin und Hitler hingewiesen. Das waren doch Personen, die "es gibt keinen Gott" so richtig begriffen hatten und dementsprechend handeln konnten, ohne Skrupel.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.11 11:25.

Avatar Re: Buddhismus
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 12.04.2011 18:42

@Wasserprediger: auch der Atheismus ist nur ein ISMUS

So wie es den Katholiken nicht gibt, gibt es auch nicht den Atheisten.
Wichtig ist doch allen Strömungen, dass des eigenen Sein eine gesunde Moral zugrunde liegt. Sonst wird jede Religion und auch die Nichtreligion zu zügellosem Fanatismus.

Liebe Grüße
Michi

Re: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 12.04.2011 23:36

Dann ersetze "Atheismus" mit "Unglaube" (im Sinne von Ungläubiger = Menschen ohne Glauben an Gott)

Dann ist die Endung ISMUS weg.

Wer bestimmt denn über eine "gesunde Moral" - der überzeugte Nationalsozialist (NSDAP)? Der Abtreibungsbefürworter? Die Chefetage von Monsanto?

Re: Buddhismus
geschrieben von: sparfux (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.04.2011 09:59

Wasserprediger schrieb:
> Dann ersetze "Atheismus" mit "Unglaube" (im Sinne von Ungläubiger =
> Menschen ohne Glauben an Gott)



> Dann ist die Endung ISMUS weg.



> Wer bestimmt denn über eine "gesunde Moral" - der überzeugte
> Nationalsozialist (NSDAP)? Der Abtreibungsbefürworter? Die Chefetage
> von Monsanto?

Leider steckt in den Begriffen "Atheismus", "Unglaube" und in der Verwendung des Begriffes "Gott" ohne Artikel schon wieder eine Überheblichkeit.
Es wird stillschweigend vorausgesetzt, dass "Theismus" der gesunde Normalzustand sei, und "A-Theismus" eine krankhafte Abweichung von der Norm. Genau so beim "Glauben" und "Un-Glauben".
Sowas ärgert mich die Platze.
(Ähnlich ist es in der Politik: Die "Rechten" sind die "richtigen" und die "Linken" sind die "falschen, hinterhältigen".)
Und wenn jemand von "Gott" ohne Artikel spricht, dann tut er so, als ob es dieses Ding völlig selbstverständlich gebe - und unterschlägt, dass es nur sein eigenes Gedankenkonstrukt ist.
Im Übrigen müsste es korrekt "das Gott" heißen. Denn es kann schon aus rein logischen Gründen keinen männlichen Gott geben, wenn man explizit ausschließt, dass es weibliche Götter gibt. Was ja die Christen tun.
"Männlich" gibt es nämlich nicht ohne "weiblich". So wie es kein "dunkel" gibt ohne "hell", kein "groß" ohne "klein" usw. usf.
In meiner Schulzeit gab es so einen Spruch:
"Was ist der Unterschied zwischen einem Krokodil? - Je grüner, desto beiß!"
Das trifft die Sachlage ziemlich genau.

Avatar Re: Buddhismus
geschrieben von: Kajsa (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13.04.2011 18:35

Wieso ärgert dich das so? Weil vielleicht am Glauben an Gott doch was sein könnte? Ehrlich, wenn es ein solcher Blödsinn ist, wie du versuchst, es darzustellen, dann wundert es mich doch sehr, dass du dich dermaßen ärgerst.

Und nein: Glaube ist nicht der "Normalzustand". Es bedarf einer Entscheidung. Eine Entscheidung, die ich nie bereuen werde. grinning smiley

Und ja, ja und nochmals ja, ich bin fest davon überzeugt dass es Gott (den Gott der Bibel!) wirklich gibt. Auch wenn's dich ärgert. Was mir für dich Leid tut (ich weiß, das willst du nicht hören, ich sag's trotzdem, denn ich erwarte, so wie du Toleranz erwartest, diese auch den Glaubenden gegenüber, was, so denke ich, nicht zuviel verlangt ist).

Nichtsdestotrotz: Diskussionen bringen hier eh nicht weiter, zumindest nicht dort, wo jemand einfach nur "dagegen" ist. Ich würde mir halt wünschen, dass man sich zumindest mal Gedanken darüber macht, was wäre, wenn es doch wahr wäre. Aber erwarten kann man das nicht. Denn jeder hat die Freiheit, zu entscheiden, worüber er nachdenken will, was er glauben möchte, wie er mit Gott umgehen möchte.

Und noch eben zur Klarstellung: Ich glaube nicht an eine Kirche, sondern eben an den Gott der Bibel, der sich in seinem Sohn Jesus Christus gezeigt hat. Ich bin wohl Mitglied der (evang.) Kirche, sehe aber in ihr nicht die Vollkommenheit, sondern einfach nur eine Gemeinschaft Gleichgesinnter.

Liebe Grüße
von Kajsa



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.11 18:43.

Re: Buddhismus
geschrieben von: sparfux (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.04.2011 08:55

Kajsa schrieb:
> Wieso ärgert dich das so? Weil vielleicht am Glauben an Gott doch was
> sein könnte? Ehrlich, wenn es ein solcher Blödsinn ist, wie du
> versuchst, es darzustellen, dann wundert es mich doch sehr, dass du
> dich dermaßen ärgerst.

Wenn Du gewollt hättest, hättest Du sehr wohl verstanden, dass ich mich nicht darüber ärgere, dass jemand an das und das glaubt. Das ist mir völlig egal. Solange er mich und alle anderen Menschen damit in Ruhe lässt! Und solange er damit in der Welt keinen Schaden anrichtet!!!
Was mich ärgert, ist die elende Anmaßung, diese Überheblichkeit, dieses eingebildete "Wissen", zu den "Auserwählten" zu gehören.
Und ich weiß sehr genau, wovon ich rede, denn ich habe diesem Verein über zwanzig Jahre lang angehört, per Zwangsmitgliedschaft.

Re: Buddhismus
geschrieben von: S.Raiker (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.04.2011 13:35

Hallöle

welchem "Verein" hast du denn angehört? einer Kirche oder einer Sekte oder so?
Und was hat das mit Glauben und wissenschaftlichem Denken zu tun? Ich hatte dir eine Frage gestellt und bekomme von dir keine richtige antwort, muß ja auch nicht sein, wenn du dich darüber mit mir nicht unterhalten möchtest, dann signalisiere es doch einfach höflich.
wenn ich deine folgenden Beiträge lese, mußt du ein echtes Problem haben, so aggressiv wie du reagierst.
Irgendwie fühle ich mich durch deine Äußerungen angegriffen und dabei hab ich mich noch nichtmal positioniert ob ich denn nun und an was ich denn wohl glaubesmiling smiley

LG.S.

Re: Buddhismus
geschrieben von: tbauer (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.04.2011 13:50

Da es hier schon lange nicht mehr um Buddismus geht will ich auch mal meine Meinung zum Glauben kundtun.

Ich glaube nicht an einen Gott, der alles erschaffen hat. Dazu interessiere ich mich zu sehr für Wissenschaft und mir ist da die Evolutionstheorie doch näher.

Allerdings glaube ich an eine Art Energiesystem, welches alle Lebewesen auf unserem Planeten verbindet und sich während der Entstehung des Lebens auf der Erde entwickelt hat.

Viele alte Kulturen kennen ja diese Energie, die zu existieren scheint obwohl sie nicht messbar ist. Die Chinesen nennen es Chi, die Inder Prana. Das ist der Teil wo auch ich Glaube, da es keine direkten Beweise dafür gibt. Und ich glaube an das Gute im Menschen und das gute Taten und gute Gefühle anderen gegenüber auch die eigene positive Energie erhöhen. Das gleiche gilt natürlich auch für die negative Seite.

Jeder muss sich für sein eigenes Leben moralische und ethische Grundschätze schaffen um sein Handeln mit seinem Gewissen vereinbaren zu können.

Abschließend muss ich sagen, dass ich persönlich vermutlich christlicher lebe (wenn man von den moralischen und ethischen Kernaussagen des Christentums ausgeht) als z.B ein nach außen hin streng gläubiger Katholik, der jeden Sonntag in die Kirche geht und dann, "wenn Gott nicht hin sieht" zuhause seine Frau schlägt und fremd geht. Das gilt natürlich auch für die anderen Religionen. Wie sagte einmal in der Türkei ein Muslim zu mir als ich ihn auf den Alkoholkonsum ansprach, den sein Gott ja verbietet: "Wir trinken nur nachts, da schläft Allah". Das sagt doch schon viel darüber aus wie man sich auch an die anderen Gebote hält. Oder wie heißt es bei den Christen "Du sollst nicht töten". Da wurden aber bei den Kreuzzügen alle Augen zu gedrückt. Damit möchte ich nur sagen, letztendlich ist jeder sein eigener Richter und muss sich bei allem was er tut selbst noch in die Augen sehen können. Dazu braucht man keinen Gott. Das eigene Gewissen sollte dazu vollkommen ausreichen.

PS:
Ich hoffe es fühlt sich jetzt keiner durch die etwas harten Formulierungen angegriffen. Aber das war notwendig um zu verdeutlichen, dass es nicht vom Glauben an einen Gott und der Zugehörigkeit zu einer Religion abhängt ob man ein guter Mensch ist oder nicht. Und ich denke genau das ist doch letztendlich entscheidend.

So lange es unterschiedliche Religionen gibt wird es Kriege geben.

Liebe Grüße

Tino

[de.wikipedia.org]

Avatar Re: Buddhismus
geschrieben von: derknausererat (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.04.2011 14:07

Ich blende mich mal aus der Diskussion aus. Wir leben hier in Tirol (das heilige Land Tirol) und wer hier nicht Katholik ist, der hat einen schweren Stand. Es ist nämlich genau das was Sparfux schreibt: Hier ist der Status Quo und aus. Reden wir gar nicht drüber.
So sehr ich mich auch bemühe, kann ich mich mit den monotheistischen Religionen mit ihrem patriarchalen System gar nicht anfreunden.
Und dann diese repressive Staatskirche. Ich habe in meiner Jugend darunter sehr gelitten.

Ein heißes Thema, bitte nicht zu heiß diskutieren!

Michi

Avatar Re: Buddhismus
geschrieben von: Lehrling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14.04.2011 18:49

ich glaube an einen Gott, der Kinder mit verschiedenen Religionen hat und ihnen den Verstand gab, damit sie irgendwannmal erkennen, daß es viele Wege zu Gott gibt und jeder Weg der richtige ist für den, der ihn geht.
Bislang geht es bei den Religionen weniger um Glauben und Gott als um Macht, und ich meine, wir haben schon lange das christliche Abendland gegen ein capitalistisches Abendland eingewechselt.

Jedes Wunder ist ein Naturgesetz von morgen, das wir heute noch nicht kennen. ( frei nach Augustinus)

liebe Grüße
Lehrling

Re: Buddhismus
geschrieben von: Ringelblume (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15.04.2011 16:00

Ich wollte auch nochmal meinen Senf dazugeben:

ich glaube an den Weg der Liebe, d.h. für mich in unserer Kultur: wie kann ich lernen mich selbst so anzunehmen, wie ich bin, mit allen Fehlern, also bedingunslos. Daraus erfolgt dann eigentlich automatisch, daß man immer liebender wird. Und immer mehr auf seine innere Stimme hört.
Letztlich finden wohl viele in der Meditation Zugang zu dieser inneren Weisheit und Liebe.

Gerade die, die sich gegen jedes vorgegebene System auflehnen, verlieren vllt. dadurch sich selbst und den Zugang zur inneren Stimme nicht.

Jesus wollte, glaube ich, den Weg der Liebe predigen. Und nicht den Weg, der einen immer mehr von sich selbst trennt und einen in Gesetzen und Verboten erstarren läßt.

lg Ringelblume

Re: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19.04.2011 14:01

Sparfux: "Leider steckt in den Begriffen "Atheismus", "Unglaube" und in der Verwendung des Begriffes "Gott" ohne Artikel schon wieder eine Überheblichkeit."

Ich gestehe: ich kann diesen Gedankengang nicht nachvollziehen.

"Es wird stillschweigend vorausgesetzt, dass "Theismus" der gesunde Normalzustand sei, und "A-Theismus" eine krankhafte Abweichung von der Norm. Genau so beim "Glauben" und "Un-Glauben".
Sowas ärgert mich die Platze."


Es wird mir langsam peinlich: auch das begreife ich nicht. Ich sehe hier nur bloße unbegründete Behauptungen, seltsame Gedankengänge.

"Und wenn jemand von "Gott" ohne Artikel spricht, dann tut er so, als ob es dieses Ding völlig selbstverständlich gebe - und unterschlägt, dass es nur sein eigenes Gedankenkonstrukt ist."

Nö, ich war völlig ahnungslos, der Gedanke ist mir noch nie gekommen, dass sich jemand am Artikel so reiben kann und wenn man keinen Artikel benutzt, weil das die deutsche Sprache so hergibt, das auch negativ ausgelegt wird.

"Im Übrigen müsste es korrekt "das Gott" heißen. Denn es kann schon aus rein logischen Gründen keinen männlichen Gott geben, wenn man explizit ausschließt, dass es weibliche Götter gibt. Was ja die Christen tun.
Im Übrigen müsste es korrekt "das Gott" heißen. Denn es kann schon aus rein logischen Gründen keinen männlichen Gott geben, wenn man explizit ausschließt, dass es weibliche Götter gibt. Was ja die Christen tun."


Genau, es müßte das Mond heißen, der Mond ist Unsinn, weil am Mond gar kein Geschlechtsteil dranhängt. Das gleiche gilt für das Sonne.
Ein männlicher Gott wird ja auch nur von Dir (und Kirchenfeinden) behauptet, von sonst niemand, die Kirche hat sowas nie gelehrt, jedenfalls ist mir das nicht bekannt. Es kann (nach christlichen Verständnis) auch keine weiblichen Götter geben, weil es nur einen dreifaltigen Gott gibt, es gibt also auch nicht mehrere männliche Götter. Auch Engel (die gibt’s tatsächlich im Plural) sind weder männlich noch weiblich. So ist es mit Geistwesen.

Wenn ich hier die bei Dir Empörung auslösenden Ausdrücke nicht verwenden darf, bitte ich herzlich um Alternativausdrücke, wo auch jeder versteht, was gemeint ist. Und hoffentlich sind dann die verwendeten Artikel von niemanden angreifbar.

Vielleicht kannst Du Dich beruhigen, wenn Du diese Erläuterungen über die Frage nach dem Geschlecht Gottes nachliest. Schade, dass Dein „Verein“ über 20 Jahre lang versäumte, Dir das zu vermitteln.

[www.kirchameck.de]



tbauer: "Dazu interessiere ich mich zu sehr für Wissenschaft und mir ist da die Evolutionstheorie doch näher."

Aber warum schließt denn Wissenschaft Glaube aus? Es gibt auch Menschen, die haben erst durch Wissenschaft zum Glauben gefunden, oder durch Wissenschaft den Glauben vertieft. Du tust so, als wäre der umgekehrte Weg zwingend.

Lies doch mal das Buch von Wolfgang Kuhn „Stolpersteine des Darwinismus“

Und guck Dir das mal an:

[www.erf.de] Physiker

[www.erf.de] Biologe

Ich will sagen: nicht jeder, der sich der Wissenschaft hinwendet, zieht dieselben Schlüsse wie Du.

"Jeder muss sich für sein eigenes Leben moralische und ethische Grundschätze schaffen um sein Handeln mit seinem Gewissen vereinbaren zu können."

Warum muß sich jeder Mensch seine eigenen moralischen und ethischen Grundsätze schaffen?
Das könnte für Dich und Deine Lieben lebensgefährlich werden, z. B. wenn andere denken, Dein Leben wäre lebensunwert und Du müssest zum Wohle aller (gute Tat) beseitigt werden.
Das Gewissen setzt keine Norm. Das Gewissen orientiert sich an der gesetzten Norm (Gebot).
Dich kann nur Dein Gewissen plagen, wenn Du von einer Norm weißt und diese anerkennst.
Wer „Du sollst nicht stehlen“ nicht weiß oder nicht anerkennt, der kann es mit seinem Gewissen sehr gut vereinbaren, andere Menschen zu bestehlen. Reue kommt da bei begangener Tat wohl nie auf.
Wer das Gebot „Du sollst nicht töten“ nicht anerkennt oder das nur eingeschränkt anerkennt, dem ist bei einer Abtreibung das Gewissen keine Hürde, weder für die Frau, die abtreiben läßt, noch für die Person, die die Abtreibung ausführt und sich irreführend "Arzt" nennt.
Auch ein Dr. Mengele hat sicher irgendwelche Grundsätze gehabt und sah in seiner Arbeit ein gutes Werk.


"Da wurden aber bei den Kreuzzügen alle Augen zu gedrückt."

Was weißt Du wirklich über die Kreuzzüge? Könntest Du darüber einen Vortrag halten, vor allem über die Motive und Hintergründe?? (jetzt nicht googeln, Du sollst auf diese Frage auch keine Antwort senden)

Buchtip: "Licht und Schatten - Kirchengeschichte zwischen Glaube, Fakten und Legenden"

Walter Brandmüller stellt sich in diesem Buch als Historiker der verbreiteten Kritik an Papsttum, „finsterem Mittelalter“, Inquisition und Kreuzzügen. Dabei geht es dem Präsidenten des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften nicht um die Schönfärbung dunkler Seiten der Kirchengeschichte, sehr wohl aber um ihre „Aufhellung“ im Sinne eines vertieften historischen Verständnisses. „Der Historiker ist weder Staatsanwalt, noch Verteidiger, noch Richter. Es muß ihm um das möglichst umfassende Verstehen eines historischen Phänomens aus seinen Ursachen, Umständen und Wirkungen gehen. Dabei müssen Maßstäbe der betreffenden Epoche der Vergangenheit angelegt werden – Maßstäbe und Kategorien unserer Zeit dürfen nur mit großer Behutsamkeit ins Spiel gebracht werden“, sagt Brandmüller. Seine ehrliche Aufklärung über die Kirchengeschichte in 17 brillanten Essays zeigt auch den gewaltigen Kulturbeitrag der katholischen Kirche zur Geschichte und Identität Europas.

INHALT
I. Dieser Kirche trauen?
II. Das Papsttum – Garant der Einheit und Wahrheit
III. Integration Europas und katholische Kirche
IV. Neuaufbrüche in der Kirche einst und heute
V. „Kindheitsgeschichten“ oder Kindheitsgeschichte
VI. Die Inquisition – historische Wirklichkeit und Legende
VII. Die Kreuzzüge
VIII. Die Reformation Martin Luthers in katholischer Sicht
IX. Neuer Geist aus religiöser Tiefe – das „Wunder von Trient“
X. Sinnenhaftigkeit und Rationalität
XI. Neues Leben aus Ruinen
XII. Fieberanfälle des deutschen Katholizismus
XIII. „Der ultramontanen Sippe keck die Stirne bieten“
XIV. Das Konzil und die Konzile
XV. „Staatstheologen“ – früher und heute
XVI. Zur Arroganz der Theologie
XVII. Vergebung – der Weg zum Frieden


"Damit möchte ich nur sagen, letztendlich ist jeder sein eigener Richter und muss sich bei allem was er tut selbst noch in die Augen sehen können. Dazu braucht man keinen Gott. Das eigene Gewissen sollte dazu vollkommen ausreichen."

Sprach der Hooligan (oder der gemeine Straßenschläger), der Todesopfer unbewegt und achselzuckend hinnimmt. Kann schon mal passieren. Das Leben ist nun mal lebensgefährlich.


Michi:
"Wir leben hier in Tirol (das heilige Land Tirol) und wer hier nicht Katholik ist, der hat einen schweren Stand."

Das kaufe ich Dir nicht ab. Der nachkonziliare Zusammenbruch der Kirche (in Europa) hat gewiss um Tirol keinen Bogen gemacht. Willst Du mir erzählen, in Tirol sind die Kirchen sonntags knackevoll? Die Jungen sitzen auch reichlich in der Kirche, nicht nur die Grauhaarigen? Gibt es in Tirol eine Priesterschwemme und volle Klöster? Ohne Rosenkranz sieht man niemand auf der Straße? Und mal konkret: Was machen denn die Tiroler, wenn sie spitz kriegen, jemand ist nicht katholisch? Kannst Du den „schweren Stand“ näher beschreiben? Welche Wege wurden Dir schon versperrt, weil Du nicht katholisch bist? Suchen die Tiroler auch Werktags hl. Messen auf? Gehen jeden Tag zum Tabernakel? (wenn ich schreibe DIE Tiroler, sind freilich nich ALLE Tiroler gemeint, sondern ein sehr hoher Prozentsatz, deutlich über 50 %. )
Wirst Du laufend angesprochen, an einer Wallfahrt, Pilgerreise teilzunehmen? Bilden sich in Tirol allwöchentlich vor den Beichtstühlen lange Warteschlangen wie beim hl. Pfarrer von Ars?


2. Wie ist es um Dein persönliches Glaubenswissen bestellt? Kannst Du den Rosenkranz beten und das anderen beibringen – ohne vorher Dich selbst kundig zu machen? Kannst Du das Gebet vom hl. Bruder Klaus hersagen, ohne Recherche?
Findet man in Deinem Bücherschrank neben der stark abgegriffenen Bibel eine Menge an katholischer Sekundärliteratur zur Erklärung, Festigung, Stärkung des Glaubens? Bücher über Heilige?
Könntest Du ohne Recherche jemanden erklären, warum aus katholischer Sicht Luther ein Irrlehrer war und seine unsinnigen Thesen scharf abzulehnen sind?

Ich will Dich freilich mit meinen vielen Fragen nicht zurück in die Diskussion zwingen. Ich will nur ausdrücken, ein ach so streng katholisches Tirol, das klingt für mich wie ein Witz. Und mit dem zweiten Frageteil, will ich nur ausdrücken: viele Taufscheinkatholiken kennen ihre eigene Religion nicht bzw. nur ganz schlecht.
Und: wenn Du einer Aversion gegen Männer hast, wende Dich einfach an die hl. Maria, Mutter der Immerwährenden Hilfe! Über Maria zu Christus, das ist der schnelle und kurze Weg! Singe doch gleich mal ein Lied!
[www.youtube.com]


Es gibt Leute, die geben sich als Christen oder Katholiken aus, glauben aber nicht an die Existenz des Teufels (Satan, Dämonen). Das dann aber die Bibel absolut keinen Sinn mehr macht, begreifen sie einfach nicht oder wollen sie einfach nicht sehen. Das ging schon in Herbert Haags Schädel nicht rein.


Hier noch ein Yoga- und Meditationsexperte, der dann (wieder) Christ wurde.

[www.gloria.tv]

tbauer, höre gut zu, gleich zu Anfang erzählt uns der Ex-Guru-Schüler etwas von Energie und Liebe.

Und jetzt gibt es hier mal Unterricht, erste Einführung oder Auffrischung – oder für Atheisten: Erweiterung des Allgemeinwissens.
Und Evangelischen wird hier auch mal die Heilige Messe erklärt, von Kritikern läßt man sich die hl. Messe nicht erklären.

Etwas Zeit muß allerdings mitgebracht werden, eine reichliche Stunde.


DIE MESSE – verstehen um zu glauben

[www.gloria.tv]

Re: Buddhismus
geschrieben von: Wasserprediger (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30.04.2011 14:37

So, nachdem ich hier die Rolle übernommen habe, den Glauben, das Christentum oder speziell die katholische Kirche zu verteidigen, gibt es abschließend von mir noch zwei Links zu Diskussionssendungen, die ich beide hochinteressant finde. Besprechen tun wir die Sache nicht, da beim Thema Religion immer so die Emotionen hochkochen.

[www.youtube.com] Atheismus-Boom

(geht schon recht gut los, ich mußte zwischendurch herzhaft lachen; schade, dass man den Fragestellungen von Victor Kann nicht nachgegangen ist oder nicht nachgehen konnte; was die Priester zum Thema Hölle/Teufel [Teil 6/9 bis 7/9] von sich geben, muß irgendwie "neukatholisch" sein...)

Ich und die Welt - Was ist der Sinn des Lebens?

[www.youtube.com] (mit einer "Buddhistin") grinning smiley

.

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